Lehmputz auf Gipsputz

06.06.2005



wir sind gerade dabei, ein Haus (Baujahr 1933) zu renovieren.
Die Außenwände sind massiv, die Innenwände Fachwerk (ausgemauert mit Bims)
Auf den Innenwänden ist noch eine Strohmatte befestigt.
Darauf folgt ein Gipsputz, wie auch auf den Aussenwänden.
Bei den bisherigen Renovierungsarbeiten hat der Gipsputz sehr gelitten.
Beim Tapete-entfernen gab es etliche Macken, zudem haben wir teilweise
etwas Abschleifen müssen. Zudem gibt es etliche Risse.
Wir möchten jetzt gerne einen Lehmputz auftragen. Im Fachgeschäft
(Ökobauhandel) wurde uns ein Lehmedelputz empfohlen, der allerdings unserer
Meinung nach sehr dünn aufgetragen wird. Wir würden ganz gerne einen etwas
dickeren Lehmputz auftragen, nach dem Motto, dass wenn wieder Risse auftreten,
man die Stelle nur nass machen und wieder verstreichen muss.
Zudem denken wir, dass der gesundheitliche Effekt dadurch noch besser
wird.

Unsere Fragen sind deshalb :
Liegen wir damit richtig ?
Wie muss ich den Untergrund behandeln, damit der Putz auch hält?
Wie dick sollte der Putz aufgetragen werden und wie oft?

WIr hoffen, wir bekommen einige nützliche Tipps.



Lehmputz



...ist schon mal eine super gute Wahl!
Hallo Iris, natürlich bringt eine 3 mm dünne Edelputzschicht keine großen "gesundheitlichen"/feuchteregulierende Eigenschaften mit. In unserem Haus Bj. 1926/27 habe ich die bestehenden Gipswände wie folgt aufgearbeitet: Gipsputz mit Nagelbrett aufgeraut und mit HAGA Lehmputzgrundierung gestrichen. Darauf 10mm Claytec Oberputz (große Risse und Balken mit eingearbeiteter Jute armiert, ggf. mit Unterputz Gips-Fehlstücke ersetzt), dann Claytec Edelputz 3mm. Hält prima.
Grüße
Stefan



Mit Grundierung....



...hat ein einfacher Lehmfeinputz auf Gips bei uns gut gehalten; allerdings nur auf einer winzigen- wohl nachträglich "zugegipsten" Wandfläche; wir haben dafür wenn ich mich richtig erinnere einen normalen Haftgrund für stark saugende Untergründe verwendet. Aber- eben nur Feinputz 2mm dick; allerdings hat das- sauber glattgezogen gereicht um die Macken+ Risse zu verstecken, an einer Stelle hält der Putz sogar in einer Stärke von knapp 7 mm- ganz entgegen der Hersteller Empfehlung. Wenn Ihr an Putz Stärken von mehreren cm denkt würde ich einen Putzträger verwenden- oder aber den Gipsputz abklopfen und mit Lehm neu verputzen; fürs Raumklima sicher der größte Effekt.

Grüße, Meike:)



Vielen Dank ..



für die Tipps. War heute im Baumarkt und habe mich über die Claytec-Produkte informiert. War sehr interessant. Empfohlen wurde mir dort u.a. die Trockenputzplatte zum einfacheren und schnelleren Verputzen. Ich muss jetzt nur ´mal ausrechnen, ob das nicht zu teuer kommt.