Zellulose(platten) selber machen?! [Dämmung]

01.03.2012 Jan



Da ich mit einem Minimalbudget ein Fachwerkhaus retten muss, bin ich stetig auf der Suche nach Ideen wie ich das realisieren kann. Jetzt kam mir die Idee - kann man Dämmung nicht eigentlich auch selber aus Zellulose machen?

Zelluloseflocken selber machen stelle ich mir schwierig vor, aber evtl. Platten. Sowas habe ich als Kind schon immer im Kleinformat gemacht. Was haltet ihr davon, habt ihr Ideen zur Verwirklichung, Tipps, etc.

Die Platten würde ich dann als Innendämmung verwenden. Spräche etwas dagegen?! Oder wäre es auch denkbar Altpapiermasse mittels verlorener Schalung einzubringen, evtl. noch mit Holzhäcksel, Stroh, etc. gemischt?!

Genügend Altpapier zu besorgen dürfte möglich sein. Aber wie zerkleinere ich es? Baumischer und Wasser? Wird das klappen/reichen?

Sollte man reines Zeitungspapier nehmen und was ist mit Pappe?

Ist es sinnvoll dem Altpapier noch etwas zuzusetzen, z.B. um den Feuerwiderstand zu erhöhen (z.B. Borsalz/Borax - und wo bekomme ich soetwas günstig). Würde Kartoffelstärke etwas bewirken, und muss sie "erhitzt" werden?

Ich vermute einmal, dass ich kein zusätzliches Bindemittel benötige, wenn ich Platten machen will, wenn es jedoch nicht klappt, wäre Kleister eine Möglichkeit, oder reduziert sich dadurch die Dämmwirkung?

Also liebe Tüftler, was meint ihr?


NACHTRAG: Eine Pyramide aus Altpapier
http://www.derwesten.de/staedte/oberhausen/neue-pyramide-aus-altpapier-id993327.html
http://www.hochtief.de/hochtief/9067.jhtml?id=161



Selfmade Dämmung



Hallo Jan ,so ähnliches haben wir in den achtzigern mit Zeitungsbriketts gemacht,große Begeisterung....das Problem du musst das Papier im Wasser einweichen und da bleibt eine Brühe voller Druckerfarbe über und das wars dann schon mit privatem Ökorecycling.
Trotzem guter Ansatz.

Grüße Martin



Werte für Zellulose



http://www.waermedaemmstoffe.com/htm/zellulose.htm

P.S. Und bitte nur ernst gemeinte Antworten. Und auch keine in der Art - warum willste überhaupt dämmen? etc.



Zellulosedämmung selber machen ..



.. soll ich dir n Locher leihen ?
8:)

Jürgen Kube



Locher ist gut!



Hallo

Wenn Sie schon so knapp im Budget sind - dann lassen Sie es einfach mit der Dämmung!

Kein Aufwand, keine Kosten, Keine Schäden!

Glauben Sie wirklich, dass alle Leute der vergangenen Menschheitsgeschichte wirklich so blöd waren und haben die Dämmung nicht erfunden????

Erzählen Sie jetzt nicht die Geschichte vom Komfort, von den Millionen von Menschen die an Unterkühlung gestorben sind …!

Warum denn kompliziert, wenn es einfach auch geht!

Würde mir das "Dämmthema" noch mal ausgiebigst zu Gemüte führen.

FK



Ui der "böse Antwort Klicker"



So wollte ich das nicht verstanden wissen.

Nee - Kleben Sie zerfitzelte Zeitungen aneinander udn mischen Sie mit Mixxern Pyramiden aufeinander udn freuen sich über eine gelungene Fassadendämmung
Ihre Fragen sollten in einer Materialprüfanstalt einer Hochschule untersucht werden.

… sorry: ich bin kein Tüftler sondern Realist!

Viel Erfolg bei der "do it yourself" Zerstörung eines weiteren Fachwerkhauses!

… und vergessen Sie nicht den Bottom zu klicken:
böse Antwort!

P.S.

Mein Statement: Dämmung ist sinnlos und macht mehr kaputt als es Nutzen bringt!

FK



Das verstehe ich auch nicht …



Sie reden vom Minimalbudget und das heisst: GELD!

Und GELD kostet auch eine INNENDÄMMUNG, die noch irrsinniger ist, als eine Aussendämmung, denn da tanzt die Bauphysik Ihnen und der armen geprellten Dame auf der Nase herum!

