Gibt es keine schönen Lichtschalter und Steckdosen fürs Denkmal?

12.05.2005



Hallo,
wir wollten eigentlich die Manufactum-Bakelit-Schalter (Kippschalter, nicht die Drehdinger, können Kinder nicht so gut bedienen) und Steckdosen in unser Denkmal einbauen, weil wir dei am allerschönsten finden und besonders geeignet für ein Denkmal.
Jetzt sagt unser Elektroinstallateur, dass das Innenleben sprich die Schraubklemmen schlecht sind, er da keine zwei Massivkabel anklemmen kann/will, die Schrauben drehen durch, das Kabel rutscht seitlich raus etc. Er sagt mit diesen Schrauben kann er die Kabel nicht sicher befestigen. Dann ist ihm sogar ein Teil beim Schrauben zerbrochen, er sagt er war vorsichtig.
Wir sind nun traurig, denn es scheint auf dem Markt keine Alternative zu existieren!
Ja, es gibt von Berker diese Serie 1930, die finde ich aber zu glatt und es ist eben einfach Plastik.
Hat jemand tolle Erfahrungen mit den manufactum Sachen, bzw. weiß jemand eine wirklich schöne Serie, die alternativ geeignet wäre? Gerne auch was ausländisches...
Herzlichen Dank!
Viele Grüße
Frank



Grobmotoriker ?



Hallo !

Ich habe selber schon die Schalter und Steckdosen von Manufactum eingebaut, Hersteller ist übrigens www.replicata.de. Die Verarbeitung der Schalter ist über jeden Zweifel erhaben, die Klemmen fassen zweimal 1,5qmm. Wenn er die Dinger zerbröselt, möchte ich nicht wissen wie er sich mit billigem Baumarktmaterial anstellt. Klar, die modernen Schalter mit schraubfreien Klemmverbindungen aus Kunststoff sind schneller Montiert und nicht so fragil wie das Keramik und Bakelitmaterial.
Mein Tip, einen "alten" Elektriker fragen, der sowas noch von früher kennt und damit umzugehen weiß.

Von Berker gibt es übrigens auch Aufputzrahmen für die 1930er Serie. Man könnte damit auch eine saubere Aufputzinstallation herstellen. Gerade bei Fachwerk hat das einen besonderen Reiz, wenn die Sache sauber ausgeführt ist und man keine Kunstoffrohre nimmt ;-)

Viele Grüße,
Karsten



Elektromontage



Hallo
Habe auch die Bakelit - Schalter und die Keramik - Schalter genommen und auch etwas geflucht. Bei 2 mal klemmen ists leichter, da sich die Schraube nicht verkantet. Bei nur einem Kabel muss man halt eine Schlaufe machen und dann verschrauben.
Einfach selber machen!
Die anderen Schaltersysteme sind halt mit den modernen Steckklemmen gemacht - nur reinschieben - fertig!!
!nix denke muss! und "schnell - schnell"

Sonst viel Freude damit!
Die Plastikdinger, die ich vor 15 Jahren genommen habe sind schon richtig gilbig - einfach "a Traum"!

Grüsse aus Nürnberg

Florian Kurz



Vielen Dank, Hersteller ist übrigens.....



Herzlichen Dank schonmal,
der Hersteller ist übrigens Winkhaus in Halver. Die stellen alles außer dem Bakelit her. Schrauben aber alles zusammen und liefern dann an Manufactum.
Andere Leute wie z.B. Replicata verkaufen nur.
Das war wirklich eine Manufactum Idee und wird nur für die gemacht. Schade eben dass die da nicht das beste an Klemme reinbauen was es gibt, am Preis macht das sicher nichts. Habe schon Kontakt zu Manufactum aufgenommen und das angeregt...
Wenn man z.B. ein ganzes Haus macht, lohnt es sich wahrscheinlich über den Elektriker oder Architektin ö.ä. direkt bei Manufactum zu kaufen, die geben dann recht ordentlichen Rabatt (anfragen lassen).
Ihr macht mir aber wirklich Mut und ich habe schon mal neues Material zum Probieren bestellt....
Herzliche Grüße
Frank



Noch ein Tip



hallo,
für die Grobmotoriker, die nur noch Zusammenstecken gelernt haben.
Die gebogene Öse oder die mehreren Adern so einsetzen, daß sie durch die Festdrehbewegung in die Verschraubung hineingezogen und nicht herausgeschoben werden.
Grüße Lukas



Elektriker , erstes Lehrjahr



Hallo !

