Beschädigung / Loch Außenputz / Balken auffüllen ?!

28.06.2012



Hallo Zusammen,

ich würde mich sehr freuen, wenn Ihr mir bei meinem Problem helfen könntet. An einer Stelle außen brückelt es und dort wo der Bauschaum zu sehen ist, wurde auch kräftig nachgefüllt.

Könnt Ihr mir sagen was genau die Ursache sein könnte, bzw. wie der Schaden korrekt zu Füllen wäre?

Anbei die Bilder und vielen herzlichen Dank vor ab!


Bilder:
http://s1.directupload.net/file/d/2935/hq9uwn92_jpg.htm
http://s14.directupload.net/file/d/2935/x95tc6e8_jpg.htm
http://s14.directupload.net/file/d/2935/8i542mq3_jpg.htm
http://s7.directupload.net/file/d/2935/8add3sca_jpg.htm



Grundschwelle



da liegt so einiges im Argen, mit ein bisschen Auffüllen ist es nicht getan.
Ich vermute das die Grundschwelle mittlerweile völlig verrottet ist.
Hauptursache neben den völlig untauglichen Materialien bzw. Reparaturversuchen ist die geflieste, fast waagerechte Kante die Regen- und Schmelzwasser in Mengen an die Grundschwelle und die Wand geführt hat. Eigentlich müsste der Schaden auch innen sichtbar sein.
Die Fliesen und der dichte Anstrich sorgen für eine Wasserrückhaltung in der darunterliegenden Mauer und der ehemaligen Grundschwelle.
Hier ist eine grundhafte Instandsetzung einschließlich Änderung der Wasserführung erforderlich.

viele Grüße



ein Schaden



kann sich "auswachsen" …

Die Bilder zeigen ein typisches Bild von Bausünden früherer Jahre.

dichte Farben
Bauschaum als Heilsbringer
ungeeignete Putze
verrostete Putzträger

Mag zwar schön aussehen, wenn man die Schäden nicht sieht aber im Kern sind die damals gemachten "Sanierungen" und Maßnahmen leider sehr kontraproduktiv für die Standhaftigkeit und das Lebensalter des Hauses.

Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass das lange dauern wird und etwas viel Geld kosten wird - aber lassen Sie es von Fachleuten erledigen.

Als erstes sollten Sie einen unabhängigen Fachmann kommen lassen, der ein genaues Schadensbild aufnotiert und dann ein Sanierungskonzept erarbeitet, damit Sie genau wissen was zu machen ist.

Manchmal kann man selbst viel selber machen um Geld zu sparen aber machen Sie die Schritte ERST, wenn sicher ist was zu tun ist.
Manche Handwerker sind auch gerne etwas zu "markthörig" und basteln wieder nur "modernes" Zeug drauf …

Tief durchatmen und nachdenken

Bei diesen Häusern sollten nur alt hergebrachte Materialien verwendet werden:
Leinöl
Lehm
Kalk (Luftkalk, Sumpfkalk, Kalkkaseinfarbe - KEINEN TRASS)
Holz

kein Zement
keine Zaubermittel

Konzept - Lösung!

Gutes Gelingen

FK



Logisch...



...keinen Trass!

Herr Kurz, wieder mal werfen sie mit Aussagen um sich, ohne auch nur den Ansatz einer Begründung zu bringen.

Also: Warum "KEINEN TRASS"?

Die Antwort bleiben sie mir und Anderen auch schon in einem anderen Thread schuldig.
Und bitte nicht wieder "zu hart und zu dicht". Sehe ich anders!

Zur Frage: bei den Bildern würde ich noch nicht einmal ansatzweise darüber nachdenken, wie das "zu füllen wäre". Ist da nicht auch Silikon oder Latexfarbe zu sehen?

Freilegen bis das Außmaß des Schadens in Gänze ersichtlich wird. Dann Überlegungen anstellen wie das zu reparieren wäre (nicht ausfüllen).

Wenn sie, Marc Stengel das tun, werden sich vermutlich weitere Fragen auftun, die sie hier posten sollten. Fachleute gibt´s hier reichlich.

Grüße
Martin



Ach...



..ich lese da was von Kalkkaseinfarbe.

Herr Kurz: im Außenbereich??

Meine Erfahrung damit:
ist zwar voll Öko das Zeug´s, aber von der Verarbeitung her beileibe nicht mehr zeitgemäß. Mindestens vier Anstriche bis es deckend wird. Mal abgesehen von der "Sauerei" die es beim Anstrich gibt (wie Wasser eben).
Im Außenbereich würde ich das schon gar nicht anwenden.

Auch wieder nur persönliche Erfahrungen. ;-)

Ihren Postings nach zu urteilen, Herr Kurz, wäre es ihnen vermutlich am liebsten, wenn der Bauherr im Garten ein Loch gräbt, wenn er Glück hat Lehm findet, beim Pferdebauern die Äppel von der Weide holt und beim Getreidebauern das Stroh dazu. Gibt es in der Nähe einen Kuhbauern kann man sicher auch einige Fladen abgreifen.
Aus diesem Sammelsurium dann eine Lehmmischung erstellt, mit der es unseren alten Fachwerkhäusern so richtig gut geht.

