Innendämmung

18.08.2008


Hallo,
bin am Innendämmen meines Fachwerkhauses. Da ich bestimmte Baumaterialien wie Holzfaserweichplatten 10cm und CanaFlax 10cm für Dämmung vor einem Jahr gekauft habe will ich die natürlich verwenden. Mein Vorstellung: Innenseite mit Lehm bis 3cm ausgleichen darauf ohne Luftschicht Holzfaserweichplatten oder CanaFlax dann auf Holzständerkonstruktion ohne Luftschicht Heraklith Platten 4cm die mit Lehm verputzen. Brauch ich dann noch dazwischen Dampfbremse z.B. Pro Klima aus Papier oder sonstige?
Vielen dank für die Ratschläge.
Mit freundlichen Grüßen
Rei





Rei,

auch wenn Holzweichfaserdämmplatten, Canaflex-Platten oder Holzwolleleichtbauplatten im Voraus angeschafft wurden, muß man sie doch nicht zwangsweise einbauen!!!

Vor dem Einbau bitte folgendes zur Innendämmung vollständig durchlesen zur allg. Info:

http://www.konrad-fischer-info.de/2138bau.htm

Hier ein Auszug:

Zitat:
„Problem Innendämmung / Innenisolierung / Innenschale

Nun soll es ja Häuser geben, bei denen die Außendämmung / Außenisolierung / Fassadendämmung / Fassadenisolierung aus bautechnischen oder gestalterischen Gründen (z.B. Fachwerkbau, Fachwerkhaus, Fachwerkfassade, Fachwerkkonstruktion, Stuckfassade, Jugendstilfassade usw.) unterbleiben muß. Als "Alternative" droht dann eine Innendämmung bzw. Innenisolierung. Dafür bietet die Industrie verschiedene Lösungen wie Dämmtapete, Innen-Dämmplatten, gipskartonkaschierte Polystyrolplatten, alukaschierte Mineralwollematten oder Mineralwolleplatten / Mineralfaserplatten oder Mineralfasermatten / Steinwolleplatten oder Steinwollematten / Glaswollematten oder Glaswolleplatten / Holzfaserplatten bzw. Weichholzfaserplatten, also im Prinzip Vorsatzschalen mit Dämmstoff-Füllung, alternativ auch Leichtlehm, Vormauerung und dergleichen mehr. Kann das eine brauchbare Lösung sein?

Um die Antwort gleich vorwegzunehmen: Selbstverständlich nein. WARUM?

Um zunächst die konstruktiv angeblich unproblematischsten Fälle anzusprechen: Vorsatzkonstruktion mit kapillaraktiven Baustoffen wie Ziegel, Mineral-Dämmplatten (z.B. Kalzium-Silikat-Platten / Calcium-Silikat-Platten), Zementplatten, Lehmbau-Platten, Leichtlehm, Strohlehm, Gipsdielen, Holzverkleidung, Heraklith-Platten verputzt und ähnliche Vorsatzkonstruktionen.“

Zitat Ende.


Manch ein Fachmann hier im Forum wird vielleicht Holzweichfaserplatten in Lehm in Kombi mit Wandheizung empfehlen, wer weiß.

Marita Kerr



Hallo Marita Kerr,



ich bin einer der Fachleute die Innendämmung mit Wandheizung empfehlen. Ich habe seit 15 Jahren Erfahrungen mit diesen Sytemen und lade Sie gerne, wie ich das übrigens auch mit Konrad Fischer getan habe mal zu einer Feuchtigkeitsmessung in meine Büro und Austellungsräume ein.

Hallo Rei,
eine weitere Dampfbremse ist nicht notwendig wenn die Weichholzfaserplatten in Mörtelbett geklebt werden und anschließend Verputz werden.

Beim Aufbau mit CacaFlax denke ich das eine Windichtigkeit/ Dampfbreme notwendig ist. Was sagt denn der Anbieter der Dämmstoffe?

Grüße



Innendämmung



Liebe Marita,
warum sollen denn keine Innendämmungen eingesetzt werden?
Diese Begründung sind Sie uns noch schuldig.
Mich würde dazu übrigens IHRE Meinung interessieren und nicht die Ihres Meisters.

