Sanierung - Förderung - Umsetzung - Beratung

13.07.2009



Hallo,

auf das Risiko hin hier gesteinigt zu werden, weil die "Suche" nicht verwendet oder die zig tausend Beiträge nicht zuvor ordentlich gelesen zu haben, mein Fragenpaket an euch:

Grundlage: Hauskauf, Objekt: Haus Außenwände massiv, der Rest Holz, außen komplett Schiefer verkleidet, uralter Ostbau, teils unterkellert, scheinbar Holzböden mit Aufschüttungen, keine Heizung sondern Zimmeröfen, Wasserleitungen uralt, Elektrik ebenso.

Vorhaben: Sanierung

Gegebenheiten: frühzeitiger Einzug und schrittweise Sanierung

Soviel zur groben Übersicht, nun ein paar Details.

Das Haus an sich ist in einem ordentlichen Zustand, bis eben auf die Tatsache, dass weder eine Zentralheizung oder Warmwasserversorgung installiert ist und die innere Bauweise überwiegend mit Holz erfolgt scheint. Da das Haus nur Teil-Unterkellert ist, sind die Fußböden wie Decken mit Holzbalken versehen und bedürfen einer dringenden Sanierung. Da ich Fliesen oder Parkett/Laminat bevorzuge (Stauballergie) und eiligst wohnbare Verhältnisse schaffen möchte, bitte ich um fokussierten,versierten Rat.

Teilarbeiten kann ich selbst übernehmen, also bedarf es wohl eines Ansprechpartners für eine umfassende Beratung für das eilige Vorhaben in Sachen Sanierung selbst und die Förderungsprogramme.

Wer weiß Rat für eine erfolgreiche Umsetzung ohne Spätfolgen, da ich hier bereits las, dass ein Haus nichts verzeiht ;) , gesamtheitliche Berater, damit ich nicht mit X Personen sprechen muss, wo der eine Hüh und der andere Hott sagt.

Kostenvergleiche insbesondere bei den zu implantierenden Heizungs/Warmwassersystemen, auch in der Hinsicht der Bezahlbarkeit.


LG

David



Sanierung etc.



Hallo,

wenn Sie Förderung wollen, machen Sie sich ein Maßnahmenpaket und sehen nach, was die KfW so an Programmen passendes hat.
Merke: fast alle Förderungen sind heute Darlehen, geschenkt wird kaum etwas.
Raumweise kann man arbeiten, wenn man einzieht.
Holzböden mit Schüttung sind kein Mangel, Laminat da drauf kann aus verschiedenen Gründen aber zum Problem werden.

Wenn Sie handwerkliches Geschick haben, können Sie selber schraubfähige Wasserleitungen einbauen. Sie sparen das Spezialwerkzeug.
Bei Heizungen müssen Sie sich Kostenangebote machen lassen.
Die richtige Auslegung hängt ja vom kalkulierten Verbrauch ab, also spielt die Dämmung der Gebäudehülle eine Rolle.

Übrigens gibt es auch neue Konzepte, die hier selten diskutiert werden, wie z.B. Mikro-BHKW (sun-machine, whispergen etc.), bei denen die Stromvergütung zur Amortisierung beiträgt.

Grüße vom Niederrhein





Hallo,

wie Sie in Ihrem Beitrag schrieben haben Sie eine Stauballergie.

Ich würde Ihnen hinsichtlich der Lebensqualität nicht raten in das Haus einzuziehen und dann Raum für Raum zu sanieren.


Grüße



Feedback



Hallo,

ein Feedback von mir.

Also, das nun entschiedene Projekt ist nun ein Haus mit Holzbalken und Estrich als Böden/Decken. Das Haus ist frei von Bodenbelägen/Deckenverkleidungen, besitzt keine Wasserleitungen und eine uralte Stromversorgung.

Mein Ziel ist nun, die Erneuerung der Stromversorgung und eine Grundwasserversorgung, insgesamt wie folgt:

Durchlauferhitzer für Küche/Bad

1 Zentraler Dauerbrennofen halb im Wohnzimmer halb im Flur oder 2 Dauerbrennöfen, da 2 Kamine (je ein Kamin je Haushälfte)

1 Holzherd in Küche

1 el. Heizkörper im Arbeitszimmer

Bodenausgleich durch Nivelliermasse

Fliesen im ganzen Haus

Wände mit biol. Putz

Decken weiß ich noch nicht.

Fenster erneuern

Dränage um das Haus legen

Dach dämmen


So kann ich die Staubarbeit, Wasser und Strom erledigen lassen bevor ich einziehe, um dann mich von Raum zu Raum vorarbeiten zu können.

LG

David



Sanierung



Hallo David,
warum willst Du eine "Drainage" ums Haus legen lassen?

