Flur(dielen)boden

12.06.2009



Hallo Zusammen,

wir sind gerade kräftig am renovieren eines Fachwerkhauses.
Im Flur mussten die Dielen raus und jetzt stellt sich uns die Frage, wie wir vorgehen sollen.
Es handelt sich um einen Flurboden mit drei Balken, die einen Abstand von ca. 70 cm zueinander haben. Der momentane Aufbau ist von unten nach oben beschrieben:
Zwischen den Balken wurden Bretter eingelassen, auf denen eine Lehmschicht aufgebracht wurde. Diese Lehmschicht würde ich auch drin lassen (spricht ja nix dagegen - oder?).
Wir haben uns zwei alternativen überlegt:
1. Den Boden mit einer Schüttung auffüllen und ins Wasser bringen. Anschließend OSB-Platten auf den Balken schrauben.
2. Den Boden mit Beton auffüllen und ins Wasser ziehen. Hierfür würden wir über die Balken ein Metallgitter legen.
Bin mir natürlich nicht sicher wie das mit der Statik aussieht.
Was macht man normalerweise in solch einem Fall?
Bin für alle Ratschläge sehr dankbar.
Viele Grüße
Gaston



Fußbodenaufbau



Wenn sie keinen neuen Dielenboden haben wollen, nehmen Sie einen klassischen Aufbau mit Trockenestrich.
Die Systemkomponenten und die Verarbeitungsanleitungen dazu finden Sie im Internet bei den Markenherstellern (Knauf, Fermacell usw.) oder beim Fachhändler.

Viele Grüße



Trockenestrich vs. Betonboden



Vielen Dank für die Antwort. Was wäre den der Vorteil zum Betonboden? Betonboden wäre doch recht einfach und günstig zu realisiere - oder täusche ich mich da? Ich mache mir da nur Sorgen bezüglich der Statik.



Um einen



starren Betonboden auf schwingenden Balken zu installieren, ohne dass Risse entstehen, brauchts schon ein wenig. Der beton müsste mindestens 8 cm dick werden und zweilagig bewehrt sein, und da sind die Bedenken bezüglich Statik auf jeden Fall berechtigt. Ausserdem muss sichergestellt werden, dass die Balken entsprechend geschützt werden gegen Wasser aus dem Beton.
Wesentlich einfacher von der Ausführung und seit langem bewährt ist dagegen Trockenestrich.
MfG
dasMaurer



Trockenestrich



Hallo Maurer,
vielen Dank für Deine Antwort. Da die Balken nicht im Wasser sind, muss ich die Schüttung ca. 2cm über den Balken auffüllen um eine ebene Fläche zu erhalten. Kann ich dann auch OSB Platten auf die Schüttung legen und diese mit den Balken verschrauben oder muss es ein Trockenestrichelement sein?
Viele Grüße



Fußbodenaufbau



Hallo Gaston,
warum weigerst Du Dich hartnäckig, die in der Praxis tausendfach bewährten Methoden und Verfahren anzuwenden und stattdessen irgendetwas Eigenes zusammenzubasteln?
Nach der Versuch/Irrtum- Methode zu bauen kann manchmal ganz schön ins Auge gehen!

Viele Grüße



Fußbodenaufbau



Hallo Georg,
von der Idee mit dem Betonboden mit ich mittlerweile Aufgrund der Ratschläge abgekommen. Ich dachte mir nur, dass wenn man anstatt des Trockenestrichs, der ja wahrscheinlich teurer sein wird als OSB-Platten, die OSB-Platten verwenden könnte.
Würdest Du in diesem Fall auf jeden Fall eher zum Trockenestrich tendieren und von des OSB-Platten abraten?
Viele Grüße



Schüttung



Besteht bei der Schüttung eigenltich die "Gefahr", dass die sich mit der Zeit setzt oder durch ungleichmäßige Belastung uneben wird? Könnten dann die Estrichplatten reissen?
Grüße



Ganz anders.



Die Einschübe würde ich nicht belasten. Wenn Ihre Balken tragfähig sind, gleichen Sie auf diesen aus (mit keilförmigen Hölzern z.B.), und dann legen Sie raumlang 28mm starke Eichendielen, ölen, fertig.

Damit geben Sie, statt für eine nicht erforderliche Unterkonstruktion, das Geld für etwas aus, daß Sie täglich sehen.

