fassade renovieren

05.05.2008



morgen nochmal. da ich jetz bald mal aussen am haus was machen will wollte ich mal kurz hören obs gute tips gibt was für einen Putz ich für die gefache nehmen kann. danke schonmal im vorraus. grus dave



Watt denn??



..Fachwerk, Massiv?
Wetterseite oder nicht?
Wenn Fachwerk, Sichtfachwerk oder komplett verputzt?

Ein paar mehr Informationen werden die Fachleute aus der "Reserve" locken!

Morgentliche Grüße in den Abend
Martin



Okay...



...Profil lesen hilft auch gelegentlich ;-)

Bei einem 200 jährigen Fachwerkaus, solltest du über Kalkputze (abhängig von der Witterungsbelastung) nachdenken.



Fassade



Hallo Dave,
die Herrmann Gewinnsucht GmbH hat da ein neues Produkt am Markt, einen Instantputz auf Polymerbasis, der mit der beiliegenden Spritzpistole aufgetragen wird, sich selbst glättet, schmutzabweisend, wasserdicht und hygienisch sauber ist.
Vorkenntnisse im Bauhandwerk sind zur Verarbeitung nicht erwünscht, also das Richtige für den interessierten Heimwerker.

Viele Grüße
Georg


p.s. Das ist natürlich gelogen!

So einfach ist das eben nicht, auch wenn Dir so was vielleicht vorschwebt.
Gründliche Kenntnisse über Fachwerke,fundiertes Grundwissen über das Bauwesen, berufliche Erfahrung und handwerkliches Geschick sind die Voraussetzungen, um die Erneuerung einer Fachwerkfasssade anzugehen.
Eine Instandsetzung beginnt immer mit einer gründichen Bestandsanalyse, auf deren Grundlage die Sanierung geplant wird. In diesem Rahmen fällt dann die Entscheidung über das "wie" und das "womit".
Genügend Tipps und Anregungen kannst Du hier nachlesen.
Ich hoffe das bringt Dich dann zu der Einsicht, das Du dafür professionelle Hilfe brauchst und nicht nur den freundlichen Verkäufer von Obi.



Jau...



...der Georg hat recht. Einem Haus, daß seit 200 Jahren "rumsteht", sollte man auf jeden Fall mit einem Fachmann begegnen. Dein Beitrag liest sich leider etwas "wie, wo, was weiß OBI".
Eigenleistung ist bei guter Betreuung sicher möglich, aber hol dir jemand, der sich auskennt.

Gruß Patrick.



Putze für Gefach



Liebe KollegInnen !

Fachwerkhäuser waren seit jeher nur in ihrer Primärstruktur eine Sache für den Fachmann (Zimmermann), der dafür umfassende Fachkenntnisse benötigte: heute würde man sagen im Entwerfen, Konstruieren, in der Baustoffkunde, in der Logistik und in der Ablauforganisation einer großen Baustelle. Der Rest aber war Arbeit für Weiber und Kinder.
Also laßt die Kirche im Dorf und versucht nicht, Bauherren weis zu machen, zum Gefache zukleben bräuchte es einen Experten mit Staatsexamen (Radio Citone aus der Dachkammer läßt grüßen). Fachwerk heißt heute auch noch selber bauen, und das soll auch weiter Spaß machen.

Grüße vom heute sonnigen Niederrhein



Gebe ich dir schon recht...



...Dietmar, aber selbst wenn er genau den richtigen Putz hat, kann man geometrisch an den Übergängen zum Holz auch was falsch machen. Und das läßt sich nicht so kurz erklären. Da empfehle ich ihm trotzdem jemand, der ihm zumindest kritisch über die Schultern schaut.

Gruß Patrick.



Erfreulich Dietmar...



...mal ein solches Statement von einem Fachmann zu hören.

Bezogen auf den ländlichen Raum würde ich sogar soweit gehen zu sagen, da war manchmal noch nicht einmal ein Zimmermann zugegen.
Dort wurde teilweise "empirische Statik" betrieben, weitergegeben über Jahrhunderte, und gehalten hat es doch.

Die wirkliche Gefahr heutzutage sehe ich darin, den Mist der letzten 30 bis 40 Jahre als "empirisch aufzunehmen" und weiter zu geben.



Gruß
Martin



oberschlau also



da merkt man wer sich für alles nen fachman ins haus holt. is schon schwer ne glühbirne auszutauschen.
ich wollte lediglich ein paar tipps welcher putz am ehesten zu empfehlen ist. wenn ich das zeug nicht Verarbeiten könnte würde ich wohl kaum sowas fragen.

zu der frage mit der seite: alle, also auch die wetterseite.
es geht hauptsächlich um sichtfachwerk bis auf zwei seiten die bis zum ersten stock gemauert sind.



Na wenn du Glühbirnen selber eindrehen kannst...



...dann dürfte der Rest (die richtige Birne zu finden) ja auch nicht so schwer sein.
Benutz die Suchfunktion!

Ohne Worte...



Putze



Hallo Dave,
Hier ist ein Link:http://www.solubel.de/

viele Grüße



Suchfunktion...



..ist ein guter Tip (ganz ehrlich).

Manchmal ist es aber in der Tat etwas "anstrengend" zu lesen, "ein Fachmann muss her".

Dem "baulichen Laien" wird recht häufig viel zu wenig zugetraut und das Grundwissen über Fachwerk, handwerkliches Geschick und die Fähigkeit sich Dinge anzulesen, abgesprochen!


Wie gesagt: Ist wirklich manchmal anstrengend.

Nachdenkliche Grüße
Martin



Fassade renovieren



Ja, früher...
Da gab es auf dem Dorf keine andere Bauweise, jeder half mit und kannte sich demgemäß aus; natürlich brauchte man den Leuten nicht zu erklären, wie sie ihre Gefache auszuzäunen, auszuwerfen und zu putzen hatten.
Das man sein Haus selber baute und instandhielt, war beim Bauern und beim Ackerbürger selbstverständlich, so wie sein eigenes Brot zu backen, das Schwein zu schlachten oder Sauerkraut einzumachen.
Ich gehe davon aus, das dieses alte Wissen mittlerweile bein übewiegenden Teil der Menschen wie vieles andere, was man nicht mehr braucht, verloren gegangen ist, sogar bei denen, die sich damit von Berufs wegen auskennen sollten.
Wer löscht seinen Kalk heute noch selber auf der Baustelle, wer hat das noch gelernt?
Hier gab es Diskussionen, wo Leute behaupteten, sie finden keine Maurer! mehr, die Luftkalkputz selber mischen könnten.
Das es bei Fachwerksanierungen sowohl in Eigenleistung als auch im gewerblichen Bereich mehr als genügend Baufehler und deshalb Schäden gibt, wissen wir selber zur Genüge.

Viele Grüße

p.s.
Wer von sich behauptet, Putz selber verarbeiten zu können, sollte auch wissen, welchen er nehmen sollte.
Ansonsten empfehle ich das WTA- Merkblatt 8-6-99 D.



Aber genau...



..diesen Zweck sollte dieses wunderbare Forum unter vielen anderem, ja auch erfüllen.

Dass das Wissen nicht verloren geht.

Oder???

P.S.: Putz zu verarbeiten und zu wissen welchen man nimmt, sind, aus meiner Sicht "zwei Paar Schuhe"
("ein Messer benutzen kann jeder, ein Schwein schlachten nicht" (um mal beim "Ursprünglichen" zu bleiben))
Da setzt die fachlich fundierte Hilfsbereitschaft an!!