Bodenaufbau - die 13.

06.05.2010



Hallo,

ich habe ein kleines, etwas verzwicktes Problem.

Mein Haus ist von 1930, Ziegel mit Holzbalkendecken. Fehlböden mit Schüttung, teilweise auch leere Gefache, wie ich letztens entdeckt habe. Balken 14/20 hochkant.

Wir haben unser Bad erweitert, eine bestehende Trockenbauwand wurde versetzt. Der alte Badbereich besteht aus Zementestrich (mit FBH) auf den Holzbalkendecken. Dort stehen auch alle "riskanten" Wassermodule (also WC, Dusche, Badewanne). Dieser Nassbereich ist am Boden vollständig abdichtet (sekundäre Abdichtung). Er wird im Zuge der Erweiterung neu gefließt.

So, der neue Bereich, der durch die Verschiebung der Wand entstand, ist ca. 1,6 m breit und 2 m lang. Hier ist allerdings kein Estrich, sondern die alte Dielung. Auf diesen Bereich soll das Waschbecken mit Parkett drunter.

Allerdings ist der Estrich 5 - 6,5 cm höher. Wir wollen keine Stolperstelle mitten im Bad, daher würde ich gern den neuen Teil in der Höhe angleichen. allerdings sollte es etwas leichtes sein, der Bestandsestrich ist schon sehr schwer.

Meine Idee: Mehabit, darauf Fertigteilestrich (Gips-oder zementgebunden..). Darauf dann nochmal eine sekundäre Abdichtung und dann Parkett (geölt). An der Stelle zum Bestandsestrich unterbrettert, um Pumpen und Schwingungen zu vermeiden. Zwischen den Belagswechseln ein Dehnprofil (der neue Trockenestreich wird wohl immer minimal arbeiten?)


Was meint Ihr ?


Grüße
Stefan



Mir wären...



nivellierte OSB-Platten, ggf. auf dünnen Ausgleichsleisten frei liegend, als Unterlage für das Parkett lieber. Eine organische Schüttung, die absäuft, muß in jedem Fall herausgenommen werden. Fertigparkett sollte im Bad besser nicht eingesetzt werden, massives Parkett muß aber auf dem Untergrund befestigt (geklebt, geschraubt) werden, dafür ist die OSB-Platte besser geeignet.

Grüße

Thomas



oh...



Hatte schon Sorgen, dass keiner antwortet...

Ja, das mit dem organischen Material sehe ich ein. Ich glaube nicht, dass ich mit Leisten die Unebenheiten in der Dielung bzw. den Höhenunterschied (5 - 6,5 cm) korrekt nivellieren kann. Das geht halt mit Schüttung besser.

Mineralische Alternative wären ja Bituperl oder eine gebundene Schüttung wie z.B. Thermozell oder Thermotec oder alternative. das rieselt nix weg und verdichtet werden muss es auch nicht. Bituperl wäre einfacher, aber ich habe sorge vor der notwendigen Verdichtung. Ich möchte ja möglichst auf den Millimeter an den Bestandsestrich höhenmäßig rankommen.

Immer mit Fertigteilestrich (OSB, Gipsfaser, Zement o.ä. drüber.).


Grüße
Stefan



Wir bauen seit längerem...



...Böden auf unebenem Untergrund, und ich habe noch keine Schüttung mit tragender Funktion angefasst. Ich kann Ihnen also versichern, daß es ohne Schüttung funktioniert. Die Leisten müssen gerade sein, können (besonders, wenn man's nicht so oft macht, mit Justierschrauben millimetergenau nivelliert werden, und werden dann aller ca. 20cm unterkeilt (die Nivellierschrauben sind wunderbar zum nivellieren, aber im tragenden Aufbau allein nicht belastbar genug).

Gerade im Bad erscheint mir der Hohlraum vorteilhaft, auch mineralische Schüttungen geben Wasser nur zögernd ab, und sie können absacken (ungünstig, wenn sie einen genauen Höhenanschluss bringen wollen).

Grüße

Thomas

Ger



Eine weitere Lösung



wäre evtl. Thermo-Mix, diese Perlite kann mit Zement erdfeucht angemischt werden und auf die gewünschte Höhe aufgefüllt und abgezogen werden.

Grüsse Thomas