Dachausbau




Hallo zusammen, wir haben uns ein gemauertes Haus gekauft von 1948 und genau so alt ist auch das Dach. Wir bekommen jetzt ein Neues mit Doppelseitigen Gauben und es muß zwei Kinderzimmer und ein kleines Bad enthalten.

Frage 1 da das Dach nicht als Wohnraum galt sind die Dielen locker, alt und staubig... um einen Trittschall zu bekommen sollten wir besser die Bohlen lösen und sehen was darunter ist? oder was schlagt ihr vor? wenn es geht kostengünstige Lösungen anbieten...

Frage 2 Was schlagt ihr vor als Trennwände zu nehmen? die Fläche ist sehr klein ca 25qm mit einer steh höhe von 245cm.

Frage 3 wer hat Erfahrung mit, das Fallrohr für das WC von Außen lang laufen zu lassen? Für Wasserleitungen haben wir den alten Kamien der in der Mitte des Hauses lang läuft aber leider geht das mit dem Fallrohr nicht sonst werden die Kinderzimmer mini und das Bad groß. Also geht auf keinen Fall.

Vielen Dank für Tips



Moin,



da ihr da nie wieder dran geht, würde ich auf jeden Fall mal ein paar Dielen hochnehmen und reingucken. Die eventuellen Hohlräume verfüllen, bringt ne Menge und kost nicht viel.
Was ist jetzt zwischen den Balken?
Wollt ihr die alten Dielen wieder Verlegen oder neu machen?

Trockenwände sind leicht, können fast überall hingebaut werden und machen die Installationen einfacher, es bleibt aber der Eindruck einer "Pappwand", wenn man dagegenklopft.

Sieht halt nicht sehr schick aus.....aber da kein Wasser drinsteht, was frieren könnte, hätt' ich keine Bedenken.

Gruss, Boris



Trittschall



dämmen geht nur durch schwimmend gelagerten Fussbodenaufbau.
Die Luftschalldämmung lässt sich durch eine Schüttung zwischen den Balken verbessern, allerdings keine schweren Materialien einsetzen. Dann entweder die alten Dielen oder neuen Rauhspund auf den Balken verschrauben, die Innenwände im Trockenbau aufstellen und dann einen Trockenestrich einbauen.
Von einem Aussenliegenden Fallrohr für Abwasser kann ich nur abraten, bei einer Balkendecke ist es ein leichtes, einen Deckendurchbruch herzustellen und das Rohr im EG mit einem Rohrkasten zu verkleiden.
MfG
dasMaurer



Dachausbau



Hallo,

zunächst einmal ist ein Dachausbau genehmigungspflichtig. Im Verfahren wird auf jeden Fall die Tragfähigkeit der Decke geprüft, welche normalerweise bei einem Spitzboden nur mit 100 kg/m² angenommen wurde. Für Wohnräume auf Holzbalkendecke werden aber 200 verlangt !
Bitte überprüfen Sie das anhand der Ursprungsstatik, die beim Bauamt liegt.
Für leichte trennwände ist ein Zuschlag zu rechnen.

Die Sache mit dem AW-Rohr sehe ich wie Ulrich Warnecke. Bitte nehmen Sie eins, das schall- und Wärmegedämmt ist und nicht ein HT-Rohr aus dem Baumarkt ! Die o,025 m² Wohnraumminderung können Sie verkraften.

Über Trittschallminderung reden wir, wenn die Tragfähigkeit geklärt ist. Nicht tragfähige Decken lassen sich ertüchtigen.

Grüße vom Niederrhein



Klar haben wir



Vielen Dank für die Antworten. Wir haben natürlich eine Baugenehmigung und auch ein Architekt und ein Statiker waren vor Ort. Aber ausbauen müssen wir selber. Ich merke halt das in 1 ET bei kleinster Bewegung schon ein lautes Geräusch entsteht und möchte das bei den Kinderzimmern sofort richtig machen da wir ja darunter schlafen wollen....

Mit dem Fallrohr durch die Wohnräume geht nicht. Unter dem Bad sind in beiden Geschossen rechts und links Fenster und zum Rahmen nur 10cm. Der Platz hier ist eh super knapp gerade mal 33qm pro Etage und es befinden sich schon Treppenhaus, Wohnzimmer und Küche dort verteilt. Darüber sind zwei Schlafzimmer und ein mini Zimmer das wir als Büro genommen haben. Jetzt fehlt hat das Dach mit dem kleinen Bad (hat uns die Bank so vor diktiert also ein muß).

