Trittschalldämmung für vorhandenen Holzboden

07.08.2007



Guten Tag! Bitte um Rat:
Wie könnte man die Trittschall-Luftschalldämmung eines Holzdielenbodens massiv verbessern, ohne eine neue Decke einzuziehen o.ä.? (Vermieter wäre bereit weitgehend Kosten zu tragen.)Die jetzige Dämmung ist quasi nicht vorhanden:Man hört sogar z.B.Löffel fallen, jeder Schritt ist laut vernehmlich.Schlaf sehr schwierig, wenn Obermieter aktiv. Wäre die Verlegung eines "schwimmenden Estrichs" hilfreich? Kann sowas ein "normaler" Handwerker, oder muß das ein besonderer Spezialist machen? Was ist von Dämmmatten zu halten?
Vielen Dank für Tips!!

Hm,Zeit drängt leider ein bißchen, weil Oberwohnung nur noch 2 Wochen leer. Über baldige Antworten würde ich mich ganz besonders freuen. Danke.



Schalldämmung



Wie ist die vorhandene Decke aufgebaut?
Wie ist die Lichte Höhe bei Ihnen in der Wohnung?

.. der Vermieter wäre bereit, weitgehend die Kosten zu tragen...- ein richtiger Menschenfreund.
Es ist seine Verantwortung, die Wohnungen in einem ordnungsgemäßen Zustand zu halten, dazu gehört auch der Schallschutz!

Viele Grüße
Georg Böttcher



Trittschalldämmung...



Hallo, Herr Böttcher! Vielen Dank für ihre Reaktion!
Deckenaufbau von oben: (Teils lockere) Holzdielen auf Balken. D. von unten: ca. 2cm Rigips o.ä., dann Hohlraum mit Stroh gefüllt. Decke hängt durch, bei Gegenklopfen Rieselgeräusche.
Lampe aufhängen (auch mit Klappdübel+Gips)kaum möglich.
Genaueres kann ich leider nicht sagen, da ich nur Mieter ohne Handwerkerkönnen bin. Haus ist Nachkriegsbau. Im EG wurden z.B. für den Boden "Steinpappe" verwendet.
Höhe der Decke, untere Wohnung: 2,85 m mit abgerundeten Wandecken zur Decke. Abstand Heizkörper-Boden: 15cm
Zum Vermieter: Tja, wenn sich nur ein Mieter ohne Zeugen beschwert, kann mans gut auf den Mieter schieben.Da hat mans als Mieter schwer..

Mir wurde jetzt von einem Fachmann (laut Beruf)schwimmender zementgebundener Trockenestrich (trocken wg. unbekannter Belastbarkeit des Bodens)empfohlen.
Suche wieterhin nach hocheffizienter Lösung.
Danke für Antwort.
Gruß, D.Sief.



Trittschalldämmung



Das mit dem schwimmenden Trockenestrich ist eine praktikable Lösung, hängt aber von den Höhenverhältnissen ab. Mindestens 50 mm Aufbauhöhe können bei Türen und am Übergang zum Treppenhaus schon zu Problemen führen.
Meine Frage bezog sich aber auf den Deckenaufbau, also Balkenabstand, Dimension, Füllung. Der einfachste Weg, den Schallschutz zu verbessern, ist die Masse der Decke zu erhöhen. Also Dielung ausbauen und Masse in Form von Lehmschüttung, Sand, Betonsteinen usw. in die Zwischenräume einbauen. Das hängt aber von der Dimensionierung und damit der Tragfähigkeit der Decke ab.
Tritt- bzw. Körperschallübertragung kann mit einem schwimmenden, d.h. nicht mit der Decke starr verbundenen Belag gedämpft. Das kann ein Dielenbelag oder ein Trockenestrich sein.
Die Decke muß geöffnet und untersucht werden, danach kann die technische Ausführung festgelegt werden. Das ist aber wie gesagt Sache des Vermieters, nicht Ihre!
Eine weniger effektive Verbesserung der Schalldämmung kann mit einer untergehängten Zwischendecke erreicht werden; die 2,85 m in Ihrer Wohnung sind dafür ausreichend.

Viele Grüße
Georg Böttcher



Trittschalldämmung



Hallo Herr Böttcher,
ich habe das gleiche Problem. Eine Dämmung ist aber leider nur von unten möglich, Wie effektiv ist denn die Trittschalldämmung durch eine untergehängte Decke, in welcher Form macht man das? Für Informationen wäre ich dankbar.



Schalldämmung Decke



Besonders effektiv ist die Trittschalldämmung nicht, aber allemal besser als nix.
Die Ausführung erfolgt mit Trockenmaterialien; alle führenden Hersteller bieten Schallschutzdecken als Systeme an. Prinzip ist eine federnd abgehängte Decke aus Fertigteilen, die als untere, weiche Schale Schall brechen, schlucken und Resonanz verhindern soll.

Viele Grüße
Georg Böttcher