Das Prinzip: DÄMMUNG ist krank und riskant.
Es sind mehr Häuser und Konstruktionen an Dämmung kaputt gegangen, als ohne!
Setzen Sie Lehmwickel, Lehmsteine, Abbruchsteine in KLehm in die Gefache und lassen Sie den Versuch bleiben, denn Sie werden dadurch die Dame nicht betören sondern eher in einen weiteren Ruin treiben.

Ob Sie das glauben wollen oder nicht!

Ich würde Sie gerne davon bewahren, eine bauliche Dummheit zu begehen und dadurch Schaden anzurichten.

Wenn Sie es also besser wissen und können - dann will ich Ihren Erfolg nicht schmälern oder abspenstig machen.

Wenn Sie die Augen vor der Realität nicht aufmachen wollen - dann lassen Sie es!

Die Zeit wird urteilen.

Viel Erfolg!

FK



Blaue Tonne



@ Jan

Das Hauptproblem sehe ich wirklich darin das Papier durch den Druck Schadstoff belastet ist ,im Pyramidenartikel ist von Kompostierung die Rede ,wenn das Zeug aber auch noch imprägniert ist,halte ich so ne Aussage für ganz großen Bullshit!

Die einzige Erfahrung in der Richtung habe ich wie gesagt mit Papierbriketts und das war ein Schuß in den Ofen!

Grüße Martin



Dämmung



Also wenn teilweise nur noch das Skelett steht und kaum Budget vorhanden ist, gibt es sicher erst erstmal sinnvollere Dinge zu tun, als zu dämmen. Da hat Herr Kurz doch Recht. Und sein Vorschlag für den Wiederaufbau der Wände ist doch sinnvoll!



Lieber mit Stroh!



Jan,

wenn sowieso nur noch das Fachwerk steht, wäre jetzt die Gelegenheit, die Gefache mit etwas dämmendem auszufüllen. Das können z.B. Strohballen sein. Die werden dann innen und außen verputzt. Und das kann man alles selbst machen.

Wende Dich doch mal an Beate Ortlepp: beaortlepp@gmx.de
Die hat nicht nur so ein Haus, sondern die hat auch die nötige Ahnung dazu.

Gruß
Wolfgang



flexCL® - optimal für Schallschutz und Trockenbau



Hier einmal eine fertige Zelluloseplatte: http://www.homatherm.com/produkte-neu/flexible-daemmmatten/flexclR.html



Präzision der Sprache!



Sie schreiben:
Das heisst also, alle Zellulosedämmungen funktionieren nicht, bzw. helfen nicht?
Flocken, Gespinste und das, was uns als Dämmstoff verkauft wird, wird sich im Laufe der Zeit vollsaugen und absaufen und über kurz oder lang zu Schäden an den Konstruktionen führen.
Helfen und nutzen bringen sie dem Produzenten und dem Händler und dem der damit Prozentualbautenabrechnungen in die Höhe treiben will!

Funktionieren tut das auf lange Sicht nicht!

Unsere Gesellschaft ist eine KONSUMGESELLSCHAFT geworden in der alles konsumiert werden muss - d.h. wegschmeissen und neu kaufen!

DAS gab es früher nicht!

Arme Leute haben früher mit Lehm gebaut - die mehr hatten nahmen Kalk, das hält länger!

Wenn die Dame klamm ist und Sie helfen wollen oder müssen machen Sie es wie in Ihrem Slogan steht: mit den Händen helfen!

denn davon hat sie am meisten - und keine Dämmung (Kosten + Risiko)

Die Masse machts!

und sinnvolle Heizung!

FK



OK...



ich fasse zusammen:
1. Dämmen ist doof.
2. Wer kein Geld hat, soll erst die Gefache machen, bevor er sich GEDANKEN über Dämmung macht.
3. Gefache lassen sich auch mit Stroh dämmen.
4. mit Zeitungsbriketts gehts auch - nur die Druckerfarbe ist doof.

Soweit so gut, aber hat vielleicht jemand Antworten auf die Fragen, die ich gestellt habe? Oder Ideen?
(@ Grünspecht: Vielen Dank für deine Beiträge, die wenigstens auf meine Frage eingehen).



Zellulosedämmung



Ein Tipp aus meiner beruflichen Praxis:
Wenn jemand billig bauen will wirds teuer.



Druckfarben…



… basieren übrigens überwiegend auf Ölen und Harzen, in die dann die Pigmente eingearbeitet sind. Bei Schwarz besteht das Pigment üblicherweise aus Ruß, bei Zeitungsdruck sind auch die anderen Pigmente in der Regel unschädlich.

