Dachdämmung ohne Unterspannbahn 2011 (Themen Neuaufgriff)

26.12.2010



Hallo an alle Vorschrieber erst mal...

da die letzten Beiträge schon recht alt sind wollte ich jetzt das Thema mal neu aufgreifen, da bei mir ein teilweiser Dachausbau geplant ist.
Das Dach wurde vor 15 Jahren neu eingedeckt, leider aber auch ohne Unterspannbahn. Ich wollte
1. unter den Sparren eine Folie befestigen (2. wasserführdene Ebene), dass die Sparren rechts und links komplett Luftumspült sind. D
2. Dann eine OSB Platte o.ä. an die Sparren schrauben und
3. dann eine Lattung mit 120mm befestigen und die Zwischenräume dämmen.
4. dann natürlich Dampfsperre und
5. Lattung mit Gipskarton Platten.
Im Dachgeschoss ist genug Platz, also stört mich der stärkere „Mehraufbau“ nicht
Da über diesen ausgebauten Räumen noch ein Spitzboden ist, zirkuliert die Luft zwischen den Sparren bis rauf zum Spitzboden doch ungehindert und ein faulen des Dachstuhls ist dann nicht möglich. Oder hab ich da als nicht gelernter Dachdecker da einen Denkfehler drin?
Falls dann in einigen Jahren das Dach dann neu eingedeckt wird (mit Unterspannbahn)kann man doch theoretisch von außen die Zwischensparrendämmung durchführen, ODER??!
Vorteil: ich hab die doppelte Dämmwirkung und die Räume werden beim Ab- und wieder Eindecken nicht beschädigt.
Ich bin über jeden Beitrag sehr danke bar und wünsch euch allen noch ein frohes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins Jahr 2011
MfG B. Brünler



wenn



Du genug Platz nach innen hats, ist es fast so möglich, aber statt OSB und Folie eine Unterspannbahn, um die Diffusion nach außen zu ermöglichen. Wasserabführend (wohin - auf die Mauerschwelle?) sollte eigenlich die äußere Dachhaut sein. Beim gelanten Aufbau ist das eine Falle für doch eindringende Feuchtigkeit. Über die Art der Dämmung hast Du leider nichts geschrieben.



Tragfähigkeit ?



Eine 120mm "Lattung" würde ich ja schon fast als zweiten Dachstuhl bezeichnen? Wie sieht's denn überhaupt mit der Tragfähigkeit aus? Hast Du das in Deinen Überlegungen schon mit berücksichtigt?



weitere Infos



Hallo ihr Zwei...

Bin grad erst aus dem Weihnachts- und Silvesterstress aufgewacht:-P. Ich hoffe ihr seid auch gut ins neue Jahr gekommen.

zu Olaf: Ich hätte versucht im unteren Dachbereich die Folie zwischen die Sparren knapp über die Mauerschwelle zu legen. Die diffusionsoffene Folie nach aussen ist damit der evtl. feucht werdende Dämmstoff wieder trocknen kann, sehe ich doch richtig?!
Dämmstoff soll Glaswolle (Preiswerter) werden.

zu Stephan: Tragfähigkeit weis ich leider nicht vom Dachstuhl. ich wollte die Sparren auch nicht komplett Aufdoppeln sondern nur an den Punkten wo dann die Querlattung mit 20X40mm o.ä. befestigt wird.
Sind auch nur 2 Flächen von 4x3m die so gedämmt werden sollen.

für weitere Tipps und Anregungen bin ich sehr dank bar
MfG B. Brünler



...



OK! Die 120er Lattung sind also eher in Form von Unterlegklötzchen als Abstandshalter gedacht. ...

Mmh, dann passen Sie auf, daß Sie alles richtig fest bekommen! Bei einer Fläche von 3x4m mag sich die Zusatzmasse in Grenzen halten. Trotzdem wäre die Frage, wie stark ist die Konstruktion bereits belastet!

Wie Olaf bereits geschrieben hat ... OSB außen ist eher ungünstig! Auch Anschlüsse zu Nachbarbauteilen und Ableitung von Feuchtigkeit (Wasser) von Unterspannbahn sauber planen. OSB kann auch innen als Ersatz für Dampfsperre gewählt werden (Fugen sauber verkleben und Dichten).



OSB als Dampfbremse??!



Danke für den Hinweis.
Dann ist es schlecht an die Sparren die OSB-Platten zu schrauben, da die Isolierung nach außen ja diffusionsoffen sein soll, richtig??!

Gruß



OSB



OSB-Platten sind relativ Diffusionsdicht, außen also nicht geeignet.
Obwohl ich früher Steinwolle/Glaswolle verarbeitet habe, würde ich es heute nicht mehr tun. Würde selber mich bei solchen Fällen für Zellulose (etwa 50 Euro/m3) entscheiden.
Meiner eigenen Gesundheit als Verarbeiter zuliebe.
Außen diffusionsoffene Unterspannbahn für Dachschalung verwenden. Holz als Spannhilfe verwenden.