Ich konnte es nicht lassen mal eben einen Schalter und etwas Draht aus dem Keller zu holen, siehe Foto.

Wichtig beim anklemmen der Öse ist die Drehrichtung. Beim anziehen der Schraube muß sich die Öse zuziehen, hat man die Öse falsch herum aufgelegt, biegt sie sich beim festschrauben auf.


Viele Grüße,
Karsten



..und noch eins



sollte dann so aussehen.



Klasse



Ein suuuper Beitrag. Karsten, danke für die tollen Bilder.



ich glaubs nicht



Also ich bin total überwältigt von diesem Forum, danke, danke, danke. Also so einen motivierten Lehrling möchte wohl jeder haben!!!!!!!!!!
Einen herzlichen Dank auch an Fachwerk.de als Ganzes, unglaublich, dass hier so schnell, lebhaft und aktuell diskutiert wird.
Liebe "Beiträger" Ihr habt mir einen riesen dicken Stein vom Herzen genommen (vor allem Karsten), ich bin nämlich echt Denkmal-und Fachwerkhaus verrückt und mir hätte es echt richtig wehgetan so olle Plastikdinger einzubauen.
Herzlichst
Frank



Lehrlinge



Hallo !

Das Problem ist manchmal auch die Motivation der Ausbilder, "veraltete" Grundlagen zu vermitteln. Zu meiner Lehrzeit vor gut 15 Jahren hab ich mich auch bei manchen Dingen gefragt was ich denn damit anfangen soll, das braucht man doch heute gar nicht mehr... Aus heutiger Sicht ganz klar, es ging darum grundsätzliche Zusammenhänge und Fertigkeiten zu erlernen. Ich denke das ist in vielen Handwerksbereichen so.

Viele Grüße,
Karsten



lustig



Lieber Karsten,
da habe ich doch glatt geglaubt, Du bist im 1. Lehrjahr. Jetzt hab auch ichs verstanden ;-)
Eigentlich ist unser Elektriker ein netter Kerl und mosert gar nicht so viel über die alte Bude und den Zwang zum Improvisieren. Aber er ist eben kein Fan von sowas und da ist die Motivation wohl nicht so hoch wie bei mir....
Er ist fast 50 Jahre alt, also sollte er die Tricks und Kniffe kennen.
Aber wir werden ihn schon noch überzeugen.....
Viele Grüße
Frank





Hallo
Wie auch immer, diese Schalter sind Hammerschön, Würde ich den Wohnhausteil renovieren, ich glaube sie wären erste Wahl, darf man mal fragen was so etwas kostet? Wusste gar nicht das es so was zu kaufen gibt.
Gruß
Hartmut



Kosten



Hallo Hartmut,
hier die Kosten, Listenpreis www.Manufactum.de
1 x Steckdose Bakelit,
Best.Nr.: 73038, Preis: 10.00 EUR,
1 x Kippschalter Bakelit,
Best.Nr.: 73043, Preis: 22.50 EUR,
2 x Einzelabdeckung Bakelit,
Best.Nr.: 73063, Preis: 3.00 EUR,
Du brauchst also immer eine Abdeckung dazu. Wie gesagt, bei größerer Menge und Bestellung über Handwerker/Architekten gibts Rabatt.
Viele Grüße
Frank
P.S.: Gibt auch Porzellanschalter und Steckdosen, die Steckdosen haben aber einen Plastikeinsatz wegen irgendwelcher Vorschriften





Hallo Frank
Vielen Dank, bin soeben verstorben :-) hier fliegt noch ne Aufputzverteilerdose aus schwarzem Bakelit von Imperator rum wenn sie wer gebrauchen kann, war bis letzte Woche in Betrieb.
Würde ich verschenken. rund mit T Form -380V
Gruß
Hartmut



Interessant!!!



