Sanierung altes Bauernhaus oder Abriss.

01.10.2014 Tuwok



Hallöchen,

ich stehe gerade vor der schweren Entscheidung, mein altes Bauernhaus Bj. 1815 zu sanieren oder wahrscheinlicher, man zu reißen.
Das Haus hat eine Grundfläche von ca. 420 m2 und ist uberwiegend aus Fachwerk. Die bauliche Substanz ist als eher sehr schlecht zu bezeichnen. Weder besitzt das Gebäude irgendwelche Betoneinbauten wie z.B. Fussböden, Decken usw. Sämtliches Holz des Dachstuhles und zum grossen Teil auch das Fachwerk wäre wieder verwertbar. Dacheindeckung und samtliches Mauerwerk, so wie Fenster, Türen usw. natürlich nicht. Auch sitzt die alte Stroheindeckung noch unter den Pfannen. Die Fundamente des Gebäudes bestehen aus Kiesingen in irgend etwas.
Nun stellt sich die Frage, Abriss oder Sanierung? Abrisskosten ca. 60.000 Euro.
Vielleicht finden wir ja einen Diskussionseinstieg.
Ich habe ein paar Bilder beigefügt.
http://www.fotos-hochladen.net/uploads/20141001133k7fnvtg6sc.jpg
http://www.fotos-hochladen.net/uploads/20141001134n47iq5yje3.jpg
http://www.fotos-hochladen.net/uploads/20141001134k13twb59ha.jpg
http://www.fotos-hochladen.net/uploads/20141001134c34rgtnu0k.jpg
http://www.fotos-hochladen.net/uploads/201410011342no7hvw5a1.jpg
http://www.fotos-hochladen.net/uploads/20141001134vruqw837li.jpg
http://www.fotos-hochladen.net/uploads/201410011344lgtkjqy6w.jpg


Gruß



Die Sanierungsoptionen ...



... werden in erster Linie von Ihren finanziellen Möglichkeiten bestimmt, einer Vorstellung von der zukünftigen Nutzung des Gebäudes -bestimmt nicht nur für eine Familie ?- und bau- und planungsrechtlichen Vorgaben, die die Nutzung / Umnutzung / den Umbau / die Erweiterung etc. betreffen könnten. Ggf. müssen Auflagen/Vorgaben des Denkmalschutzes berücksichtigt werden.

Ein weitgehend im ursprünglichen Zustand befindlicher Fachwerkbau von diesen Ausmaßen (420m2 nur ebenerdig?), eventuell 2-3-geschossig auszubauen, bei schlechtem Erhaltungszustand und nicht ausreichender Fundamentierung, wird Sanierungskosten ab € 1.800,-/m2 BGF zur Folge haben, wahrscheinlich eher noch mehr.





Also WE fallen flach. Da sind wir bereits ausgereizt.



Keine Ursache



Wirklich gerne geschehen ....



Ganz groß



Beim Betrachten der Bilder (okay, die Bildqualität ist nicht eben optimal) würde ich sagen, ich habe schon Schlimmeres gesehen, aus dem was richtig Gutes geworden ist.
Herr Pickartz hat die entscheidenden Punkte schon aufgezählt.
Ich nehme an, mit WE meinen Sie Wohneinheiten??

Alternative wäre eine gewerbliche Nutzung, für viele Branchen könnte ein derartiges Platzangebot interessant sein. Das hängt natürlich vom Bedarf in ihrer Region ab.

Zweite Alternative wäre verkaufen und vielleicht das Glück haben, einen (geld)potenten Althausliebhaber als Käufer zu finden.
Ich will nicht mit dem Zeigefinger wedeln, aber bedenken Sie, dass mit jedem Abriss eines solchen unverschandelten Objekts auch ein Stück regionaler Kultur dahingerafft wird. Und nahezu nichts von dem, was heutzutage gebaut wird, kann diese Lücken auch nur ansatzweise füllen.

Wenn Sie also selbst kein Interesse oder keine Möglichkeiten haben, hieraus was zu machen, geben Sie einem anderen die Chance (sofern sich einer findet). Abreißen können Sie dann schlimmstenfalls immer noch.





Also erst einmal vielen Dank für die Infos. Ein Verkauf scheidet eigentlich auch aus, da mein Wohnhaus direkt noch vorne links vom Giebel an das alte Gebäude angekoppelt ist. Gewerbeflächen oder Reiterhof wärgern wahrscheinlich die einzigen Möglichkeiten. Wir sind im Außenbereich einer 15000 Einwohner Stadt. Ca. 3 KM von Zentrum entfernt. Eigenkapital so wäre eigentlich nicht wirklich vorhanden.
Wie schaut es bei Bj. 1815 denn mit Denkmalschutz aus. Muss ich da noch was befürchten in den nächsten Jahren?