Wärmeausdehnung Stahlträger

14.12.2011



Hallo zusammen,


ich möchte über eine Länge von 8 Metern einen HEA 180 Stahlträger (St37-2) von Außenwand zu Außenwand (30er Hochlochziegelmauerwerk) verbauen. Hierzu hätte ich bzgl. des Einbaus ein kurze Frage:

Ich wollte den Träger eigentlich auf beiden Seiten in das Mauerwerk (ca. 20 cm Auflager) einbetonieren. Laut meinen Berechnungen hat der Träger bei dieser Länge und einer Temperaturänderung von ca. +20 Grad (5 Grad Einbautemperatur -> ca. 25 Grad spätere Wohnraumtemperatur) eine Längendehung von ca. 3 mm. Ist eine solche Ausdehnung und der damit verbundene Schub völlig zu vernachlässigen oder ist eher davon auszugehen dass sich durch den Schub im Mauerwerk Risse bilden werden bzw. sollte man aus diesem Grund einen Stahlträger dieser Länge nicht schub- und zugfest mit dem Mauerwerk verbinden (was ich eigentlich aus Stabilitätsgründen gerne gemacht hätte)?



Vielen Dank für evtl. Antworten/Tipps,

Epi


P.S.: Ich bin kein Statiker, würde mich aber trotzdem sehr über einen Tipp/Hinweis sehr freuen!



mit



den theoretischen Annahmen bin ich nicht so bewandert. Mir fällt als Diskussionsgrundlage aber noch folgendes dazu ein:

Liegt eine Betondecke auf - Beton hat etwa die gleiche Ausdehnungszahl. Dei Betondecke arbeitet also ebenso: Wie hast vor, diese Bewegung aufzunehmen. 30 cm Außenwand - da soll wohl eine Wärmedämmung noch drauf, denn ein 30er Träger stellt eine gute Wärmebrücke dar. Außerdem sind 30 cm als Verankerung nicht ausreichend, denn der Träger hat doch einen Rostschutzanstrich - Beton bekommt da wenig Verbund.
Also - wie breit liegt der Träger auf und kommt da noch Wärmedämmung davor ?





Aussen kommt logischerweise noch ein WDVS-System drauf, dass ist kein Problem. Am Kopf- und Fußende des Trägers würde ich bzgl. der Verankerung z.B. Winkeleisen oder Gewindestangen anbringen, dies stellt also bzgl. des Verbundes auch kein Problem dar. Der Träger soll als Unterstützung einer Holzbalkendecke fungieren (also keine Betondecke vorhanden).

Problem/Frage bleibt also lediglich nur, ob ein solcher Träger einbetoniert werden sollte?

P.S.: Der Träger wird am Kopf- bzw. Fußende ca. 18x20 cm aufliegen. Durch das Betonieren hätte ich natürlich gleich ein darunterlegendes Betonpolster im Mauerwerk geschaffen.



Stahlträger



Träger dieser Länge können nicht einfach ins Mauerwerk einbetoniert werden.
Das ergibt ein völlig anderes statisches System.
Üblich ist so einen Träger auf einem Loslager und einem Festlager gelenkig einzubauen. Träger und Auflager sollten also bemessen und durchkonstruiert werden. Das muß keinen Riesenaufwand bedeuten, schützt aber vor späteren Rissen in den Außenwänden. Außerdem erleichtern solche Auflager Montage und Ausrichtung.

Viele Grüße





Vielen Dank!


Genau eine solche Einschätzung/Antwort habe ich mir gewünscht. Ich bin mit meinen Einbauzweifeln bzgl. der Ausdehnung also nicht falsch gelegen. Der Träger wird vom Einbau deshalb mit einem Fest und einem Loslager konzipiert werden müssen (die Lager natürlich entsprechend berechnet).


Besten Dank und Grüße,

Epi