Schalldämmung Zwischendecke Finnhütte

27.06.2017 teddyhamster


Schalldämmung Zwischendecke Finnhütte

Hallo Community,

ich bin als Hobby-Handwerker inzwischen schon seit einigen Jahren dabei eine Finnhütte als Feriendomizil zu sanieren. Im Laufe der Zeit musste ich natürlich viele Sachen nachlesen, weil ich keine Ahnung hatte und bin dabei immer wieder auf diese Community gestoßen.

Aktuell beschäftigt mich eine Zwischendecke, konkret die (Schall)dämmung.

Wie auf dem Bild zu sehen ist, habe ich von unten alles abgerissen, was bisher an der Decke hing. Geplant ist nun, sog. Bonanzabrettern direkt auf die Balken zu schrauben. Dass ich den Hohlraum zwischen den Balken nicht leer lassen (Schall) sollte, ist klar. Ich habe nun noch mehrere Rollen Glaswolle übrig, und frage mich ob ich diese Dämmung problemlos verwenden kann, ohne noch zusätzlich Folie (Dampfsperre) einzuziehen?
Die Räume unterhalb, und oberhalb der Zwischendecke sind "Wohnräume", wobei das bei einem sporadisch genutzten Ferienhäuschen so eine Sache ist. Eine gewisse Feuchtigkeit hat man nach einiger Zeit Abwesenheit auf jeden Fall in den Räumen.
Vielleicht kurz noch etwas zum Aufbau des Hauses:
Keller | Betondecke | Wohnraum | Zwischendecke (Balken, alte Faserplatte, neue Lattung, neue Dielen) | Wohnraum
Ich hoffe, dass ich mein Anliegen einigermaßen verständlich beschreiben konnte.
Viele Grüße



Ist mein Plan so völlig falsch?



Ist mein Plan so völlig falsch, oder habe ich die falsche Frage gestellt? :)



Glaswolle



ist schalltechnisch nicht interessant wie meine Recherchen ergeben haben. Es sollte also ein schwererer Isolationsstoff sein. Dampfsperre ist jedenfalls zwischen Wohngeschossen nicht notwendig. Ansonsten gibt es so viele Beiträge zu Zwischendecken, dass man einfach nur wiederholen kann was hier alle paar Monate geschrieben wird. Auch sonst ist das Thema Schallschutz sehr komplex. Ohne schwere Schüttung oder ein anderes Gewicht ist alles nur sehr unvollständig.

Ich habe mir das von einem Bauphysiker berechnen lassen und die schalltechnisch relevante Schicht besteht aus 4 cm Splitt bzw. Sandschüttung. Ob die Bretter auf dem Bild das aushalten möchte ich nicht ausprobieren. Dazu kommen dann noch Hutschienen unter der Decke und ein schwimmender Estrich aus Trittschalldämmplatten.



also einfach weg lassen?



Heißt für mich übersetzt, dass ich die Zwischenräume auch einfach hol lassen kann, weil die vorhandene Glaswolle eh keinen Mehrwert in Sachen Schallschutz bringt? Den Deckenaufbau kann ich nicht ändern, damit fallen dann auch sinnvolle Schallschutzmaßnahmen weg.



Resonanzraum



ist halt dann da. Steinwolle oder Holzflex sollten etwas bringen. Schüttung geht halt schlecht von unten ;-)



Schalldämmung



Trockenestrich mit integrierter Schalldämmung oben,

https://www.fermacell.de/de/docs/FEW_7749-D_Konstruktionsprospekt_2.pdf

als Bekleidung unten:

http://udidaemmsysteme.de/produkte/udidaemmplatten/daemmplatten-detail/?tx_ttnews%5Byear%5D=2017&tx_ttnews%5Bmonth%5D=03&tx_ttnews%5Bday%5D=29&tx_ttnews%5Btt_news%5D=28&cHash=bd621cdd239e6fb4980b1a0a4662b831

Holzfaser oder Sonoroc in den Deckenzwischenraum.
Wandanschlüsse, Türen und Leitungsdurchbrüche beachten!



Hallo,



um die Schalldämmung zu verbessern sollte der Boden nicht direkt auf den Balken geschraubt werden.

Hier bietet sich ein schwimmende Verlegung an.

Grüße