Lehm-Unterputz wirft sich auf

07.05.2012



Guten Morgen liebe Lehmputzerinnen und Lehmputzer! ;0)

Ich habe in meinem "Domizil" nun mit den Verputzarbeiten angefangen. (Aufbau: 15cm Fachwerk mit LLS-Ausfachung, 15cm Blähton-LL-Schüttung, Schilfrohrmatten, WFH)
Vorbereitend habe ich die Flächen mit Lehmschlämme "getränkt" und trocknen lassen. Anschließend habe ich bis OK WFH ca 2cm stark den Unterputz aufbegbracht und die WFH bei mittelmäßiger Temperatur eingeschaltet. Erwartungsgemäß entstanden Trocknungsrisse im Unterputz, zu 99% entlang des Verbundrohres. Jedoch muss ich beobachten, dass sich der Putz an einigen Stellen entlang der Rohre aufwirft, ähnlich einer Eisscholle, ohne jedoch Kontakt zu den Heizungsrohren zu haben, da dort ja die Schwundrisse entstanden sind.
Woran kann das liegen? Die Mischung des Unterputzes liegt mit Sand/Lehm/Stohhäcksel bei 1:1:2. Ich weiß, dass ua Schillberg/Knieriemen sogar drei Teile Stroh im Unterputz beschreiben. Aber kann das die Ursache sein? Oder habe ich zu wenig verdichtet? Aufgetragen wurde maschinell.
Durch die Lehmschlämme bildeten sich kleine "Lehm-Keile" zwischen Wand und Verbundrohr, kann dies ursächlich sein? Hätte ich diese entfernen sollen, damit sich der Unterputz unter die Rohre drücken kann?

Ein wenig ratlos verbleibe ich zunächst in erwartungsvoller Hoffnung auf Eure Vorschläge....... :0)

Olli





Ergänzung : Die Aufwerfungen entstanden innerhalb der ersten 24 Std., der Putz ist demnach noch schön feucht.



Hallo



Hallo deiner Beschreibung muss ich davon aus gehen das du zu fetten Lehm als Schlämme aufgebracht haben könntest. Aber wie gesagt nur eine Vermutung. Zu oft muss ich feststellen das die Aussage das man mit Lehm sehr gut alleine klar kommt nicht immer zutrifft, und dann doch weil es nur mündliche oder schriftliche Hinweise sind immer wieder die selben Fehler und Schäden auftreten. Vielleicht bringt es dir was mich anzurufen und mir noch einige Fragen zu beantworten so das ich dir einen fachlichen Rat geben kann, denn ich will vermeiden das du nicht zufrieden bist mit einer nur teilweise beantworteten Frage
Oft kann man mit einer einfachen putzprobe und einen guten Rat von einem der sich schon länger mit Lehm beschäftigt solche Fehler vermeiden. Ich würde dir auch raten nach einer Lehmprobe die Schlämme und auch den Putz so abzumagern um risse zu vermeiden
Die Schollenartigen Ablösungen sind ein Zeichen für zu fetten Lehm.
Aber wie schon geschrieben nur eine Vermutung greif einfach mal zu Hörer und ruf mich an.
Mit freundlichem Gruß
Die Lehmschwalbe
Ralf



Sand/Lehm/Stohhäcksel bei 1:1:2



Hallo Noober,

Ralf hat recht: Sand/Lehm/Stohhäcksel bei 1:1:2 ist zu fett!

viele Grüße



Wie schon gesagt ist der Lehm zu fett.



Gerade auch bei größeren Auftragsstärken macht sich eine Faser, wie z. B. Stroh sehr gut.

Was soll die Schlämme? Eine Trennschicht zwischen Putz und Untergrung bilden?

Grüße Gerd





Vielen Dank für die schnellen Antworten und Hinweise!
Die Schlämme wird bei allen Ziesemännern, Minkes, Knieriemens, Schillbergs und Co auf den Schilfrohrmatten als notwendig erachtet. Daher war es mir fern dies zu ignorieren.... Sollte sich das jetzt als Fehler darstellen?



Die Schlämme



ist eins, die größerer Auswirkung hat der falsch eingestellt Putz.

Es gibt genug Quellen die wie ich auch den Einsatz von Schlämme für falsch halten.

Grüße





Ja, mein Gruben-Lehm ist einfach wesentlich fetter als von mir angenommen.... Vielen Dank für die Ratschläge und Hilfe!

Grüße vom Hunsrück, Olli



Tip mit Bilder



hallo,

schau mal auf die seite

www.lehm-onlineshop.de

im info-block auf der linken seite gibt es anleitungen
mit bilder.

grüße aus berlin
a. ewald

p.s. wir legen immer ein gewebe ein.