Fies wird das Recycling, wenn es um Hochglanzprospekte geht:
Hier kommen z.T. bedenkliche Sikkative zum Einsatz, auch die Stoffe für die schnelle UV-Trocknung sind nicht ohne.
Beim Hantieren mit solchen Farben verzichte ich nie auf Schutzbrille und Handschuhe.

Die von Florian Kurz erwähnte Gefahr, dass so eine Papierschnitzeldämmung evtl. Wasser zieht und verfault, würde mich allerdings rein gefühlsmäßig davon abhalten, das schließt auch käufliche Zellulosedämmungen mit ein. Ist aber nur so ein Gefühl. Ich musste mal ein paar Jahre lang täglich an einer Zellstofffabrik vorbeifahren, der Gestank der faulenden Stapel Recyclingpapier reichte kilometerweit als Brechmittel.

Der richtige Mann für solcherart unkonventionelle Lösungen in Sachen Dämmung wäre sicherlich Prosper Mathieu mit seiner Heftreihe "Einfälle statt Abfälle". Soweit ich weiß, sieht er das Dämmen aber auch kritisch und würde ggf. lieber auf Masse (Lehm, Ziegel…) und einen ordentlichen Grundofen (natürlich selbstgebaut) setzen.



Lass doch mal die Kirche im Dorf



Dein Grundgedanke ist der ,da ist viel Rohstoff für lau ,warum soll ich das nicht nutzen,so versteh ich das zumindest.

Ich finde aber den Herstellungsprozess äußerßt schwierig und problematisch,das ganze wird mit sehr viel experimentiererei und Aufwand zu lösen sein.

Was überall zu finden ist ,ist Lehm ,Sand ist nicht teuer ,Stroh/einstreu ist nicht teuer,alles Materialien die um ie Ecke zu haben sind.
Die Herstellung einer "Dämmung", ne Wand dämmt ja auch ,aus diesen Grundmaterial ist denke ich weniger aufwändig und leichter realisierbar ,wie ne Zellulosedämmplatte in Eigenregie zu konstruieren.
Deine Idee ist gut,nur läuft die irgendwie technisch aussem Ruder.

Grüße Martin



Alle reden hier immer davon, …



… dass Lehm quasi überall zu finden ist. Manche holen ihn sich sogar einfach aus dem Straßengraben.

Wir haben hier z.B. viel sandigen Heideboden, das ist alles Naturschutzgebiet, daran grenzt lehmige Börde an, da gehört alles den Bauern.

Die Praxis sieht dann also so aus, dass man sich was von Claytec & Co. kommen lässt. Das ist dann aber teurer als das Zeug vom örtlichen Baustoffhandel. Ist zwar auch okay, aber vielleicht bin ich ja zu spießig oder unkonventionell:

Soll man sich einfach den Anhänger vollmachen, wenn man eine gute Stelle gefunden hat (natürlich vorher dem Besitzer eine Flasche Bier oder etwas Kleingeld für die Kaffeekasse gegeben). Ist das so gemeint?



@Christian



Ok ,hier wo ich wohne und mein Haus steht ist Lehm für mich verfügbar....ich denke die wenigsten Leute trauen es sich zu ,Lehmputz,Steine,Mörtel selbst herzustellen,was auch nicht einfach ist und wo das Material stimmig sein muss,aber eher für mich Laien machbar.
Das du Einfälle statt Abfälle in Zusammenhang mit Grundofen selber bauen bringst,gruselt mich! Learning by burning?

Grüße Martin



Blöde Situation



Ich bin beileibe kein Dämm-Gegner und will bei mir aus Komfortgründen auch eine Dämmung einbauen lassen. Aber von irgendwelchen Experimenten würde ich Abstand nehmen. Wenn es schief geht kann man da nämlich durchaus weitere Schäden am Haus verursachen. Gefache ausmauern und dann innen einen Putz drauf. Das dämmt durchaus schon spürbar, wie ich letztens in meinem zukünftigen Haus testen konnte. Wenn irgendwann wieder Geld da ist kann man sich immer noch Gedanken machen, ob man dämmen will.

