OSB Platten im Wohnbereich verlegen.




Hallo, ich bin neu im Forum und habe eine Frage zum Verlegen von OSB Platten im Wohnbereich.
Ich habe seit 14 Jahren ein Fachwerkhaus (teilweise), wir haben zum zweiten OG eine neue Balkenlage eingezogen.Mit der Isolation u.s.w ist soweit alles klar.Es geht mir darum welche Verlegeplatten ich verwenden soll.Im Internet habe ich bereits mehrfach gelesen das OSB Platten Formaldehyd enthalten, stimmt das?Da das Dachgeschoss aber zu Wohnzwecken verwendet werden soll habe ich kein so tolles Gefühl dabei.Da es von den OSB Platten scheinbar mehrere Sorten gibt, was müsste ich beim Kauf beachten? Ich möchte mich schon jetzt für eure Mühe bedanken.





Hallo Jürgen,

auch wir überlegen, OSB-PLatten auf alte und teilweise knarrende Dielen zu verlegen. Die Platten scheinen aber gar nicht so schadstoffarm zu sein lt. Internet.
Wir haben mit einem Baubiologen telefoniert, der uns sagte, er hat überall solche Platten in seinem Haus verbaut, auch unverkleidet an den Wänden, es gäbe Plattten, die wären weniger oder nicht belastet, ökologische OSB-Platten. Nur kannte die kein Baumarkt oder Holzhandel.
Lt. Internet sind OSB-Platten der FA Kronoply OSB F/OSB 4 weniger belastet als andere.
Keine Ahnung, woher man die bekommt, wir müssen erst einmal nachfragen. Wahrscheinlich sind Fermacellplatten die ebssere Alternative in unserem Fall.
Vielleicht hilft dir meine Antwort weiter...





Hallo und Danke für die schnelle Antwort,
ich habe die gleichen Platten auch im Internet gefunden.
Es ging mir ganz genauso, bei Fragen im Baumarkt und Fachhandel nur fragende Gesichter........
Selbst die Frage ob die Plattenangabe Fd0 etwas über den Schadstoffgehalt aussagt konnte uns nicht beantwortet werden.
Wäre schön wenn du mir eure endgültige Entscheidung mitteilen würdest.
Nochmals Danke für deine Mühe.
Jürgen





Hallo Jürgen,
da ich noch am PC sitze, gleich eine Antwort.

Der Holzfachhandel sagte uns: Die Platten die wir haben sind alle unbedenklich, E 1 Qualität, also wenig Formaldehyd. Andere kenne ich nicht.
Der gute Mann schien nicht zu wissen, dass nur noch E1 Qualität in Deutschland zugelassen ist.
Außerdem geht es ja auch um andere Bindemittel und Kleber in den Platten.
Ein Bauchfachgeschäft, das viele Dinge für den ökologischen Bau anbietet und uns vom Baubiologen empfohlen wurde, wusste auch nicht so recht.
"Ja, da gibt es einen Hersteller, von dem beziehen wir die Platten, die müssten ..."

Sonderbar, das trotz der jahrelangen Diskussionen in den Medien überall nur das 0815 Zeug angeboten wird. Und die meisten Leute kaufen es. Ich frage mich aber, was und wo kaufen die anderen, z.B. Baubiologen?

Wir werden sicher Fermacell-Estrichplatten auf die Dielen legen, verschrauben. Diese Platten sollen unbedenklich sein und für gesunde Raumluft sorgen, weil aus Gipszement. Neu sind Fermacell greenline-Estrichplatten, die zusätzlich Schadstoffe aufnehmen sollen. Die haben aber auch eine Holzfaserplatte mit dran.
Bei den OSB-Platten bin ich mir zu unsicher, gerade im Schlafzimmer. Ich habe auch sehr empfindliche Schleimhäute und stinken tun die Platten auch meist und recht lange.

Die Angabe Fd0 bei Platten kenne ich auch nicht.

VG





Ich stelle euch jetzt mal eine gegenfrage:

Woraus sind eure Küchenmöbel?
Woraus sind eure anderen Möbel?
Woraus ist eurer Standartbodenbelag?

Die Antwort ist fast immer gleich: Spanplatten!!

Ich habe noch nie jemanden kennen gelernt der nur Massiv Interior hat. Entweder ist die Küche aus dem Möbelgeschäft und hat noch nie einen echten Baum gesehen, oder das Laminat kennt seine Strucktur nur vom Foto, oder oder oder.

Und dann macht ihr euch nen Kopf ü+ber OSB Platten?
denkt mal drüber nach!!



OSB Platten im Wohnbereich verlegen



Das einschlägige Küchenmöbel ist überwiegend aus Spannplatten, Sperrholz bzw. Multiplex wäre doch viel zu teuer ... Im Vergleich zu Spannplatten wird für OSB deutlich weniger Bindemittel benötigt und gibts die wohl auch
mit Polyurethan basierten Klebstoffen.

