Risse in Bodenplatte

12.06.2017



Hallo zusammen,

vor etwas mehr als einer Woche habe ich die Bodenplatte für das euch bereits bekannte Gartenhauswerkstatt-Projekt betoniert.
Es wurde eine doppelte Lage PE Folie eingelegt und darauf eine Q157 Matte auf Abstandshaltern (35 mm) eingelegt und anschließend betoniert.
Der Beton wurde im Verhältnis 1:4 (Zement / Betonkies 0-16) und mit einem W/Z-Wert von etwas unter 50%.
Als Nachbehandlungsmaßnahme habe ich 7 Tage lang bewässert und eine Art Zelt darüber gestellt, damit die Sonne nicht draufbrennt.

Nun habe ich etwa 6 Risse im Beton.
Die Risse sind etwa 30 bis 90cm lang, etwa 0,2-0,4 mm breit und, soweit ich es bis jetzt herausfinden konnte, etwa 5 bis 10 mm tief.
Ich würde gerne wissen, was die Ursache hierfür ist, bzw. sein kann und ob und wenn ja welche Maßnahmen zu treffen sind, um die Schäden zu beheben.

Was mir auch aufgefallen ist, ist dass sich an der Oberfläche des Betons einige Stellen befinden, an denen sich die Oberfläche leicht ablöst, bzw. abkratzbar ist (Dicke etwa 1 mm).

Kann das daran liegen, dass ich den Beton zum Schluss hin etwas dünnflüssiger gemacht habe, damit ich ihn leichter abziehen kann und er daher leicht geblutet hat?
Vor dem Abziehen stand ein moderater Wasserfilm an der Oberfläche.

Bilder folgen in Kürze.



Bilder



Vor dem Betonieren:
http://www.bilder-hochladen.net/files/big/lv0q-r-7ecf.jpg

Risse:
http://www.bilder-hochladen.net/files/big/lv0q-x-a39c.jpg
http://www.bilder-hochladen.net/files/big/lv0q-w-7a66.jpg
http://www.bilder-hochladen.net/files/big/lv0q-v-de43.jpg

Oberfläche:
http://www.bilder-hochladen.net/files/big/lv0q-t-c838.jpg
http://www.bilder-hochladen.net/files/big/lv0q-s-24cf.jpg



Bodenplatte



Tja, da werden Sie wohl alles wieder rausstemmen müssen.
Mit solchen Rissen ist die Standsicherheit des Gartenhäuschens nicht gesichert. So wie das aussieht kann man das Fundament höchstens mit 60 bis 80 Tonnen pro Quadratmeter belasten.
Beim nächsten schweren Erdbeben ab Stärke 8 in Kombination mit der Druckwelle eines Asteroideneinschlages wird dieses Fundament wohl irreparablen Schaden nehmen.

Das ist natürlich Quatsch, sowohl Erdbeben als auch Meteroiteneinschlag übersteht es schadlos.
Wenn Sie trotzdem Angst davor haben sollten: Das Fundament an einen 60 Tonnen- Kran anschlagen, am Stück aus dem Boden heben und an einem erbebensicheren Ort wieder einbuddeln.
Warum bin ich so sarkastisch:
Weil ich langsam das Gefühl habe hier bei so einer Art versteckter Kamera zu sein.
Kann es sein das die Realität manchmal komischer ist als eine Satire?

Falls es real ist:
Bauen Sie Ihr -was auch immer da draufkommt- weiter. Es kann nichts passieren.

Falls es Sie beruhigt:
Das sind Schwindrisse, hervorgerufen durch einen zu hohen Wasseranteil im Beton in Verbindung mit Zwängungsspannungen durch die Streifenfundamente.
Das auf den paar Quadratmetern hinzukriegen ist schon eine Leistung.



Nur ein Gartenhaus....



Es kommt doch wohl eh eine Feuchtigkeitsabdichtung darauf, die alle Risse überbrückt.
Es es ohnehin besser, Beton nur dann zu verwenden wenn er notwendig oder sinnvoll ist (irgendwann wird alles wieder beseitigt...)

Für Gartenhäuser gibt's sicher einfachere Konstruktionen-
aber das wurde wohl alles früher schon erörtert.

In diesem Fall: nicht zu viel Gedanken machen- eh alles überdimensioniert und leicht reparabel.

Wie soll jetzt weiter gebaut werden?

Andreas Teich