Dämmung Dachschräge mit Perlit / Perlite (Isoself)

25.11.2008


Hallo,

wir werden eine Doppelhaushälfte BJ 1932 erwerben.
Das Dach besteht aus Tonziegeln und Teerpappe darunter. Der Dachboden selber ist nicht ausbaufähig. Die oberste Geschossdecke zum Dachboden hin ist eine Holzbodendecke. Hier wollen wir mit Mineralwolle dämmen (Dampfdichte Folie auf die Holzdielen, Mineralwolle zwischen Holzbalken und OSB-Platten darüber)

Im Obergeschoss sind allerdings auch noch Räume mit Schräge.
Hier sieht es wie folgend aus: Ziegel, Teerpappe, ca. 10 cm Hohlraum, Platten, wahrscheinlich Gipskarton.
Wir wollen nun in den vom Dachboden gut zu erreichenden Zwischenraum einfach Perlit kippen. (Vor allem, da uns dies einfacher und billiger erscheint, als alle Platten abzunehmen, Mineralwolle zwischen die Sparren zu klemmen und neue Platten anzubringen)

Nun zu den Fragen:
Ist bei diesem Aufbau mit Feuchtigkeit bzw. Nässe in den Platten oder dem Isoliermaterial zu rechnen?
Ändert ggf. eine zusätzliche dünne Styroportapete an den Schrägen hieran etwas?
Gibt es grundsätzliche Einwände gegen die Vorgehensweise oder Verbesserungsvorschläge?

Es handelt sich um einfache Wohnräume, nicht um Bäder etc.

Vorab schon mal vielen Dank. Ich hoffe, die Frage ist nicht doppelt gestellt, aber zu der spezifischen Thematik habe ich hier noch nichts gefunden.



Doppelhaushälfte von 1932 und jetzt gehts los....



... und ich muss gleich mal wieder bremsen...

Hallo Clemens,

wenn Ihr jetzt bald Eigentümer von so einer Doppelhaushälfte seid, dann gehen die angedachten Maßnahmen von Dir nur mit einem schlüssigen Konzept. Ohne dem wird es Akitionismus, der am Schluß mehr Geld und Gesundheit kostet, als es Euch lieb und recht sein kann.

Frag mal hier im Forum nach, oder vielleicht kennt Ihr ja schon einen Fachmann für ältere Bausubstanz. Deine Fragen hier verraten, dass Du nicht viel Ahnung vom Bau haben kannst. Aber genau das ist jetzt gefragt, bevor Ihr loslegt.

Ihr braucht einen Plan: Istzustand - Sollzustand - mögliche Varianten da hin zu kommen. Was gibt die Bausubstanz her? Welche Maßnahmen sind am dringlichsten? Welche Ablaufschritte sind vernünftig? Welche Materialien taugen dafür? Welche Konstruktionen bewahren mich vor Baufehlern?
Wie setzt ich meinen vorhandenen Etat sinnvoll ein?

Hier kann die Ferndiagnose nur begrenzt helfen. Eine Baubegehung mit einem vorbereiteten Fragenkatalog und die Ausarbeitung eines "Fahrplans" für Eure Haus - da kann ein Fachmann vor Ort Euch sehr viel weiterhelfen und er sieht einfach auch mehr als Leute hier im Netz. