So viel zu tun!

01.12.2014



Liebe Fachwerker!

wir arbeiten jeden Tag in unserem Haus, aber obwohl es eigentlich "nur" schöne Sachen zu machen gibt, nämlich Wände und Böden, ist kein Ende in Sicht.

Irgendwie werden die Aufgaben beim Tun immer aufwändiger.

Zum Beispiel sollen die etwas rauhen Wände mit Kalkwandspachtel geglättet werden. Klingt einfach, aber wenn man dann loslegt, merkt man, das erst die Reste einer Wand raus müssen, zwei Fliesenspiegel abgeschlagen werden, Löcher zugemacht, eine Deckenvertäfelung abgemacht werden müssen und das Tapete abmachen auch nicht über Nacht geht... :-)

Habt ihr das auch so?

Jetzt gerade weiss ich nicht, wann wir unsere Mietwohnung kündigen können, weil ich den kommenden Aufwand schlecht abschätzen kann. Auch können wir uns keinen Verputzer leisten, deshalb wird es DIY. Also Lernen durch Versuch und Irrtum.

Nach dem Kalkspachtel wird der Boden abgeschliefen, werden die Wände gestrichen und dann die Fussleisten und Kassettentüren lackiert.

Und und und...

Viele Grüße
Sophia



Liebe Sophia



so is dat nu mal wenn man ne Altbausanierung in Eigenleistung macht....aber sowas ist auch durchaus bei Firmen üblich,es ist halt nicht immer alles sofort sichtbar!

Das mit den Tapeten verstehe ich aber nicht,die fallen neben an, im Leerstand bei 70% Luftfeuchte von selber von der Wand ;-)

Wenn ich singen könnte ,dann ein Lied von unvorhergesehenem in der Fachwerksanierung...

Kopf hoch!

Grüße Martin





Ja, ganz schön aufregend, einen Altbau bewohnbar zu machen - und wir hübschen eigentlich nur auf!

Und Handwerker machen das Leben dabei auch nicht unbedingt einfacher. Sieht man von den Preisen ab, habe ich so viele getroffen, die noch nicht einmal das von uns ausgewählte Material (Kalk) auf die Wände bringen wollten. Die stehen alle auf die normale Sackware, die schön einfach zu Verarbeiten ist. Plastikveredelter Putz mit tausendundeinen Zusatz. Und wir blöden Öko-Spinner zicken rum! :-)

Was ich mir schon angehört habe. Aber ich beschwer mich nicht, einiges war auch echt lustig.

Ich habe vier Asbesttests machen lassen, weil ich mir bezüglich bestimmter Bodenplatten und Deckenplatten nicht sicher war - ein Handwerker meinte, wir sollten das bei Asbestgefahr möglichst SCHNELL einfach so rausreißen. Wir Verrückten machen einen Test und warten!
(Die Tests waren zum Glück alle negativ.)

Und ein Verputzer hat uns ein Angebot für einen Oberputz für glattere Wände gemacht, was uns fast die Socken ausgezogen hätte: Für Q3 glatte Wände 14.000 Euro (also 31 Euro pro Quadratmeter Wand oder Deckenfläche). Dabei aber ohne näher nach dem Material zu fragen jegliche Gewährleistung ausgeschlossen, weil es unser Material ist. Wie man ohne Gewährleistung Q3 anbieten kann ist mir ein Rätsel. ;-)

Ach schade, das ich keine Comics zeichnen kann, da hätte ich gerade viele Ideen!

Aber schön, das es anderen auch so geht.



Kalk und Handwerker



Hallo Sophia,

vor wenigen Jahren standen wir mit einer ähnlichen Erkenntnis mitten in unserem schönen Fachwerkhaus. Es war September und noch kein Krümel Putz an der Wand, keine Haizung, etc.

Wir haben nahezu alles mit einem Baustellengemischten Kalkputz verputzt.
Als wir uns entschieden haben, dass wir Unterstützung beim Verputzen benötigen mussten wir feststellen, dass ausser einem Restaurator niemand in der Gegend zu finden war, der als Allroundhandwerker diesen Putz überhaupt glatt an die Wand bekommt.
Das war mal kurz frustrierend, aber geschafft haben wir es auch ;-)

Zur Fragen wann Ihr eure Wohnung kündigen sollt habe ich folgende Einstellung:
Gönnt euch die Kohle und kündigt die Wohnung erst dann wenn ihr sicher seid, dass ihr umziehen könnt. Im Endeffekt wird das nicht viel mehr wie ein oder zwei Monatsmieten sein. Das würde eine Menge Stress ersparen, Ihr könnt einen gemütlichen Umzug planen und müsst nicht doch noch auf eine halbe Baustelle umziehen etc.
Ich glaube nicht, dass eine Monatsmiete diese Stress wert ist :-) Aber das ist nur meine persönliche Meinung.

Viele Grüße

derMicha



Habt ihr das auch so?