Viele Grüße



innendämmung



Danke für Ihre Meinung. Der Hersteller von CanaFlax und Holzweichplatten ist Steico. Von dem Berater habe ich sogar erfahren, dass man eine Spezielle Dampfbremse und dann sogar Regips statt verputztem Heraklithein bauen kann. Wie ist da die Meinung?



Ich würde



dem Lehm immer den Vorzug geben.

Alternativ könnten in dieser Trockenbaukonstruktion auch Lehmplatten zum Einsatz kommen die noch gespachtelt werden.

Grüße





Interessant ist aber was ich vorgefunden habe. Das Haus wurde 1978 saniert. Damals haben die Sanierer Regipsplatten + Mineralwolle 8 cm eingebaut. Dazwischen war sogar Luftschicht. Zu meinem erstaunen bzw. glück waren die Wände trocken. Vielleicht, weil in der Wand die Heizungsleitungen zum Standartheizkörpern vor der Wand verlaufen?
Grüße





Hallo Rei,
auf den Holzweichfaserplatten willst Du ja sicher keine Heraklithplatten anbringen, sondern direkt verputzen?!
So haben wir es zumindest gemacht, 6 cm Holzweichfaserplatte im Lehmbett, darauf Wandheizung und die mit etwa 3 cm Lehm eingeputzt. Das Raumklima ist toll, auch jetzt im Sommer.

Ich kann dieses militante Nicht-Dämmen nicht verstehen, obwohl ich am Anfang durchaus skeptisch war. Auch als unsere Heizung noch nicht in Betrieb war, gab es winters schon einen spürbaren Temperaturunterschied zum ungedämmten Zustand – möchte ich nicht mehr missen. Es kommt halt immer auf das Wie an. Diese pauschalen Fischer-Statements mit ihren wüstwirren Argumentationsketten gehen mir echt auf den Keks.

Wohlan und viel Erfolg,
mag



Innendämmung



Liebe Marita,
da ich auf Ihre Meinung warum Innendämmung falsch ist wohl noch lange warten muß, erlaube ich mir die ganze Prozedur etwas zu beschleunigen.

Nun gehört dies wohl nicht ganz zum Thema, aber ihre ständigen Aufzählungen von Fischer`schen Paradigmen bzw. Dogmen sind nicht das, was Fragesteller hier erwarten.

Um Ihre Frage vorwegzunehmen, warum ich Ihre Antworten Paradigmen oder Dogmen nenne, zitiere ich hier zur Abwechslung einmal aus Wikipedia:

"...Dogmen sind für wahr befundene formulierte Auffassungen von der Wirklichkeit eines abgegrenzten Bereiches.
Die Übereinstimmung mit der Wirklichkeit wird vorausgesetzt, ohne das notwendig eine experimentelle Verifikation zugrunde liegt...."

..."Die Dogmen oder Paradigmen... werden unter Berufung auf Göttliche Offenbarung oder besondere Kenntnisse als für wahr gehaltene Theorien oder naturrechtliche Legitimation formuliert, so das Kritik daran automatisch eine Missachtung der Autorität darstellt und so eine Selbstimmunisierung gegen jede Kritik entsteht."

Deshalb bitte ich ich Sie nochmals, uns zukünftig mit den Dogmen Ihres Gurus Fischer zu verschonen.

Ihre eigene Meinung ist hier immer willkommen, auch wenn sie von z.B. meiner abweichen sollte.
Hauptsache ist Sie begründen auch das, was Sie schreiben, so das man es nachvollziehen kann.

Das nennt man Denken.

Viele Grüße



"Eigene Worte"



Herr Böttcher,

Einen „Guru“ o.ä. habe ich nicht.

Verweise auf www.konrad-fischer-info.de mache ich deshalb, weil dort ausführlich, verständlich und anschaulich dargestellt ist, was ich mit meinen eigenen Worten nicht viel besser ausdrücken kann.

Marita Kerr



ausführlich, verständlich und anschaulich...



finde ich die kf-seiten wahrlich nicht, eher konfus, unübersichtlich und manieristisch aufgebläht, von einem messianischen sendungsbewußtsein mit dem meist damit einhergehenden defätismus geprägt, voller penetranter selbstbeweihräucherung als universalgenie mit unfehlbarkeitsanspruch und voller arroganz. aber vielleicht ist es mein schlichtes gemüt, das mir eine würdigung dieses phänomens kf nicht erlaubt,
gell...
carmen