Viele Grüße



Drainage



Hallo,

die Drainage deshalb, weil ein Kellerraum Nässe hat, die anderen aber strohtrocken sind und aufgrund der Gegebenheiten dort mir eine Drainage empfohlen wurde, um die Nässe in dem einen Keller in den Griff zu kriegen.

Alle anderen Räume, 6 im EG und 6 im 1.Stock sind rundum strohtrocken.

Die Wände sind übrigens mit einer Art Kalkputz versehen, weshalb ich mich die Tage einmal über Kalkputz informieren möchte.

Noch hadere ich mit dem Heizkonzept, da ich einerseits für die kurze Nutzdauer des Hauses keine von Grund auf langfristige Lösung möchte, aber trotzdem ausreichend Wärme für das Haus und dessen Wände haben möchte.

Heisst, ich möchte auf einen Öl/Gas/Feststoffbrenner verzichten, darum Durchlauferhitzer für Warmwasser (Bad/Küche).

Ist es wirklich so, dass ein Dauerbrandofen im Flur die Zimmer mit Wärme versorgen kann? Kachelöfen sind ja heftig teuer. Aktuell haben wir einen Kachelofen im derzeitigen Haus, welcher ein wenig in den Flur ragt, größtenteils aber im Wohnzimmer präsent ist und so die Wärme im Wohnzimmer aber auch in den Flur und damit ersten Stock trägt.

LG

David



Keller trockenlegen



Hallo David,
eine Dränung (so wird das im Bauwesen genannt) ist eine aufwändige und nicht billige Sache.
So etwas sollte man nur einbauen, wenn es erforderlich ist.
Da habe ich so meine Zweifel.
Du schreibst selber, das einige Kellerräume trocken sind, einer nass.

Eine Dränung wird nur für EINEN EINZIGEN FALL angewandt, dann, wenn der Keller eines Gebäudes kurzzeitig mit hydrostatischem Druck ("drückendes" Wasser) belastet wird.

Wie äußert sich das?
Immer nach schweren Gewittern oder ergiebigen Niederschlägen kann sich in der ehemaligen, mit Kies oder Sand verfüllten Baugrube des Kellers Regenwasser aufstauen, das aus wasserführenden Schichten oder bedingt durch die Geländeform an der Oberfläche ans Haus läuft. Dieser Aufstau passiert, wenn das umgebende, vorhandene Erdreich nicht durchlässig genug ist. Das ist bei bindigen Böden der Fall. Bis das Wasser versickert, staut es sich unten auf und drückt entweder in der Aufstandsfuge zwischen Fundament und Wand oder unter dem Fundament durch den Kellerboden. Falls Löcher und Spalten in der Wand sind, sprudeln sogar kleine Bäche in den Keller.

Für diesen Fall gibt es zwei Möglichkeiten zur Vermeidung von Wassereinbrüchen:
1. Kelleraußenwände und Fußboden werden als wasserdichte Wanne ausgebildet. Das ist teuer und nachträglich im Altbau nur schwer zu schaffen.
2. Man legt eine Dränanlage um den Keller.

Die besteht aus:
- einer Filterlage, die gegen Einspülung von Bodenteilchen gesichert ist,
- der Dränleitung,
- Kontroll- und Spülschächten,
- einer rückstausicheren Anbindung an die vorhandene Grundstücksentwässerung.
Wenn diese Anlage nicht sorgfältig geplant , errichtet und gewartet wird, dann mutiert sie schnell zu einer Kellerbewässerungsanlage.

Ich hoffe, Du denkst jetzt noch einmal über dieses Vorhaben nach.
Das sollte auch bei anderen Dingen die Regel sein. Wenn Du etwas nicht verstehst, nicht weist, was das eigentlich bewirken soll oder wie es funktioniert, erst fragen.
Nicht das nachmachen, was die Anderen alle machen.
Diese Lemmingeinstellung kann eine Menge Geld kosten oder noch Schlimmeres bewirken.

Viele Grüße



Vorsicht walten lassen



Hallo,

jetzt rollen sich Fußnägel hoch, aber ich muss es so schreiben: ich weiß nicht wirklich warum der eine Keller nass und die anderen trocken sind. Mir wurde nur gesagt, dass es mit einer Drainage getan sein könnte, weil dadurch das Wasser vom Haus ausgeleitet und fern gehalten wird.

Was mich wunderte war, dass in besagtem Keller, die Deckenbalken regelrecht pitschnass, also mit Wassertropfen versehen sind, was aber in den anderen Räumen nicht der Fall ist.

Wie in der Email schon beschrieben, bin ich an dem Keller generell nicht interessiert, also ist mir eigentlich jede Lösung Recht, welche das Wasser vom Haus fern hält, Keller hin, Keller her.

LG

David