Davon abgesehen ist dein Plan in so großem Maßstab nicht so einfach zu realisieren. Damit du eine "Masse" bekommst muss das länger einweichen was schon eine ziemliche Sauerei ist, wenn du Briefpapier herstellen willst. Dieser Papierbrei enthält viel Wasser und muss erst wieder trocknen nachdem du das geschöpft hast, was schon eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen dürfte. Ich denke nicht, dass es möglich ist, mal eben so zu Hause aus ner alten Zeitung eine Zellulosematte herzustellen. Inwieweit da noch Brandschutzbestimmungen reinspielen weiß ich nicht.



Hallo Jan ,



bitte die flapsige Antwort mit dem Locher nicht krumm nehmen!

"Dämmen" würden vielleicht auch die Zeitungen aufgestapelt vor/in der Wand .Aber die Feuchteregulierung würd schwierig.
Vom Brandschutz mal abgesehen .

Vor ewiger Zeit habe ich bei einem Baumeisterhandwerker eine solche Dämmung gesehen : Meyer's Konversationslexikon ( die Ausgabe mit den Lithographien und in Leder ,grr ! ) in eine nicht mehr benötigte Türöffnung gestapelt , hielten wunderbar die Unbillen der Witterung ab und muffig rochen die wohl auch schon vorher..

Da ich weiß , welcher Aufwand hinter der Herstellung einer scheinbar einfachen Sache wie Zellulosedämmung steckt , scheint mir die eigene Fabrikation schlicht zu zeitintensiv und im qualitativen Ergebnis zu unkalkulierbar .

Eigentlich werden die Papiere nur zermahlen , gelöst und mit zB. Borsalz versetzt , aber , das will ich mir nicht verkneifen : Kondome sind auch nur aus Baumharz ..,glaub ich ?

Ich schätze trotzdem derartige Überlegungen zu Direkt-Recycling , würde aber das Rad nicht nochmal erfinden wollen . und mich persönlich auch nur an das mir fachlich Vertraute wagen .

nix für ungut
Jürgen Kube
Fensterecke Brüggemann + Kube ZiMMEREi
www.fensterecke-minden.de



Papierziegel ..



als Gefachdämmung hab ich schonmal in einem Bauwagen gesehen.
Innen nur Profilholz und dann Ofenheizung ..

Mit Lehm verputzt als Dämmung in Holzkonstruktion könnte ich mir das wohl vorstellen .
Sollte man vielleicht einen kleinen Experimetalbau versuchen ?
Gruß Jürgen Kube
FensterEcke Brüggemann + Kube ZiMMEREi
www.fensterecke-minden.de





Ich geh in den Garten grab 60 cm tief und finde genau den Lehm den die Bauleute vor ca 150 Jahren für den Bau des Hauses genommen haben ....
Jan ,probier es aus jag das Papier durchn Häcksler ,mit Wasser vermischen ,einweichen ,Presse bauen und los gehts.

Mir reicht es vollkommen aus ,den traditionellen Techniken zu vertrauen und mir diese, versuchen anzueignen,was oft schon schwer genug ist ,warum muss es immer neu und innovativ sein?Reicht das Alte nicht,es ist doch gut.

Grüße Martin



Wenn ich ...



... es schaffe 60 cm tief zu graben, dann habe ich Felsen, Flusskies, etc. Da ist natürlich auch Lehm zwischen, den kann ich versuche auszuwaschen, aufzufangen, zu trocknen, ....
..äh, ne danke!
Unsere Vorfahren haben auch "Leichtlehm" mit Holzkohle erstellt. Ist jetzt auch nicht so mein Favourite (die hatten noch die Kohle ;-) ich nicht).

Abgesehen davon hat man mir eingebleut "Lehm dämmt nicht".

Übrigens, es gibt viele, die heutzutage Lehmbauplatten verwenden. Da wollte wohl jemand ebenfalls das Rad neu erfinden. Ich hab trotzdem nichts gegen Lehmbauplatten, oder Holzfasermatten oder Hanfdämmung - nur weil es das früher nicht gab.
Es tut mir leid, dass ich nicht so spiessig bin und gleich von vornherein nur auf 08/15 (Natur)Baumarkt-Lösungen baue. Nur weil es nicht üblich ist oder keiner davon weiss, heißt das nicht, dass eine andere Lösung nicht gut ist.
Darum frag ich erstmal rum. Denn Cellulose als Dämmung zu nehmen - ist nicht meine Erfindung.
Cellulose habe ich - in der blauen Tonne - und jetzt frage ich, wie man damit dämmen kann.



Das ist wohl das Problem



Viele können dir sagen das du es besser mit Lehm machst und viele können dir auch sagen das du es ganz sein lassen sollst.

