Schwellbalken austauschen bei altem Berghaus / Fußboden auf Erdreich

16.05.2020

Schwellbalken austauschen bei altem Berghaus / Fußboden auf Erdreich

Hallo, ich habe ein kleines Berghaus und nun angefangen zu sanieren. Das Haus ist ca. BJ 1870. Beim Entfernen der Wandverkleidung und des Fussbodens habe ich festgestellt, dass der Schwellbalken morsch ist. Dieser muss ausgetauscht werden. Der Balken liegt nur auf ein paar Feldsteinen, die im Dreck liegen und ist von außen von oben mit Bleiblech abgedeckt. Es gibt also keinen richtigen Schutz gegen Feuchtigkeit.
Es gibt keinen richtigen Sockel aus Feldsteinen, auch kein Fundament.
Meine Vorstellung ist, Fundamentsteine zu Verlegen und den neuen Balken darauf zu legen. Der Untergrund ist fest (Fels, Feldsteine).
Sicherlich hätte ein Fundament auch einen gewissen Charme und Vorteile, aber es handelt sich "nur" um ein Wochenendhaus.
Jetzt meine Frage - Genügt so eine Bauweise, oder sollte man in jedem Fall ein Fundament machen?

Weiterhin lag der Dielenboden auf Kanthölzern, diese lagen im Dreck, teilweise unterfüttert mit Feldsteinen. Grundsätzlich war von unten alles trocken. Kann man das wieder so verlegen, vielleicht mit einer Schicht Frostschutz unten drin und Dachpappe als Sperrschicht? Oder sollte man das aus heutiger Sicht anders machen (z.B. Beton)

In der Mitte des Raumes war ein Loch, ich denke früher zur Lebensmittellagerung. Die dort sichtbare Felsteimauer ist nicht durchgängig. Habe mittlerweile von Aussen und innen punktuell mal aufgebuddelt.



Schwellbalken tauschen und Bodenaufbau



Der unter den Fenstern durchlaufende Balken läßt sich zum Austausch der Schwelle gut abstützen.
Neue Schwelle am besten aus Eiche oder Lärche herstellen.

Steine auf dem Felsuntergrund genügen völlig als Auflager für die Schwelle.
Entweder Mörtelbett darüber mit Bitumenbahn
oder Granit, Gneis o.ä.verwenden, die keine Feuchtigkeit aufnehmen.
Fugen können mit Stopfhanf ausgefüllt werden,
außen darüber hydraulischen Kalkmörtel verwenden.

Für Schlagregenschutz sorgen.
Schwelle innen nicht einbauen.

Wenn der Untergrund innen trocken war und es keine Schädigungen gab könnte der Aufbau ähnlich wieder verwendet werden.
Beton in dickeren Schichten ist ohnehin unnötig.
Im Zweifel ggf Feuchtigkeitssperre.
Unter die KVH- Auflagerhölzer können je nach deren Dimension ca alle Meter oder mehr Betonplatten zum leichteren Ausrichten in Sand gelegt werden,
Zum Ausrichten Gummigranulatplatten o.ä. verwenden,
Als Dämmung dazwischen Perlite, Zellulose etc



Danke



Danke Andreas, du bestätigst praktisch meine Überlegungen. Wenn es nach einem Maurer ginge, würde ich das halbe Haus neu aufbauen, nach einem Zimmermann die Wand verblenden, um die alte Schwelle nicht austauschen zu müssen. Aber so wie du es vorschlägst, scheint es für mich praktikabel und machbar!