Porenbeton verkleiden

07.11.2021 majag001


Hallo zusammen, einen schönen Sonntagabend!

Wir haben ein alten (Teil-)Fachwerkhaus erworben. Dies wurde 1900 erbaut, in den 80ern wurde dies aber entkernt und die Gefächer mit Porenbeton aufgefüllt. Was man auch immer davon halten mag, muss nun neu verkleidet werden, denn:
Vorher war dort ein sehr (nicht schöner) Dispersionsputz in Kellenputz-Form aufgetragen. Den schlagen wir gerade vollständig ab. Nun meine Frage:
Wir würden gerne als Endergebnis eine glatte weiße Fläche haben. Wir haben immer die Besonderheit, dass das Holz geschont werden muss (auf der einen Seite), und auf der anderen Seite die Besonderheiten von Porenbeton berücksichtigt werden müssen. Was würdet ihr machen, damit das möglichst einfach geht? Ich bevorzuge gerade Rigipsplatte - was meint ihr? Wenn ja, wie würdet ihr die Rigipsplatte genau auf den Porenbeton bringen?



Innenwände



Was ich noch vergessen hatte: Es geht hierbei um Innenwände, nicht um Außenwände.



Fachwerk...



...und Gipskarton ist auch bei Innenwänden nicht die beste Kombination. Ein Fachwerk ist etwas "beweglicher" als ein Massivbau, und somit ist das Risiko, Risse im Gips zu bekommen, größer.

Ich rate zu Lehmputz, der ist auf für Laien ganz gut zu Verarbeiten und verbessert das Raumklima. Wenn Du unbedingt einen flächigen Putzträger willst (m.E. nicht erforderlich), kannst Du erst eine dünne Heraklit - Platte montieren. Ansonsten als Putzträger über den Balken Schilfrohrmatte oder Rabitz -Gewebe. Ein paar Nägel mit Drähten sollen es auch tun, lese ich hier manchmal.

Grüße

Thomas



Danke für die Antwort



Hallo Thomas,
vielen herzlichen Dank für deine Antwort.

1. Zum Lehmputz: Den habe ich mir auch schon angeschaut, dieser ist aber sehr teuer (auch wenn der Preis natürlich wegen der Qualitöt gerechtfertigt ist).

2. Das Thema Heraklitplatte finde ich super interessant. Wie genau würde ich das auf Porenbeton verarbeiten? Klebe ich die Platte direkt auf den Porenbeton ?

3. Wie stehst du allgemein zu Kalkputz im Kontext Porenbeton? Der greift ja nicht das Holz im Haus an und soll auch hinsichtlich Aufbrennen super sein.





Für einen Verputz mit Kalk oder Lehm sind die Holzbauteile wie beschrieben mit Putzträger aus Schilfrohr oder Ziegeldraht überspannend zu verwahren.

Auf hinreichend rauen Porenbeton kann nach der Annetzung mit Wasser direkt der Auftrag von Kalkputz erfolgen.

Wenn die Kosten für Lehmputz zu hoch sind, wäre als Alternative ein Verputz mit Hanfkalk möglich.

Das Material besteht aus einem Kalkbindemittel und dem gebrochenen Stängelmark der Hanfpflanze. Das baubiologisch und ökologisch einwandfreie Material und die Ausführungsart ist in Deutschland gegenwärtig noch recht unbekannt.

Ich führe aber länger schon solche Arbeiten aus und kann dich für den Selbstbau, in die recht einfache Herstellung und Verarbeitung einweisen.

Die Materialkosten dürften pro Quadratmeter kaum mehr kosten als die selbe Menge Gipskarton.



Danke schön!



Coole Idee, ich schaue mir alle Optionen nochmal genau an :)
Tatsächlich müsste ich nur den Porenbeton verputzen, Holzträger müssen nicht verputzt werden.

Ich bedanke mich !



Casucalc



Wir haben unser Fachwerkhaus mit Klima-Kalkputz von Casucalc verputzt. Unser Putzer hat gesagt dieser st ganz besonders gut für Fachwerk geeignet.



Ein ...



Lehm - Grundputz täte es auch.

Das wird dann preiswerter.

Kalk ist gleichfalls ein klassischer Putz. Jedoch für den Laien schwieriger.

Grüße

Thomas



Casea kaum Kalk



Zu Casucalc von Casea ... hat weniger als 10 % Kalk und fast der ganze Rest ist einfach nur Gips.
Wenn ich einen Kalkputz verwenden will, was im Fachwerk sicher auch sinnvoll ist, dann ist dieses Material sicher keine gute Wahl.

Augen auf beim Kalkkauf - M.Mattonet - Ingenieurbüro Bergisches Land



Einfach mal machen



Moin
Ich habe meinen kalkputz einfach selber gemischt.
5 Teile putz Sand zu 2 Teilen weißkalkhydrat
Das putzen muss man etwas üben, es kostet aber sehr wenig Geld.
Beim ersten Mal wird es halt nicht 100 % aber selbst nach 1.5 Jahren ist noch nix abgefallen.