Deine Idee hat anscheinend noch keiner in dem Maßstab ausprobiert oder Erfahrungen gemacht. Deshalb ist einen guten Rat geben auch schwer.

Die Schwierigkeit ist ja nicht das Papier klein zu bekommen oder durch einfache Bindemittel miteinander zu verbinden, das bekommt sogar meine 2 jährige Tochter hin.

Das Problem ist ja eine leichte praktikable Platte hin zu bekommen, die du mit einfachen Mitteln selber ohne große Anlage herstellen kannst. Da kann dir wohl keiner wirklich weiter helfen. Ich denke du mußt dafür eine Streueinrichtung bauen, die dir einen zumindest einigermaßen homogenen Kuchen streut, den du in einer beheizten Presse(Tischlerpresse) trocknen kannst.
Sicher ist sowas möglich. Im Grunde werden die Zelluloseplatten auch nicht anders hergestellt.

Erste Aufgabe Papier durch den Häcksler(großer Gartenhäcksler ?) jagen. Dann versuchen das ganze nicht zu feucht und doch mit Bindemittel zu versehen.
Dann würde ich versuchen zwei Rundbürsten in ca 1 m Länge so anzuordnen, das sie dir diese leicht Feuchte Zellulosemasse streuen(werfen) können. Ähnlich einem Miststreuer nur lockerer.
Nun kannst du, wenn du eine Tischlerpresse hast, dir einen Alu-Rahmen bauen mit einer Grundplatte. Der Rahmen sollte zu öffnen sein. Streu satt einen Kuchen in den Rahmen und dann ab in die Presse und beobachte und versuche bis du die Konsistenz gefunden hast die stabil und doch leicht, fest und doch elastisch ist, das du sie verwenden kannst.

Frag doch mal bei Homatherm an, ob du dir mal die Produktion ansehen kannst. Dort wird das was ich oben stehend im kleinen erklärt habe in größerem Maßstab und im Durchlauf gemacht.

Mir wäre der Aufwand aber ehrlich gesagt zu groß. Die Gefahr der Einbringung von Stoffen die ich nicht kenne zu gefährlich und das Lehrgeld bis du eine funktionierende Platte hast zu hoch. Auch wären mir die Eigenschaften der entstandenen Platte zu ungewiss.
Aber jeder ist seines Glückes Schmied (3 € ins Phrasenschwein) und warum sehen wir hier nicht die Anfänge einer neuen Recyclingplatte.


Mal eine andere Idee. Lass dich doch mal von Martin Grünspecht am Wochenende auf einen Tee und ein Stück Streuselkuchen einladen (Bringe ich zur Not mit). Schau dir seine Lehmlösung an und wenn dir die gefällt, gibt es hier im Bergischen sicher genug Stellen, an dem du dir einen Anhänger mit Lehm voll machen kannst.



alte Zeitungen



Ich finde die Idee gar nicht sooo schlecht, habe mich auch schon damit beschäftigt, aber den Gedanken wieder verworfen.
Grund: Ungeziefer und Mäuse werden es lieben, sich nette kleine Höhlen bauen. Du baust dir quasi kleine Briketts, die du an die Wand montierst, also Brandschutz=Null. Und es ist eine Schweinearbeit, rechne mal den Stundenlohn aus, dafür kannst du dir dann auch etwas kaufen.
Ich habe mich für Holzweichfaserplatten entschieden, sind recht günstig, man kann sie selbst montieren und sie sind diffusionsoffen, also für Innendämmung geeignet.

Gruß
Axel



Dämmung



Ich will mich nicht zu Ihren Experimenten äußern, weise Sie aber auf folgende Konsequenzen hin:
Sie bauen mit einem nicht zugelassenen Material mit nicht definierten und nachvollziehbaren Eigenschaften. Ob das funktioniert ist reiner Zufall, falls Sie nicht in ernsthafte Materialforschung und lange Versuchsreihen investieren wollen.
Ob und wie das funktionieren wird wissen also Sie erst, wenn es ein paar Jahre verbaut ist.
Bei Eigenleistung am eigenen Haus und bei Selbstnutzung mag das Bauen nach dem Zufallsprinzip noch angehen, aber Häuser leben länger als ihre Besitzer bzw. Nutzer. Haben sie mal an ihre Nachfolger gedacht?
Im Veräußerungsfall (egal ob Sie oder Ihre Erben) stellt Ihre Bauweise eine erhebliche Wertminderung dar, selbst wenn sie bis dahin funktionieren sollte (was ich sehr stark bezweifle). Auch im Vermietungsfall wird das den Mietzins erheblich drücken, wenn überhaupt jemand dafür als Mieter gefunden wird.
Auf die Probleme mit Ihrer Versicherung im Schadensfall wurde bereits hingewiesen.