Wir haben da zum Glück keine Probleme mit und es auch
als Baumarktware verbaut (und die Fermacellplatten, deren Gips auch überwiegend aus Schwefelfilteranlagen und da ggf. das eine oder andere mitbringt), aber ich würde es niemand absprechen wollen oder es lächerlich machen, wenn er
sich da aus gesundheitlichen Gründen Gedanken drüber macht.

Irgendwann ist ja vielleicht auch ne Massivholzküche
drin und vorher kann man ggf. andere Quellen reduzieren,
wo es mit vertretbarem finanziellen Aufwand machbar ist
und später schwer zu revidieren.



Antwort



Tschuldigung das ich einfach nur um eine banale Information nachgefragt habe !
Naja, in dem Fall scheint es auch egal zu sein ob ich meine Wurst in einem PVC Behälter in den Kühlschrank stelle.Denn Kunststoff ist gleich Kunststoff, da brauche ich mir keine Gedanken drüber zu machen.
Und ob das Haus nur halb oder ganz verhunzt ist spielt auch keine Rolle.
Danke für den lehrreichen Beitrag, nicht böse sein, wollte einfach nur eine Info.





Es kann doch jeder halten, wie er möchte.
Es gibt Leute, denen ist es egal, ob sie mehr oder weniger Schadstoffe oder einfach allergieauslösende Stoffe im Haus haben oder nicht. Sie informieren sich erst gar nicht darüber nach dem Motto: Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß. Alles Panikmache, Unsin... wie auch immer.
Es gibt aber auch andere Leute, die wollen bis zu dem Grad, den sie mehr oder weniger beeinflussen können, das auch tun.

Die Frage ist: Was ist, was soll daran verkehrt oder schlecht sein?
Im Gegenteil, der Mensch, der sich mehr Gedanken macht, vermeidet in der Regel eher Fehler.
Schadstoffe summieren sich nun mal. Und wenn man hier und da etwas vermeiden kann, warum sollte man das also nicht auch tun?
Warum soll man sich noch mehr Spanplatten etc. ins Haus holen, wenn durch Möbel z.B. schon genug ungesunder Stoffe ausdunstet?
Nach dem Motto: Es ist eh genug drin von den Stoffen, wie hier so ähnlich ausgedrückt, da kommts auch auf mehr nicht mehr an ... Das ist doch aber Blödsinn.

Kein Mensch kann diesbezüglich in jeder Hinsicht beeinflussen, wie er lebt, weil das gar nicht möglich ist. Aus den verschiedensten Gründen.
Aber was man beeinflussen kann, ist sicher kein Fehler, wenn man das auch tut.



OSB Info...



...finden Sie, auch in Deutscher Sprache, auf www.goforwood.info - einfach klicken auf Kategorie A.C. - Subkategorie A.c.c.
- oder Kategorie D.A. > D.a.d.
- > Klick Pictogram Website.

MFG
Roland Derveaux



OSB



Wenn Sie so einen Horror vor OSB haben, warum bauen Sie keine klassische Einschubdecke mit Dielenboden?

Viele Grüße



Moin zusammen,



um sich über z.B. Schadstoffe hier austauschen zu können, muss das Kind einen Namen haben, also Formaldehyd.

Da kann man dann in den Laden gehen und sagen ich will eine "mit ohne"......irgendwann gibts dann für 2,50/qm mehr "formaldehydfreie OSB-Platten" in jedem Baumarkt.

Hurra, wir haben gewonnen und die Welt wieder etwas ökologischer gemacht!!!!!

Und was ist mit den 375 weiteren Inhaltsstoffen, die jetzt noch keinen Namen haben??????

Wer mit bösem OSB über gute Dielen drübermurkst, gehört halt vergiftet, hähä!

;-), Boris



Massiv



Hallo


Ich habe noch nie jemanden kennen gelernt der nur Massiv Interior hat.

Ich schon!

Im direkten Wohn- und Aufenthaltsbereich würde ich das auch nicht nehmen.

FK





Ich habe noch mal durch meine Bude geguckt, kein Stück Spanplatten, OSB und Co.
Die einzigen OSB Platten die ich verbaut habe sind Einlegeböden von Regalen in meinem Lager.

Grüße aus Schönebeck





Nein, Boris, es geht "nicht nur" um Formaldehyd.
Was man reduzieren kann, sollte man auch tun.
Und wer das nicht möchte, braucht ja nicht darauf zu achten.
Doch wer sich hier darüber austauscht und genauer informieren möchte, welche Baustoffe empfehlenswerter sind, der kann, soll und darf das hier sicher tun.
Wo ist das Problem?



Sonderbare Diskussion!



Wenn man Platten haben will, die aus vielen kleinen Schnipseln bestehen, muß man auch hinnehmen, daß diese Schnipsel miteinander verklebt sind.