Ich habe letztes Jahr eionen kompletten Posten Bakelit-Schalter (original CAW) über Ebay und dann privat gekauft.
Diese sind genau identisch mit denen von Manufactum/Replikata aber um einiges billiger.
Allerdings mag ich das Klicken der Drehschalter lieber und verwende diese wenn möglich. Einziges Problem war, das es in der (guten alten Zeit)keine Kreuzschalter gab. Das Innenleben ist aber so toll konzipiert das man es einfach umbauen kann wenn man zb. einen aufputz Schalter von CAW opfert, denn das Innenleben ist gleich den Up- Modellen.
Und da mir noch ein Dimmer fehlte habe ich dann einfach einen von Manufactum genommen der passte vorzüglich in meine alten Doppelblenden. Genial !!!



erstaunliche Diskussion.



Liebe Leute, ich finde eure Diskussion schon vom Kern her
erstaunlich. Ca 30 Euro für einen mickrigen Bakelitschalter ausgeben ist für mich die INKARNATION der Überflussgesellschaft. Ein vernünftiges Fachwerkhaus ist eh einige hundert Jahre alt, gebaut und gelebt hat es LANGE vor der Existenz eines Stromnetzes. Bakelitschalter würde ich so 1920-1950 situieren, vielleicht vertue ich mich auch. Man kreiert also Omaromanze der 30er jahre (Habe auch so Märklinschalter) in einem Haus der 30er Jahre (1730 oder 1630... :-)). Ein Denkmal ist kein Ort der Omaromanze, es ist ein Ort, welcher trotzdem weiterleben kann. In allen Jahrhunderten haben Denkmäler weitergelebt, sind beeinflusst worden. Das Stromnetz ist in der Tat ein grosser Einfluss. Warum dann nicht dazu stehen und warum dann 30er Jahre flair bevorzugen? Sind das esthetische Gesichtspunkte? Komische Art der Esthetik.

spendet das Geld lieber nach Afrika
mfg

Torsten





Hallo Torsten
Das mir die dinger persönlich zu teuer sind erwähnte ich bereits, jedoch denke ich sollte es jedem selbst überlassen bleiben wie er sich einrichtet, und wenn er für sein Denkmal, oder von mir aus auch für einen Neubau Schalter mit 30er Jahre flair haben möchte und er es sich leisten kann, warum nicht.
Wohin jemand sein Geld spendet oder aber auch nicht das sollte jedem selbst überlassen sein, oder aber man kauft sich schöne Schalter und spendet trotzdem, oder aber auch wieder nicht.
Ich denke das sind völlig unterschiedliche Dinge, wo jeder selbt seine Entscheidungen treffen muss, Würde ja auch niemand auf die idee kommen zu sagen trennt 10m2 von eurem Luxuswohnzimmer ab und stellt es im Winter einem Obdachlosen zur verfügung.
Jedem wie er kann und mag, warum mit erhobenen Zeigefinger?
Gruß
Hartmut



Genau !



tolle Idee, spendet was Ihr habt, kauft keine teuren Autos und Möbel mehr, ernährt Euch nur von Leitungswasser, Brot und Gemüse vom Vortag, geht keinesfalls auswärts Essen, fahrt nicht in Urlaub und nicht heizen sondern warm anziehen. Fernseher und Radio braucht man auch nicht, man kann ja abends gemeinsam die Internationale singen. Es lebe der wirtschaftliche Aufschwung.