Viele Grüße



Renocell



Bim beim surfen jetzt über Renocell gestoßen. Die hatten eine ähnliche Idee. Renocell wird feucht aufgetragen.

Hier die Produktbeschreibung:
http://www.tonis.de/renocell.html#block79

Und hier ein Powerpoint von der BSR-TU mit Untersuchungsergebnissen zu den Eigenschaften:
http://www.bauxund.at/fileadmin/user_upload/media/service/2011Symp_Gesund_Sanieren/Buxbaum_Symp_Gesund_Sanieren_bauxund_Nov11.pdf



Moin Jan,



sprich doch deine Taupunktfrage (sehr berechtigt übrigens!) mal mit einem Techniker der diversen Hersteller durch. Die müssten dir sagen können, was sie dazu erforscht und welche Massnahmen sie umgesetzt haben. dann kannst du gucken, ob das auch in low-tech machbar ist.

Ich habe seit 2 Jahren eine Flockendämmung aussen und die Frostperiode ging mir doch relativ am Dingens vorbei. Dat Zeug liegt aber luftig und sollte einen gewissen Feuchteeintrag auch wieder ablüften können. Die Fasern werden speziell zerkleinert, damit sie sich intensiv ineinander verzahnen und Setzungssicherheit gegeben ist.

Ich denke es ist kein Problem irgendwelche Pappmacheeziegel- oder Platten selbst herzustellen, der Dämmwert dürfte auch ordentlich sein, nur ob die auf die Dauer mit der Feuchtität hierzulande klarkommen, musst du dann halt selber ausprobieren. Die Papercrete-Fraktion baut m.W. auch eher in trockenen Klimazonen.

Gruss, Boris



Renocell - Daten



Bei Renocell werden die Fasern mit Leim gehalten (wird mit Leim-Wasser Gemisch aufgesprüht), dadurch scheint sich aber die Dämmfähigkeit zu verschlechtern. Dafür kann direkt darauf ein Putz. Hier einmal ein paar Kennzahlen:

Wärmeleitzahl ? (Messwert) des Systems:
>>0,052 W/mK

Brandschutz und Fungizid
>>Mittel>> Borsäure und Borpentahydrat oder Ammoniumphosphat
>>Werte>> 100 mm / B – s2, d0 bzw. 40 mm / E


Trockenraumdichte
ca. 93 kg/m³
Wasserdampfdiffusionswiderstand µ
ca. 2,4

Aussage bzgl. Kondensation (aus Infoprospekt):
Wasserdampf kann in den Zellulosedämmstoff eindringen. Aufgrund der größeren Wärmeleitfähigkeit und des größeren Dampfwiderstandes des Innenputzes im Vergleich zum Dämmstoff, kommt es an der Schichtgrenze zwischen diesen zu Kondensation. Da der Zelluloseputz eine sehr hohe Flüssigwasserleitfähigkeit besitzt, kann die Feuchte schnell zur raumseitigen Ober?äche der Dämmung transportiert werden, wo sie – aufgrund der höheren Temperatur – wieder verdunsten kann. Der Zelluloseputz ist in der Lage, sehr viel Wasser aufzunehmen, wodurch die bei extremen klimatischen Verhältnissen anfallende Feuchte gespeichert und später an den Raum abgegeben werden kann.

Quellen:
* http://www.holzbau-fluck.de/RENOCELL_Innendammsystem.pdf
* http://architekturundenergie.surfino.info/uploads/Ausstellerinformationen_klen.pdf

Ich werd mal folgendes anfragen
-> was ist jetzt, wenn man (o. eine spätere Generation/Mieterschaft) tapeziert, oder streicht, oder einen Schrank davor stellt



Mal ne ganz blöde Frage an Jan....



..die, ich gebe es zu, gar nichts mit dem Thema zu tun hat.

Jan, warum stellst du eine öffentlich lesbare Frage, während deine eigenen Antworten dazu nur für eingeloggte Mitglieder zu lesen sind? Es sei denn es handelt sich um irgendwelche Infos die du aus dem Netz angelst?

Ist mir schon in einem anderen Thread aufgefallen. Die Methodik verstehe ich nicht so ganz!

Neugierige Grüße
Martin