Dachdämmung




Hallo zusammen, wir haben uns in der Nähe von Nürnberg ein 150 Jahre altes Fachwerkhaus / ehemaliges Schäferhaus gekauft. Das Haus wurde bereits fachmännisch kernsaniert. Von der Isolierung passt das, soweit man das bei so einem Haus erwarten kann. Lediglich das Dach ist noch nicht isoliert und man steht oben direkt vor den Biberschwanz-Dachziegeln. Da der Raum sehr schön ist und wir diesen in Zukunft auch als Büro nutzen möchten, streben wir eine Isolierung an. Viele raten uns zur Aufsparrendämmung - was jedoch mit einem Abdecken des kompletten Daches verbunden wäre...die Ziegel und der Dachstuhl sind soweit aber noch recht gut und ich scheue mich vor dem Aufwand. Meine Frage geht dahin, ob es auch Möglichkeiten einer vernünftigen Dämmung on Innen / Zwischensparrendämmung gibt und welche Materialien für solch ein Haus verwendet werden können. Dass wir das nicht alles hermetisch abgeriegelt und isoliert bekommen, ist mir klar - und das streben wir auch gar nicht an. Mir geht es um einen vernünftigen Kälte- und Wärmeschutz und vor allem darum, keinen Fehler, bezüglich Kondenswasser, etc, zu machen. Vielen Dank vorab, für eure Rückmeldungen. Beste Grüße, Jochen



Dachdämmung ohne Neudeckung



Technisch einwandfreie Dachdeckungen würde ich nicht entfernen nur um besser dämmen zu können.
Es gibt dazu verschiedene Möglichkeiten, wobei evt eine Aufdoppelung bzw. Verstärkung der Sparren notwendig sein wird- auch abhängig vom geplanten Dämmstandard, Ausbau und Verkleidung.

Wenn genügend Raum vorhanden ist würde ich ca 20-30 cm Dämmstärke vorsehen.
Zellulose ist am günstigsten, benötigt aber einen Hohlraum, in den eingeblasen werden kann.
Möglich ist auch eine Kombination aus Zwischensparren- und Untersparrendämmung.
Dampfbremsfolien sind nicht unbedingt notwendig und sollten nur relativ geringe Sd-Werte von ca 2-3 m haben.
Detaillierte Fragen ggf an meine angegebene E-Mail-Adresse schicken.

Andreas Teich



Gesehen



Die Innendämmung von Dächern wird als System von verschiedenen Herstellern angeboten. Sowohl mit Holzweichfaser als auch mit anderen Dämmstoffen. Pavatex hat eine gute Beschreibung für das System aber auch die anderen Anbieter haben entsprechende Systeme im Angebot. Im Prinzip ist es eine hydrophobierte HWP zwischen den Sparren, die als zweite wasserführende Schicht dient. Darunter dann eine Zwischensparrendämmung für den Bereich der noch übrig bleibt und darunter Untersparrendämmung und Dampfbremse. Es ist nicht ganz einfach den Wasserablauf zu gewährleisten.

Es gibt auch Systeme mit Mineralwolle, also ein großes Angebot.

Einfach erst einmal die Zusammenhänge recherchieren und dann noch einmal etwas konkreter nachfragen. Ich habe gerade bei mir in der Kontextwerbung einige der möglichen Links.



Foliendämmung mit Einblasdämmung



Sparrenaufdoppelung kann man selber machen mit üblichem Tisch-Fräsgerät von Scheppach etc., Fräserverlängerung, Nutfräser 90° von Sautershop etc. ... mit Rahmen und OSB.

Dann kann man mit http://www.isum-einfach.de oder ähnlichen Dingen eine Unterspannbahn legen und mit www.hanffaser.de Stopfhanf als Isolierung nehmen ... oder natürlich Altpapier-Einblasdämmung ... und dann wieder mit http://www.isum-einfach.de die Dampfsperre mit Zusatznutzen installieren.