Umgebe sich doch jeder mit den Luxusgütern die er gerne hat und sich in seinem persönlichen Überfluss leisten möchte. Du kannst auch für moderne Schalter so viel Geld ausgeben und noch erheblich mehr wenn das Ganze über eine vernetzte Steuerung laufen soll.
Die Bakelit und Porzellanschalter sind halt das "älteste" und vor allem Betriebssichere und zugelassene was man bekommen kann. Ich hätte auch Spaß an einer kompletten Gasbeleuchtung, aber die Feuerversicherung wohl nicht ;-)

Karsten



Ja, die Moral und die Erziehung. Ytong statt Eiche.



Hallo,
erstmal wieder Danke für die Unterstützung!
Ja, Hartmut und Karsten, Ihr bringt es auf den Punkt. Hier haben wir ihn also, den erhobenen Zeigefinger des guten Deutschen.
Mein englischer Freund sagte mal: Die Deutschen sind ein Volk von Erziehern – wie recht er hat.
Ich finde diese wundervolle Homepage/Forum ist kein Ort für solche unausgegorenen Belehrungen. Wir unterhalten uns hier meist über die behutsame, vernünftige, erhaltende Restaurierung von Fachwerkbauten. Unser Haus steht nicht in Disneyland sondern im bergischen Land, deshalb haben wir romantisierende Sachen nicht nötig. Es ist zufällig das älteste bekannte Fachwerkhaus weit und breit, da fühlen wir uns schon irgendwie besonders in die Pflicht genommen und werden das Haus für Interessierte auch immer öffnen und bei Aktionen wie Denkmaltag etc. mitmachen.
Ich weiß nicht, wie weit Herr Böhm sich mit Denkmalschutz auseinandergesetzt hat – wir planen und Restaurieren seit fast zwei Jahren und stehen im engen Kontakt zu Kunsthistorikern vom Landesdenkmalamt, für die „historisieren“ ein rotes Tuch ist. Ja, es gibt das Problem, dass man aus irgendwelchen Gedanken irgendwelche Sachen einbaut, die den Charakter des Hauses irgendwie unterstützen sollen, aber dann doch irgendwie „daneben“ sind.
Wir überlegen jedes Detail sehr genau und machen uns viele Gedanken. Beispiel: wir haben die rostige 50er Jahre Blechverkleidung abgenommen und das Fachwerk freigelegt (hätten wir das lassen sollen? Hat auch Geld gekostet und die hätten wir ja auch wieder drannageln können.) – dabei haben wir gesehen, dass die in den 50ern teilweise Balken durchgesägt haben für größere Fenster. Wir haben die alten Fensteröffnungen von 1511 gefunden und zurückgebaut – hätten wir das lassen sollen – ist doch viel zu romantisch, oder?
Im ganzen Haus waren Bakelitschalter, leider total kaputt und nicht mehr zu gebrauchen. Nun stellt die glücklicherweise eine kleine, heimische Firma nach Auftrag von Manufactum wieder her – für mich ein Glücksfall, gefallen die mir doch am allerbesten von allen Schaltern was auch immer Herr Böhm von Omas erzählt. Ich hasse Industrie- und Plastikmüll und gutes, in Deutschland hergestelltes Zeug kostet leider mehr als in der Dritten Welt von Kinderhänden zusammengeschraubtes Zeug. Aber Herr Böhm wird, wenn er nach Afrika spendet, sicher bei allen seinen Einkäufen diese, für mich sehr wichtigen Aspekte beachtet haben, er weiß bestimmt, dass seine Lichtschalter nur so billig sind, weil die mit hohen moralischen Ansprüchen gefertigt worden sind.
Oder hat er gar Solarzellen mit viel Aluminium drin? Tolle Ökobilanz.
Trinken Sie gerne Wein? Vielleicht sogar mal einen etwas besseren? Wie viele Kinder in Afrika würden von dem Wert einer Flasche satt? Ich trinke übrigens keinen Wein und fast nur Leitungswasser.... Oh je, diese lächerliche Stammtischdiskussion können wir endlos fortsetzen.