Sonntägliche Grüße

Thomas



Schüttung



Dielen wären auch eine gute Idee, aber wir haben bereits in den zwei angrenzenden Zimmer einen Laminatboden verlegt und würden diesen auch gerne wieder im Flur legen.
Nochmal wegen der Schüttung:
Wenn ich eine Schüttun von 6 cm aufbringe und darauf einen Trockenestrich verlege, dann wird doch der Druck von oben ebenfalls auf die Einschübe übertragen - oder täusche ich mich da.



So ist das.



Und wenn später ein Teil des Gebrösels der Schüttung durch Spalten im Einschub nach unten rutscht, liegt die Fläche partiell hohl.

Vielleich fangen Sie nun im Flur an, ein Material zu verlegen, daß dem Fachwerkhaus entspricht? Falls Sie aber unbedingt klebergebundene Holzreste mit aufgedruckter Maserung Verlegen müssen, verlegen Sie doch statt der Eichendielung einen schlichten Rauhspund 28mm wie beschrieben, und bauen weiter auf mit 40mm Holzweichfaser mit zwischenliegenden Lagerhölzern, 22mm OSB und dann halt Laminat (daß Sie nach spätestens 15 Jahren, im Flur sicher eher, wieder entfernen werden-nichts hält ewig, aber Laminat hält erwiesenermaßen deutlich weniger ewig, als eine Dielung).

Grüße

Thomas



Fußbodenaufbau



Hallo Gaston,
nach Ihren weiteren Fragen zu urteilen haben Sie sich nicht mit dem von mir empfohlenen Unterlagen beschäftigt, sondern versuchen weiter mit eigenen "Lösungen" einen Trockenestrich zusammenzuwursteln.
Das wird schiefgehen.

Viele Grüße

p.s. Der Hinweis auf neue Dielung ist übrigens eine echte Alternative!

Viele Grüße



Trockenestrich



Hallo Georg, ich habe nachgelesen, dass man die Ausgleichschüttung vollflächig aufbringt und dann abzieht. Anschließend können die Trockenestrichplatten verlegt werden.
Ich muss aber die Schüttung teilweise 6 cm über dem Balken aufbringen, damit der Boden im Wasser ist.
Soweit ist doch alles richtig - oder?
Ich habe dann aber ein Probleme mit der Treppe die hinaufführt bzw. mit dem Rand zum "Treppenloch", da man dort die Schüttung mit einer PE-Folie oder so an Ort und Stelle halten müsste, damit er nicht auf der Seite rausfällt.
Das mit den Dielen ist wirklich eine gute Idee. Problem ist nur, dass ein Balken unter der Wand liegt d.h. ich komm nur dann ran, wenn ich den Gips von der Wand klopfe.
Zu Beginn dachte ich mir, dass eine Betonfüllung die einfachste Lösung wäre - abgesehen von der Belastung.

Vielen Dank für Eure Ratschläge

Grüße



Fußbodenaufbau



Schön,
ich hoffe Du hast auch glesen, was die Voraussetzung für den Einbau eines Trockenestrichs ist, zum Beispiel:
..."Grundsätzlich sind für die Verlegung von Estrichelementen eine vollflächige Auflage und ein tragfähiger trockener Untergrund erforderlich...
Der Untergrund darf nicht nachgeben oder federn..."
(Auszug aus der Verarbeitungsanleitung von Fermacell)
Es gibt auch für den Einsatz von Ausgleichschüttung detaillierte Anleitungen.

Lies endlich diese Unterlagen, da steht alles Wichtige drin.
Und richte Dich danach.

Viele Grüße



An die Wand...



...gehört sowieso kein Gips...

Im übrigen kann man an einen überbauten Balken auch ein Kantholz anschrauben, und hat dann die Auflage für die Dielen.

Grüße

Thomas



Gips



Hallo Thomas,
danke für die Info.
Wiso kommt an die Wand kein Gips? Der Gips an dieser Wand war schon dran, aber ich hätte auch Gips verwendet.
In der Küche wollen wir Gipskartonplatten stellen, da die Wände sehr schräg sind. Gibt es andere Möglichkeiten?

Viele Grüße
Gaston





Hallo Georg,
ich habe momentan leider sehr wenig Zeit und habe mich daher noch nicht detailierter mit dem genannten Thema auseinander gesetzt. Dein Zitat von Fermacell "...Der Untergrund darf nicht nachgeben oder federn..." habe ich bereits gelesen, aber ich dachte ein Holzboden wird immer etwas nachgeben?
Falls meine Einträge den Eindruck erwecken, dass ich mich stur stelle, dann tut es mir leid - ist nicht so gemeint ;)

Gruß
Gaston