Aus der Scheune - ein Atellier: wie den Fußboden machen?

06.12.2004



Mein großer Plan ist in der alten Scheune mein neues Atelier unterzubringen.


dazu brauche ich einen ebenen Boden der richtig waagrecht ist, der Scheunenboden hat zur Zeit ganz schön Gefelle.

Der oberste Belag sollten Holzbretter sein und mit kleinen Strohballen wollte ich drunter dämmem, damit es nicht ganz so fußkalt ist beim Arbeiten,

nur ist sehr naß im oberen Garten (wegen schichtwasser, so daß es schon mal durch die Scheune gefolssen sei, wird berichtet.

Auch bei meiner Arbeit muß ich ab und zu große Sachen mit dem Schlauch gut wässern, von oben wird es also auch immer mal etwas naß werden.

Ist das mit dem Stroh und dem Holzfußboden realistisch?

Eventuell mit eine Schotterdrainage unter dem Stroh oder so?

Oder welchen Beitrag könnte man dazu noch lesen?



mmpfh.



Sorry, aber bei der Bodenproblematik und der gewünschten Nutzung ist der Aufbauvorschlag aus Strohdämmung und Dielen eher unbrauchbar. Das Ganze fault Ihnen unter den Füßen weg.
Mein Vorschlag wäre ganz anders, aber auch teurer: ausheben, Sauberkeitsschicht aus Beton mit Gefälle zu eingebauten Bodenabläufen, Abdichtungsebene aus Schweißbahn mit Bodenabläufen, wannenartig an den Wänden hoch geführt, Kiesschicht und als Bodenbelag fugenlos verlegte Klinker.
Lassen Sie sich von einem örtlichen Fachmann nochmal auf die spezifischen Probleme beraten.
Mit Grüßen aus Leipzig von
Martin Malangeri



Atelierscheune



Dachog. Wenn Wasser ansteht, bzw. die Gefahr besteht, so soll man diese nicht noch provozieren. Das als Dämmung gedachte Stroh ist nach einem Jahr Mist. Nährboden für Pilze usw. Will man traditionel bauen muß man Regeln beachten und Kompromisse eingehen. Die Regeln sind über Jahrhunderte gewachsen. Dazu gehört auch, daß man die Gültigkeit solcher Regeln begreift und versteht. Ein kluger Mann hat mal gesagt, "Bauen ist ein einziger Kampf gegen Wasser". Nu man hen.



Hm, Wasser und Stroh?



Hmm
Das hört sich schon einleuchtend an,
an das Stroh darf natürlich kein Wasser kommen, das ist irgendwie klar.

aber vielleicht habe ich das mit dem Wasser etwas übertrieben geschildert, ich hoffe natürlich nicht, dass da jedes Jahr das Wasser durch fließt, es könnte nur theoretisch irgendwann mal wieder so sein.

Was wäre, wenn man zur Sicherung eine Dainage vor der Scheune macht,
dann den Scheunenboden tieferlegt, begradigt
schotter, Strohballen oder meinetwegen auch was anderes, dann Folie, Beton mit Rillen und darauf die Bretter,

Von oben darf das Wasser natürlich auch nicht durch plätschern.

In der Bildhauerschule in Halle haben sie auch Klinker als Bodenbelag, nur das war immer so kalt, in Nürnberg in der Bildhauerei gibt es einen "Holzwürfelboden"(ist jetzt wahrscheinlich nicht der richtige Fachbegriff), und einmal in 20 Jahren hat sich auch der ganze Belag einen halben Meter nach oben gewölbt, das war natürlich zuviel Wasser von oben.

Daher hätte ich nur Bretter genommen, die können nicht so große Wege nach oben machen, durch die Betonschicht bleibt alles relativ gerade drunter.


Mit was könnte man sonst dämmen?



Wie wär's mit



folgendem Vorschlag:
1. Massnahmen, damit von außen keine Feuchtigkeit eindringen kann. (evtl. Drainage, Fundamentabdichtung ...?)
2. Boden innerhalb plan ausheben
3. Perimeterdämmung (z.B. Foamglas) auf Sandplanum
3. Klinker in Sand oder Mörtel
4. Damit es nicht so fußkalt und hart bei der Arbeit im Stehen ist ein Holzrost aus Lärchenholz o.ä.

Die Antworten fallen etwas schwer, weil wir die örtliche Situation nicht kennen.



Sohle



Hallo!
Warum versuchen Sie es nicht mit Schaumglasschotter, darauf einen 8 - 10 cm Estrich, dann eine hinterlüftete Holzfussboden. Schaumglasschotter ist Kapillarbrechend, Dämmend und Tragfähig. Habe ich bereits bei zwei Sanierungen durchgeführt.
Dies als erste Schnellgedanke.
m.f.g.



Atellier in Scheune



Hallo Frau Modjesch,
wie geht es mit Ihrer Scheune weiter?
Die Empfehlungen weichen ja ziemlich von Ihren Vorstellungen ab. Wie viel Gefälle muss denn ausgeglichen werden? Wie sieht es mit der Entwässerung des Gebäudes bislang aus?
M.f.G.





Hallo Herr Arnold,
ihr Interesse an meinem Projekt Scheune freut mich sehr.

Nun nachdem wir etliche Balken ersetzen mußten, aufgrung von Schwamm (erstaunlicher Weise in der Scheune, denn es hat wohl immer auf diese Stelle draufgeregnet,) wird das Dach gerade erneuert.

Die Balken wollte ich mit Wood-bliss streichen, in der Hoffnung, wenn das Dach wieder in Ordung ist, dem Schwamm die Basis zu nehmen. Ich habe mich jetzt relativ viel erkundigt zu dem Mittel, und denke das ist genau das richtige, wenn das nur nicht so teuer wäre.

Nun die kaputten Ziegel landen jetzt direkt als Schüttung einige Etagen tiefer.

Wenn das Dach, hoffentlich noch vor dem Regen, wieder dicht ist, dann werde ich mir einen Kopf machen, wie es weiter geht mit dem Fußboden.

Auf alle Fälle muß später eine Regenrinne mit Abfluß ran, das fließt nämlich jetzt auch alles noch durch die Scheune.

Also von Beton bin ich etwas abgekommen. Einen Holzfußbochen Strebe ich nach wie vor an, vielleicht mit Stirnholz, mal schaun.

Grüße aus Rohrberg