Weiß Herr Böhm, wie viel hundert Tage und Nächte ich im Haus verbracht habe, jeden Balken gestreichelt und überlegt wie ich ihn retten kann und sonstige Arbeiten alleine gemacht habe? Da habe ich viel Geld gespart und das kann ich woanders einsetzen. Ich bin wahrlich nicht wohlhabend, aber wie das eben so ist, ich überlege mir eben wo ich meine, dass mein Geld für mich sinnvoll eingesetzt wird. Oh, ich bin mir sicher, Herr Böhm gibt Geld für Sachen aus, die für mich nichts wert sind. Aber das soll er eben machen, warum soll ich ihn dafür anprangern?
Ich bin auch Wissenschaftler, aber ich habe gelernt, Dinge ganzheitlich zu betrachten und nicht irgendwelche Totschlag-Argumente durch die Gegend zu schießen.
Bitte nicht falsch verstehen, ich bin überhaupt nicht daran interessiert hier irgendwen zu erziehen, aber wenn man schon mit so schlechten Argumenten Leute angreift, dann sollte man selber schon ein ganz besonders reines Herz haben.

Herr Böhm wird also in seinen beiden in Südfrankreich zu restaurierenden Häusern (mir reicht EIN Haus) immer das billigste Plastikmaterial nehmen und dann das übrige Geld nach Afrika schicken – das ist sehr anständig. Ich hoffe das fällt nicht irgendeinem Diktator über Umwege in die Hände, auch hier gibt es Moralaspekte zu überdenken.

Wollen wir mal ganz radikal werden: Was soll das ganze rumwerkeln an den alten Häusern? Warum machen wir das? Warum will man ein mittelalterliches Steinhaus in Südfrankreich haben? Wir sollten alle alten Häuser abreißen und das Brennholz nach Afrika schicken, das wäre doch toll. Dann können wir statt Eichenholz Plastikholz nehmen, ist doch bestimmt viel billiger, hält länger und richtiges Holz sieht doch auch viel zu romantisch aus.
Denken wir an die ganze frei werdende Arbeitskraft!!! Toll in soziale Projekte einzusetzen. Und: Ytonghäuser sind doch auch gut!

Herzlichst
Frank



Frieden, ich bin ein Sensibelchen



Habe mich mit Torsten außerhalb des Forums unterhalten und weiß jetzt was er gemeint hat. Ich habe das falsch verstanden und muss zugeben, dass ich ein richtiges Sensibelchen geworden bin, weil mir schon soviel Wind entgegengeschlagen ist von Leuten, die gar nicht verstehen, wie man sich so einer Bruchbude annehmen kann, die man doch besser abreißen sollte (das sind dann sicher die ersten, die hinterher schon immer wussten, dass es toll wird). Da dachte ich, der Torsten ist so einer der fürchterlichen Besserwisser. Nee, da habe ich mich getäuscht, sein Argument ist vor allem, dass es eben Wertschöpfungsketten gibt, die mit gar nicht so tollen Dingen irre Preise erzielen - weil sie es eben können und es Leute gibt, die das bezahlen.
Ja, da bekenne ich mich wirklich schuldig - rein technisch sind die Manufactum Schalter absolut nicht so toll und es gibt für kleines Geld wesentlich besseres und ich muss mich hinterfragen, warum ich die dann einbaue, obwohl eben das Haus die längste Zeit eh ohne Strom war und also alles was in der Hinsicht gemacht wird sowieso nicht "passend" sein kann. Allerdings hatten wir ja auch überall die Bakelit Schalter, die leider nun unbrauchbar sind.
Ach, ich bin den Dingern verfallen und Manufactum auf den Leim gegangen. Da klebe ich nun, finde die Dinger toll und werde sie wohl einbauen. Soooooooo Viel mehr Geld wird das auch nicht, bei den Summen, die eine ordentliche Restaurierung kostet... Ich glaube der Rabatt über nette Handwerker/Architekten, die den auch an mich weitergeben ist so um die 20% oder so
Torsten ist ein netter Mensch und gar kein typischer Zeigefinger-Deutscher, das nehme ich alles voll zurück!!!
Ach, wie schön, die Welt ist wieder in Ordnung und das Forum bleibt so schön wie ich dachte....
Herzliche Grüße
Frank



fantastisch



Wow, ich bin wirklich beeindruckt, dass es noch Menschen gibt, die auf "echte" Elektro-Technik abfahren. ;-)