Für Leute die in der heutigen Zeit ihrer Arbeit nachgehen und damit ihr Brot verdienen müssen ist das inakzeptabel.

Und da sollte man auch mal über moderne, aber nicht schädliche Alternativen nachdenken.

Grüße
MW





Hallo zusammen,

vielen herzlichen Dank für die Antworten.

Das Haus ist schon seit vielen Jahren in unserem Besitz und wurde vor 20 jahren neu aufgebaut... aber nicht ganz fertig ;)

Nun wohne ich (24) in dem Haus.

Der Wasserablauf ist wirklich nicht optimal, das es vom stehenden Wasser kommt ist wohl sehr warscheinlich.

Bevor etwas gemacht wird, finde ich den Vorschlag, erstmal die dicke Farbe zu entfernen recht sinnvoll. Danach sollte der Schaden überall oder eben auch nicht sichtbar sein.

Wäre denn ein ERSETZEN / EINSETZEN eines Balkens oder Stabilisators bei beschränktem Schaden eine Überlegung wert? Natürlich in Verbindung mit einem neuen Mäuerchen um das Haus, welches das Wasser optimal abfliesen lässt?



@Martin W.



Warum sollte ich Ihnen denn eine genaue Begründung geben warum keinen Trass, wenn Ihnen "zu hart und zu dicht" nicht ausreichend ist?

Warum soll ich Ihnen erklären, dass Kalk-Kaseinfarben hunderte Jahre an Aussenfassaden funktionieren, wenn Sie das nicht wollen.

Warum kommen Sie mit fadenscheinigsten "Wirtschaftlichkeitsparolen" wenn dann nach 3 Jahren die Fassade dem Bauherrn wieder um die Ohren fliegt?

Normalerweise war es des Menschen Natur aus Fehlern zu lernen und dann etwas BESSER zu machen.
Deshalb gibt es KULTUR, KUNST und HANDWERK = Können!
Manhat es immer BESSER gemacht - nicht einfach ANDERS um dann in ein paar Jährchen wieder und wieder und wieder was zu kreieren um immer wieder Kasse zu machen.
Das Zeug wird immer schlechter - seltenst BESSER!

Da mittlerweile das Handwerk seinen "Goldenen Boden" verloren hat, weil es den "Fakten" oder Zwängen der Zeit geglaubt hat und den allzu praktischen Verführungen des "schnell & praktisch" auf den Leim gegangen ist, leiden die Bauherren vermehrt an finanzieller Not, da kein Verständnis mehr da ist, wie es richtig, gut und nachhaltig geht.
Nämlich nur dadurch kann man GELD sparen und Ressourcen schonen und nicht damit, dass man es falsch macht und die alte Bausubstanz dann verreckt und sich alle beschweren, dass das alte Glump weg muss und dass die Denkmäler nur Geldfresser sind.

Ich will keineswegs, dass die Bauherren in ihren Grundstücken nach Lehm buddeln und daraus die Häusschen bauen, sondern, dass sie sich fragen sollten wie geht es denn wirklich besser und nachhaltiger - warum stehen denn die FWH heute noch teilweise, denn so wie heute gebaut wird und saniert wird stehen die Teile m.E. in spätestens 50 Jahren nicht mehr.

Das ist "Vernichtung von Volksvermögen"!

Ich bilde mir halt ein zu wissen, was der Trass kann und macht auf lange Sicht und rate deswegen davon ab.

Ein Leitspruch von mir:
"Mache das, was du kannst - das andere lass einfach bleiben!"

FK

an den Frager:

Freilegen der Schadstellen, schadet nie
aber Sie sollten sich wirklich einen holen, der davon was versteht um auf lange Sicht keinen Fehler zu machen.
Bleiben Sie bei den altbewährten Baustoffen die schon ihre Erfahrung mitbringen - das zahlt sich aus, glauben Sie mir!





Ich glaube, dass Herrn Stengel in dieser Phase weder Trasskalk, noch Lehm oder Pferdeäpfel helfen.
Die Schwelle wurde mit Bauschaum ersetzt, gespachtelt etc. und es wirkt als wäre diese teilweise nicht mehr existent.
Zunächst muss das Bauteil geöffnet werden um zu sehen ob dieses noch tragfähig und was davon noch zu gebrauchen ist. Als Ursache steht schon dieser geflieste Sockel in Verdacht, vielleicht aber auch nicht alleine. Spachtelmassen, dichte Farbe, Oberputz muss man sich genauso einmal ansehen – ebenso den Wandaufbau von innen!

Vorgehensweise:

=> zunächst Ursache(n) ausloten
=> Ursache beseitigen
=> Bauteil instandsetzen / austauschen
=> mit den richtigen Materialien wieder verschließen

Wo steht das gute Stück, vielleicht kann sich das jemand aus dem Forum einmal ansehen?

Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer