Neuer Verputz ehemalige Stallwände

15.05.2007


Hallo zusammen,
ich möchte einen ehemaligen Kuhstall (Bj. um 1900, wann er die letzte Kuh gesehen hat unbekannt) zur Werkstatt umbauen.
Bruchsteinmauer, Kappendecke; der vorhandene Putz ist total versalzen und lässt sich mit dem Fingernagel abkratzen.
Kann jemand kurz eine Vorgehensweise skizzieren?
Alten Putz entfernen ist soweit noch klar :-)
Bis auf die Grundmauer? Dann trocknen lassen oder irgendwie
grundieren? Welcher Putz wird empfohlen?
Muss nicht originalgetreu werden, soll glatt und weiß werden...
Vielen Dank schon mal!
Mfg, Sven Clorman



Mit dem Salz leben



ist auf Dauer angesagter als Salz beseitigen.
Das geht nämlich nicht, man verringert nur die Salzmenge und schafft Porenraum, in dem die nachwachsenden Salzkristalle sich ausbreiten können.
Aber erst einmal den alten Putz beseitigen, dann die Poren tief auskratzen und mit einem grobkörngen Mörtel wieder verfugen (zementfrei), damit die Festigkeit erhalten bleibt.
Dann ist die Frage, ob Sie den Sockel wirklich wieder Verputzen oder als Werkstatt nicht lieber die Sockelzone, ca. 1,20 m hoch, also noch über Werkbankhöhe, z.B. mit einem auf Abstand montierten Lochblech versehen. Vorteil: Sockelzone bleibt belüftet, kein Opferputz nötig, Feuchtigkeit kann sockelnah verdunsten und steigt nicht auf.
Darüber können Sie dann einen Anstrich oder einen Kalkputz Ihrer Wahl aufbringen.

Gutes Gelingen



Danke für die Tips!



Entschuldigung die Frage - ich bin da (noch) Laie - aber was ist ein Opferputz?

Grüße,
Sven Clormann



Opfeputz



= Putz, der geopfert wird, weil er auch irgendwann hinüber ist. Allerdings weiß man das schon beim Aufbringen.

Grüße vom Niederrhein