Ich selbst bin Elektriker-Lehrling im 2. Lehrjahr und erlebe daher hautnah, was heute so an Plastik-Kram verarbeitet wird. Natürlich funktioniert das alles wunderbar, aber es geht eben meist nur um billig und vor allem schnell. Mit Ästhetik hat das absolut gar nichts mehr zu tun. Selbst die "revolutionär"-neuen Schalterserien der namhaften Hersteller sehen für mich nur nach weißem, eckigem Plastik aus. Na gut, vielleicht haben manche "revolutionär"-abgerundete Ecken, aber sonst...

Da ich gerade dabei bin, mir einen alten Backstein-Turm bewohnbar zu machen, stellte sich mir natürlich auch die Frage nach der "Elektrifizierung". Die kleine, vorhandene Installation von 1932 habe ich wieder mit in Betrieb gestzt und erweitert, aber man kann sich denken, dass ich als AZUBI nicht 50€ pro Lichtschalter ausgeben kann, so schön sie auch sein mögen. Bei meiner Arbeit stoße ich zwar noch hin und wieder auf alte Bakelit-Steckdosen, die ich deinstalliere, aber Keramik-Teile findet man nirgends mehr aktiv.
Daher kann ich jedem nur empfehlen, Flohmärkte und Trödel-Center, etc. abzuklappern. Dort findet man in einigen Kramkisten meist noch den ein oder anderen Schalter, Steckdose, etc. Ich hatte sogar das Glück, dass einer der Händler wohl gerade ein altes Elektro-Lager aufgelöst hatte und mir deshalb für ca. 10€ eine große Kiste mit Materiel aus der Zeit von ca. 1930-1950 verkauft hat. Als ich den Inhalt sichtete, kam so mancher Schatz zu Tage und sogar Schalter für Luftschutzbunker,etc...

Natürlich muss man für diese "low-cost" Variante mehr Zeit mitbringen und ein bißchen Spaß am Basteln haben;-)
Auch, ist es eine Geschmacksfrage, denn so kann man kaum eine ganze Wohnung mit einheitlichen Schaltern/Steckdosen ausrüsten. Ich hab das aber eher als Vorteil gesehen.

P.S. Es versteht sich natürlich von selbst, dass ich bei der Installation, in "meinem" denkmalgeschützten, ehem. Wasserturm weder riesen Löcher gebohrt, noch irgend welche Steine aufgestemmt oder aufgeschlitzt habe.

Viele Grüße
elektrofreund
Philipp



Gibt es schöne Steckdosen für außen



Hallo,

wir haben eine Wohnung komplett mit Keramikschaltern und Steckdosen versehen, leider finden wir keine für den Aussenbereich. Wir möchten allerdings nicht auf eine Kunststoffdose zurück greifen.
Hat jemand einen Idee wo wir so etwas finden können?

Vielen Dank!!! und Grüße

Verena



Andere, sehr hochwertige Drehschalter



Hallo Leute,

Die Firma Tecnoline stellt die Berker Serie 1930 auch mit Porzellanabdeckung her.

Tecnoline findet Ihr hier: www.tecnoline.de

Bezugsquelle: http://www.voltus.de/lichtschalter/tecnoline/porzellanschalter/

Ein gutes Elektro Forum: www.elektrikforen.de



Gruß
Michael



Bakelit Schalter zum Verkauf



Hallo zusammen,

ich habe eine größere Charge (40 Stück) historischer Schalter (Unterputz) aus einem Nachlass erhalten. Es handelt sich hierbei nicht um Replikate.