Vieleicht klappt das die Bauzeichnung mal hoch zu laden. Ich habe auch nichts von einer Deckendicke dort gefunden. Sollte aber dick genug sein sonst gäbe es ja keine Genehmigung.



wenn



Ihr das Abwasserrohr an die Außenfassade legt, wird es mit einer großen Regelmäßigkeit im Winter einfrieren. Das würde zu Schäden am Rohr und an der Fassade führen. Da das sicher nicht eure kostengünstiege Bauweise fördert - Reparaturen kosten nun mal viel Geld, müsstet Ihr dieses Rohr so verkleiden, daß es bis -20°C frostfrei ist oder zusätzlich eine elektr. Heizung einbauen (z.B. für Dachrrinnen erhältlich). Ob Ihr das so wollt und baut, ist Eure Angelegenheit. Ob der Archritekt eine besser Lösung vor Ort findet, kommt auf dessen Ideen an.
Die Trennwände würde ich aus Trockenbau anfertigen, da dies leicht ist und später, wenn die Kinder aus dem Haus sind, wieder ohne Probleme ausgebaut werden könnten (Wenn sie als letztes eingebaut werden). Dann hättet Ihr statt der zwei kleinen Zimmer ein großes Gästezimmer. Alles andere solltet Ihr mit Eurem Planer besprechen, denn der kennt alle Gegebenheiten vor Ort - wir kennen ja noch nicht mal den Grundriss.



Hallo, nur zur Frage 3:



unser Haus wurde von den Voreigentümern zu einem Dreiparteien-Mietshaus vergewaltigt, obwohl es ursprünglich ein großzügiges Einfamilienhaus war(mit Dienstboten, sind leider alle abgehauen ;-) U.a. sind auf Biegen und Brechen im Turmgeschoß Bad und Küche reingeprügelt worden, wobei alle Wasser-und Abwasserrohre auf dem ungedämmten Dachboden langgeführt wurden. Wir haben beim Rausreißen das Elend der Bewohner quasi nachvollziehen können: alle Rohre waren x-mal geflickt und wieder und wieder mit Mineralwolle, darunter mit Lumpen und ganz unten mit des Kaisers Unterhosen :-) umwickelt. Jeden Winter saßen die Leute offenbar ohne Wasser und mit zugefrorenem Abwasser da ! Und das bei Rohrführung unterm Dach - noch nicht mal direkt der Witterung ausgesetzt. Ich kann mich den Warnungen hier nur wärmstens anschließen !

Versorgungsleitungen durch alte Schlote zu ziehen, birgt m.E. einige Risiken. Auch wenn der Kopf bis unters Dach abgetragen wurde, hat so ein alter Zug m.E. ein ganz eigenes Feuchte-Leben. Auch dürfte die Konzentration von div. Chemie nicht ganz ohne sein, je nach Versottungsgrad. Nicht umsonst besteht der Schorni wie ich es erlebte auch bei teilabgerissenen Zügen oben auf einer Entlüftung. Die Rohre sollten m.E. so geschützt sein, daß sie in diesem Mikro-Klima äußerst korrosions-und auch chemiebeständig gegen die Nebenprodukte der ehemaligen Rauchgase sind. Also m.E. keinesfalls blankes Rohr reinlegen.

Grüße





oh ich habe schon lange nicht mehr hier rein geschaut. Vielen Dank für die vielen Antworten. Unser Haus ist 1996 für 50.000€ Saniert worden und alle Wasser,Strom und Abwasser Leitungen sind erneuert worden. Auch ist eine Ölheizung samt leitungen usw neu ins Haus gelegt worden und das alles bis ins Dach hinein da der alte Besitzer schon vor hatte das Dach Auszubauen aber leider darüber gestorben ist. Der Lehmgestampfte Keller ist vom Profi ausgehoben und gefestigt worden. Auch ein neuer Kamien an einer ganz anderen stelle ist entstanden so das der Alte leer und ungenutzt steht bzw jetzt als Kabelkanal missbraucht worden ist





so da es länger Zeit Baustop gab fangen wir jetzt wieder an. Dämmung ist Fertig und wir haben uns entschlossen den Boden um eine Treppenstufen höhe zu erhöhen. Es können so alle Rohre für Heizung, Wasser und Abwasser gut verlegt werden. Der Boden war bereits vom Vorbesitzer gedammt so das wir uns für eine Styropor Kügelchen Schüttung entschieden haben (bessere Vorschläge gerne). Habe auch mal eine Skizze. Wir hatten eine Fachfirm hier und das 100er Rohr kommt doch durch den alte Kamin.