Die Frage aus dem Eingangsposting hat mich zum Schmunzeln gebracht. Ja, wir haben das auch so, seit über 4 Jahren, wie wir schon an unserem Haus bauen und sogar drin wohnen. Jedes neue Projekt (grad wird der Stall ausgebaut zu Speisekammer und behindertemgerechten Bad) bringt einen fast zum Wahnsinn. Nicht nur, dass, wie oben geschildert, eine Menge Nebenarbeiten zu machen sind, die sich einem nicht sofort erschließen, sondern hat auch noch der Vorbesitzer im Unverstand (oder mit Vorsatz) einen Haufen Pfusch produziert. Hinter jedem Balken lauert ein Bauschaden. Mittlerweile bin ich so weit, dass ich für neue Projekte am Haus keinen Zeitrahmen mehr plane...

@micha:
ne schöne Bude habt ihr da, das halboffene Fachwerk als Raumteiler gefällt mir gut!



Ich



werde immer gefragt wann wir fertig werden....wenn wir fertig sind !

Ich bin jetzt auch im vierten Jahr und hätt ich gewußt was auf mich zu kommt,hätt ich s trotzdem gemacht!

Man muß auch aufpassen das alles nicht nur noch aus arbeit besteht,z.Zt is das so und das zehrt ,merkt man selber garnich so,is ja normal und ich verbrenn dabei so langsam ,wir haben nicht nur das Haus ,sondern gehen ja auch noch arbeiten ,haben aktuell acht Katzen,einen Hund,zwei Freddis ,drei Gäule und nen Wildhasen,dazu kommen dann noch etliche Durchgangsaufpäppelfreilassviecher.
Zu tun is immer und überall.

Irgendwann werden wir hier fertig und dann haben wir unsern Traum aus wohnen und leben!

Nach der Scheißeaktion im Keller, überrascht mich hier aber nix mehr!

Grüße Martin



der Club der Vierjährigen



Hallo Sophia,
wir sind im Moment auch im 4. Jahr.

Da hilft nur Durchhalten und einfach auch mal das Haus Haus sein lassen und einmal etwas anderes zu unternehmen bzw. für sich zu tun.

Martin, die guten Freunde fragen schon gar nicht mehr, wann wir fertig sind; sie wissen, wir werden es ihnen schon erzählen.

Die anderen können für so eine Lebensweise und Lebensaufgabe sowieso wenig Verständnis aufbringen ... und die ewige Fragerei kann nerven (es läuft dann ja eher darauf hinaus, dass man sich rechtfertigen muss).

Andrea



ja das kenne ich gut...



... ich bin nun auch schon schon im dritten Jahr. Ok ich habe kein Fachwerkhaus, aber ein wirklich schönes Bimshäuschen aus den 30ern. Habe auch alles erneuert... von den Decken, Dachdämmung mit Hanf und Holzfaserdämmstoffen, Dacheindeckung, komplett neue Elektrik und Heizungsanlage mit FBH im Erdgeschoss, neue Raumaufteilung, Fenster, Putz, Abwasserrohre, neuer Gasanschluss.... Wenn man es "richtig" machen will dauert es halt eine Weile. Gipskartonplatten vor die Wand stellen geht sicherlich wesentlich schneller ;-) Hält aber bestimmt bei Weitem nicht so lange.

Diese Woche werde ich mit dem Streichen der Wände und Decken fertig, dann noch die Treppe lackieren, Kellerdeckendämmung und ein bißchen Firlefanz. Einzugstermin ist nun Ende Januar/Anfang Februar ;-D

Wünsche Dir noch viel Spaß und Erfolg :-)



Fertig werden ?



Der letzte der mich das gefragt hat ,war mein Therapeut;-)



willkommen im Club



hallo in die Runde, ich mache seit nun 5 Jahren eine Kernsanierung eines "Backsteinhauses" aus den 30igern. Weil die Mittel auch nicht unerschöpflich sind, mache ich so viel wie geht selbst. Freunde und bekannte fragen mich auch hin und wieder "wann ziehst du ein?"... ich antworte immer: Weihnachten!. manchmal bekomme ich fragende Blicke, angesichts des Innenrohbaus, wo gerade die Wände mit neuem Grundriss stehen. Jetzt gehts an die Elektroinstallation, Wasser-und Heizung....In diesem Sinne... es braucht viel Kraft und Zeit, deshalb wünsche ich Euch und auch mir diese nicht zu verlieren.
Eine schöne Adventszeit wünscht Helmut



9.



Hallo,
wir haben uns jetzt in neun Jahren einmal durchs (bewohnte) Haus gearbeitet.
Auf insgesamt ca. 160 m² Rigips von Wand und Decke + Spanplatte und Laminat vom Fussboden runter gegen Lehm Holzweichfaserplatte, Holz und tlw. Fliesen getauscht. Bin gerade mit dem Wohnzimmer fertig geworden. Gott sei Dank vor Weihnachten, sonst hätts ein Gewitter gegeben..
aber jetzt machen wir ein bißchen Winterpause und dann müssen wir von außen ran...
Hört halt nicht auf... Ich würd aber nicht tauschen wollen!