Sockel verputzen Übergang Erdreich

30.09.2017 cybill



Hallo,

ich habe hier schon viel und oft gelesen und viel erfahren. Es geht um eine Doppelhaushälfte aus den vermutlich 50er Jahren. Die Wände sind ca. 40 cm dick und aus Ziegelsteinen. Der Keller ist unverputzt, war aber evtl. mal an manchen Sellen verputzt. Minimale Reste sind vorhanden. Auch die Fugen sind hier und da sehr offen. Setztrisse sind vorhanden. Der Boden wurde mit Beton ausgegossen. Durch Lüften und Reparieren der Regenrinne (Haus stand mind. 2 Jahre leer) ist bereits eine Trocknung festzustellen. Später will ich im Keller Kalkputz aufbringen. Der Keller darf auch feucht bleiben.
Hofseitig war am Sockel sehr dicker Zement verputzt worden. Dieser ist zu 2 Dritteln runter. Dabei fielen Schwarten von Zement mit abgebrochenen Ziegelsteinen ab. Die Fugen sind sandig. Ich habe etwa 40-50 cm tiefer gegraben. dort waren die Fugen nur noch mit Erde gefüllt. diese habe ich mit reinem Kalkputz (3 Teile Sand 1 Teil Kalk) bereits teilweise aufgefüllt (sehr tiefe Fugen).
Vor dem Winter würde ich den Graben gern schließen, weiß aber nicht wie ich hier vorgehen soll.
Abdichten möchte ich nicht, wenn es nicht sein muss.
Was mich irritiert:
Ich habe von feuchten Kellern gelesen und dass man am Sockel den Zement entfernen soll, weil dann eine bessere Trocknung stattfindet. Jetzt wo ich den Sockel Verputzen will, lese ich, dass man da Zementputz (Unterputz) und Kalk-Zementputz als Oberputz nimmt.
Der Sockel soll ja wie ich gelesen habe, ca. 30-40 cm tief also unterirdisch, begonnen werden zu verputzen. Wie gestaltet sich da der Übergang zu dem Bereich über der Erde. Saugt der Putz in der Erde nicht die Feuchtigkeit in den Putz über der Erde? Oder mache ich da einen Absatz? Die Ziegelsteine die noch tiefer liegen, werden ähnlich schlechte Fugen habe. Sollte ich noch tiefer graben und hier neu verfugen, oder kann ich das so lassen?



Sockelübergang sanieren



Unter der Geländeoberkante keinen Kalkputz verwenden.
Ebenso nicht bei feuchten Kellerwänden.
Bei Dauerfeuchtigkeit kann Kalk nicht karbonatisieren.

Für die Perimeter- und Sockelabdichtung kann auf tragfähigem Untergrund (Fugen müssen geschlossen sein)
zB MB 2K von Remmers oä. verwendet werden.

Wenn kein Wasser eindringen kann wird er auch nicht durch Frost geschädigt.

Wenn es Absätze zwischen beiden Putzflächen gibt den Eckbereich ausrunden und dann Dichtspachtel auftragen.



dann nur reinen Zementputz für die Fugen ?



und dann eine Dichtschlämme auftragen von 40-50 cm unterhalb Gelände bis etwas über Erdniveau?
Dann Putz (wieder einen Zementputz?) unterhalb und oberhalb und dazwischen den Dichtspachtel, oder hab ich das falsch verstanden?
Die Wände im Erdreich sind immer noch feucht. Der Kalkputz in den Fugen ist daher immer noch nicht ausgehärtet.
Einen Zementputz wollte ich eigentlich nicht anbringen. Der Keller ist ja noch feucht. Bin leider immer noch verwirrt.