Erste Schritte auf alten Holzdielen

03.07.2006



Erst einmal hallo an die Community. Ich lese schon seit einiger Zeit im Forum mit und hoffe nun, dass ich nicht allzu dumme Fragen stelle...

Wir haben vor kurzem ein Fachwerkhaus aus dem Jahr 1912 gekauft, das in den letzten schätzungsweise 30-50 Jahren nach meinem laienhaften Verständnis ziemlich "misshandelt" worden ist. Dass es ein Fachwerkhaus ist, musste uns erst gesagt werden; es ist alles zugepappt und verkleidet. Leider sind wir komplette (aber inzwischen ambitionierte) Laien, die eigentlich nicht direkt auf der Suche nach einer solchen Hausforderung waren. Aber eine sinnvoile und bezahlbare Renovierung, bei der nicht mehr als nötig ersetzt und "herausgerissen (siehe Forum)" wird, liegt uns schon am Herzen. Nun brauchen wir als komplette Laien, jeden Rat, den wir bekommen können.

Wir haben nun zunächst begonnen, die alten Teppichböden und diversen Zwischenschichten (3-5-lagig) herauszunehmen (ich vermeide das Wort "herausreißen" ;-).
Zum Vorschein kommen unter anderem in drei Räumen schöne alte, genagelte Holzdielen, die mir erhaltenswert erscheinen.
Aber: es gibt ziemliche Spalten, zum Teil bis zu 1cm - und das schon im Sommer - und teilweise auch Verwerfungen (gebogene Kanten) und Niveauunterschiede. Wie geht man damit um?

Auch sonstige Hinweise, was wir möglichst vermeiden sollten, wenn wir das Haus nun Schritt für Schritt bewohnbar machen (Heizung, Elektrik, einige Wände "entfachen", ein zusätzliches Fenster und ein neues Bad einbauen) wären sehr willkommen.

Danke
Beate



spalten



kann eine fachfirma, die Holz liebt, sehr gut und geschickt ausspanen - die frage ist, wie lange es hält. der Holzboden arbeitet halt weiter - wie stark, hängt sicher auch davon ab, wie trocken er wirklich ist und wieviel Feuchte sie im laufe der bauarbeiten einbringen, z.b. durch putzarbeiten.
die gute firma nimmt dafür auch passendes altholz.
grobe verwerfungen bekommen sie beim Schleifen gut hin, wenn die Dielung dick genug dafür ist.
ansonsten können sie halt nicht erwarten, einen wirklich ebenen boden zu erreichen, ein gewisses maß an "unvolkommenheit" gehört dazu, damit muss man leben können, das macht auch die schönheit aus.



Gibt es auch irgend ein Harz?



Vielen dank für die Antwort!

Ich hatte eigentlich auf irgend eine Lösung mit Harz, dass eine Restflexibilität behält o.ä. gehofft.

Hat da jemand eine Idee?

Danke
Beate



Ausspanen -



- ist nach wie vor die beste Methode, Fugen in alten
Dielen zu schließen. Allerdings sollte der Leim nur an
einer Seite der Leistchen aufgetragen werden, daß jede
einzelne Diele weiterhin für sich allein arbeiten kann.
Gießharze haben immer eine andere Farbe als die Dielen.
Selbst bei einem deckenden Anstrich MUSS man davon ausgehen, daß die harzgefüllte Fuge zickzackförmig aufreißt.
-
A. Milling