Die Platten werden ausnahmslos industriell hergestellt. Die Verwendung von "Bio-Klebern" (was könnte das sein? Knochenleim, Kasein, Methylzellulose...?) ist mir nicht bekannt, und wäre wohl auch in keinem Fall praktikabel.

Die Schadstoffdiskussion kann nur anhand konkreter Inhaltsstoffe geführt werden. Da ist man dann von Grenzwerten für den Stoff X,Y,Z abhängig, deren Höhe und Berechtigung nicht nachvollzogen werden können. Durch die Jahrzehnte galt schon: Nicht alles, was nicht verboten war, war auch gesund.


Man kann's aber auch bleiben lassen. Neben dem Plattenkram, der sicher in vielen Anwendungen auch seine Berechtigung haben mag, steht für Ihre Anwendung Rauhspund und Dielung zur Verfügung. Holz ist als Baustoff bewährt, schadstoffrei und langlebig. Wo nix drin ist, kann auch nix 'rauskommen. Was spräche gegen einen konventionellen Aufbau mit Holz?

Grüße

Thoms





Hallo Thomas,

in unserem Fall teilweise knarrende Dielen, die auch darunter zu sehr knarren würden.
Rausreißen wäre hier natürlich die beste Lösung. Vermutlich ist aber unter dem alten Belag, der noch fest mit den Dielen verhaftet ist, ein eventuell asbesthaltiger Teerkleber verwendet worden.
Daher erst einmal "unsere" Überlegung, wie wir die ganze Sache am besten lösen könnten...



Dann



den alten Belag an den Dielenfugen durchschneiden und die Dielen ausbauen. Dann wird der Kleber nicht freigelegt und es können keine Asbestfasern freigesetzt werden, (Wenn überhaupt welche drin sind) und anschliessend neu aufbauen. Denn das knarren wird durch Platten drüberpacken nicht weggehen. Und Rauhspund ist preiswerter als OSB. Und wenn man dann noch den geplanten neuen Belag dazurechnet, wird ein Dielenböden kaum teurer.
MfG
dasMaurer



Das wäre ja dann ein Grund mehr...



die alten Bretters zu entsorgen. Sie sind in keinem Fall eine brauchbare Basis für einen haltbaren Boden. Zudem: alte Teerkleber könnten weitaus belasteter sein (PAK), als das die allermiesesten heute erhältlichen Plattenwerkstoffe hinbekommen könnten.

Grüße

Thomas



@B.Richter:



Natürlich kein Problem. Aber aus der Summe der Beiträge kannst du's dir selber zusammenreimen: Das Schadstoffproblem taucht meisstens da auf, wo man versucht den Murks der Vorgänger mit dem nächsten zu kaschieren.

Knarren tuts dort, wo die alten Dielen nicht mehr satt auf den Balken liegen, meistens weil selbige über die Jahre in der Raummitte durchhängen. Das kriegt ihr mit eurer Idee nie ganz weg, selbst wenn ihr die OSB alle 15cm festschraubt.

Beim Dielen aufnehmen könnt ihr zunächst mal euer Deckengebälk begutachten und begradigen, den Schall- und Brandschutz verbessern und mit einem neuen Dielenboden eine gute Lösung für die nächsten 50 Jahre schaffen.

Wir haben auf dem Dachboden auch OSB an den Wänden - ich würds nicht nochmal machen und bin froh, dass es erstmal 6 Monate ablüftet, bevor da jemand schläft.....

Gruss, Boris





Belag durchschneiden, um die beschädigten Dielenbretter auszuwechseln etc...
Das geht nicht wirklich so problemlos in der Praxis...
PAK dürfte nicht viel da sein, weil, falls solcher Kleber verwendet wurde, dieser dann nur sehr dünn aufgetragen darunter ist und nicht vollflächig etc. etc. Deshalb wäre auch eine Asbestanalyse eher schwierig.

Die "Vorgänger" waren meine Eltern, da war Asbest noch ein "guter" Stoff und die Schadstoffproblematik eher kein Thema. Mit 80 haben sie sich dann natürlich nicht mehr die gesamte Wohnung bis unter die Dielen sanieren lassen.


Wir überlegen noch, was wir tun.
Danke erst mal für Eure Tipps.

Wer hat eigentlich etwas von "Horror" bezüglich OSB-Platten geschrieben?
Hier wurden Überlegungen dargelegt und Bedenken, andere Möglichkeiten gesucht, da es nie nur eine einzige gibt.



OSB- Platten



Ich war das.
Und wenn Sie weiter lesen, dann hatte ich dem Fragesteller! empfohlen, einfach eine klassische Einschubdecke mit Dielung wieder aufzubauen.
Immerhin hatte der ja in der Frage geschrieben, das er
..." zum zweiten OG eine neue Balkenlage" eingezogen hat.

Viele Grüße