Innendämmung mit Styropor

16.09.2004



Hallo,
ich habe ein Fachwerkhaus gekauft, das (laut Tapete 60er Jahre) von innen hinter einer Rigipsverkleidung mit Styropor gedämmt wurde. Dann kommt das ausgemauerte und verputzte Fachwerk und außen sind Blechplatten angebracht. Dies habe ich bei einem Leitungswasserschaden entdeckt. Meine Frage: Muß das Styropor raus? Besteht die Gefahr, dass die Balken faulen?

Vielen Dank
Gruß Andreas Nettersheim



innendämmung



Diese Frage wurde bereits oft gestellt. Das Polystyrol muss raus. Fachwerk verträgt nicht (Bauphysikalisch gesehen) eine starke Innendammung. Es gibt dafür andere Lösungen die hier auf dem Forum bereits mehrfach beschrieben worden sind. Sind die Außenblechplatten aus Zink? Es gab eine Zeit Anfang des 20 Jh. in welche Blechplatten auf Fachwerk angebracht wurden. Manche diese Häuser stehen unter Denkmaschutz.



Fachwerk + Styropor



Hallo,

klar, Styropor muss unbedingt raus! Innendämmung möglichst mit Lehmmaterialien. Wir haben mit Holzleichtlehm und Strohmatten gearbeitet und geben gerne weitere Infos.

Gruß

R. Lehner



styropor im Fachwerk



Antwort auf Ihr Schreiben in mein "Profilbox":
Zinkplatten wurden ab ca. 1900 auf Fachwerk mit Lattung aufgenagelt.
Dahinter ist ausreichende Lüftung vorhanden. Ich hätte da keine Bedenken. Aber 2 cm Styropor bringen kaum was in Dämmung, und der Taupunkt wird dadurch mehr nach Innen gerückt. Die Dampfdiffusion liegt zwischen µ = 20 l und 50 l., je nach Leitfähigkeit. Falls eine Innendämmung unbedingt sein muss, dann sollte man etwas festeres Material benutzen, das beste wäre Stamppfleichtlehm, oder Leichtlehmsteine, oder Weichfaserplatten. Das Problem bei einer starken Innendämmung einer Außenwand, ist der Verlust an Wärmespeicherung. Durch starken Innendämmung ändern sich die bauphysikalische Eigenschaften des Gebäudes.
Dies kurz gefasst, es ist eine Wissenschaft für sich.
mit freundlichen Grüßen
J.E.Hamesse