im fachwerkhaus innenwände entfernen/entkernen... statik? denkmalschutz?




hallo,
habe die gelegenheit, günstig an ein 250 jahre altes Fachwerkhaus zu kommen. in der ersten etage sind viele kleine zimmerchen, die ich gerne zu einem grossen raum ausbauen möchte. einige zwischenwände sind aus lehm, andere gemauert. dienen die gemauerten der Statik oder sind die nur "jünger" als die aus lehm? man findet überall auch die balken. normalerweise sollten doch die Balken die statik gewährleisten, oder? und wie sieht das mit dem Denkmalschutz im inneren aus? brauch man da erst genehmigungen?

vielen dank schonmal für euren rat!!!





wenn die zwischenwände nur ca. 12 cm stark sind, wurden diese wahrscheinlich nachträglich eingezogen um aus einem zwei Zimmer zu machen, dann dürfte dies Statisch gesehen keine probleme geben, glaub ich... :-)

Der Denkmalschutz greift Hauptsächlich nur im Aussenbereich zu.





der Denkmalschutz greift durchaus auch im Innenbereich kräftig zu ;-) je nach einstufung des gebäudes....er läßt aber schon was übrig: erkenntnisse über das haus und dessen geschichte (nutzung) beispielsweise, oder eine einschätzung des alters der verschiedenen wände und hilfreiche aussagen zur ursprünglichen Konstruktion des hauses.
aus der stärke der wände auf die Statik eines fw-hauses zu schließen, halte ich für einen riskanten rat, zumal bei dem alter des hauses von 250 jahren sicher die gefahr besteht, daß einiges umgebaut und/oder auch entfernt wurde. ich würde es nicht wagen, so blauäugig an die sache heranzugehen.
gruß, carmen



Denkmalschutz,Statik



Hallo,

da kann ich der Carmen Riedl nur zustimmen. 12er Wände entsprechen genau der Balkenstärke und haben im FWH sowohl tragende als auch aussteifende Funktion.
Habe selber schon 12er Außenwände bei durchaus respektablen Häusern gesehen.

Über den Denkmalschutz inormiert Sie Ihr Orts- / Kreisdenkmalpfleger,das ist seine Aufgabe.

Grüße vom Niederrhein





in meinem FW Haus wurden in den Nachkriegszeiten fast in jedem Zimmer nachträglich Wände eingezogen, um -wie gesagt- aus einem Zimmer zwei zu machen. Diese Wände habe ich im laufe der Sanierung auch entfernt und es gab keinerlei Schäden oder Setzungen.
Ich denke mal, man kann im groben einsehen, welche Wand als Nachträgliche Trennung eingebaut wurde und welche Wand schon immer vorhanden war.



Ohne Statikprüfung Wände entfernen?



Das finde ich etwas gewagt. Hier bin ich der gleichen Meinung wie Frau Riedl und Herr Beckmann.
Alzuoft wurde bei solchen Altbauten die Statik unbeabsichtigt verändert oder die Motorsäge einmal zuoft angesetzt, daher ist es wohl sicherer das Vorhaben mal mit einem Statiker zu begutachten.

Grüsse