Die Schaltfunktion wird über den Knebel ausgelöst und ist für 250V bis 6A geeignet. Der Anschluss erfolgt über Schraubkontakte.

Farbe: Bakelit im ursprünglichen dunkelem Braun (je nach Lichteinfall komplett schwarz).
Der Zustand ist insgesamt als hervorragend zu bezeichnen da diese noch einzeln abgepackt waren.



Lieber Echt alt als Replica !



Habe div. Aufputzbakelitschalter zum drehen oder schalten und Schraubabzweigdosen ähnlich wie " Imperator " teilweise auch Stücke aus den 30gern. Zusätzlich Bakelitdrehschalter weiss lackiert, alle mit Gebrauchsspuren.
Bei Interesse bitte unter 05103- 705312 ab 16:00 tägl. anrufen bitte auf AB sprechen rufen gerne zurück.



Um das nochmal



von der Werbung wegzukriegen:
es gab sehr wohl Kreuzschalter, gebräuchlich wurden sie aber erst relativ spät. Mir sind mal 10 Drehkreuzschalter von IKA aus der DDR mit Produktionsstempel Februar 1957 zugeflogen, im Originalkarton, nie benutzt. In der Bucht werden die leider teilweise sehr teuer gehandelt (mittlerweile haben die Preise aber deutlich nachgelassen, mit wenigen Ausnahmen).

Schukosteckdosen sind aber äußerst schwer aufzutreiben, das ist das größte Problem bei der Verwendung von Altmaterial.

Die Serie 1930 von Berker hat einen enormen Haken und zwar ist die Technik der Drehschalter nicht original, Tecnoline hat da offenbar versucht, das Rad neu zu erfinden. Erstens fehlt damit das typiche "Klack", zweitens weiß ich nicht, wie die Haltbarkeit ist. Die Manufactum-Drehschalter machen dafür große Probleme wenn man sie beim Einbau verkantet (man lese dazu die Kundenrezensionen bei der Porzellanserie).
Was mich an den abgebildeten Schaltern vom Design massiv stört: alle mir bekannten Originale hatten 2 Schrauben für die Abdeckung und nicht nur eine. Erstens sieht das seltsam aus, zweitens kann ich mir bei den beteiligten Kräften nicht vorstellen, daß sich das nicht leicht verkantet.

Vom Preis sollte man sich überlegen, daß diese Schalter wohl 30, 40 Jahre halten, bei sparsamer Benutzung auch 60 und mehr. Trotzdem finde ich sie ziemlich teuer (die Steckdosen seltsamerweise nicht, die sind recht günstig).



Tipp...



...wir haben uns vor kurzem auch mit dem Thema Drehschalter auseinandergesetzt. Wir wollten aber nicht die Bakelit-Version (schwarz) sondern alles in weiß.

Problem: Das Porzellan-System von Manufactum ist wunderschön, leider störte uns die Farbabweichung zwischen Porzellan-Abdeckung und Duroplast-Steckdose. Dann wollten wir auf die Duroplast von Manufactum umsteigen, dort wiederrum gefiel uns die extrem flache Abdeckung nicht.

Fündig wurden wir zunächst bei Berker "Serie 1930". Diese Serie hatte schöne Abdeckungen, aber leider gefiel meiner Frau der Knauf des Drehschalters nicht (so sind sie eben die Frauen).

Im Endeffekt haben wir dann beides kombiniert. Von Berker alle Steckdosen (Vorteil: Steckverbindung), SAT-Dosen und Abdeckungen. Von Manufactum die schönen Drehschalter und Dimmer.

Die Abdeckungen haben alle gut mit den Dreschaltern harmoniert, einzig bei dem Dimmer mussten wir einen leichten Grad mit dem Dremel innen wegnehmen, nach dem Anbringen unsichtbare Stelle. Das Endergebnis im Bild festgehalten. Vielleicht hat ja jemand ein ähnliches Problem und ist froh über diesen Tipp! In diesem Sinne... Grüße aus dem Hessenlande!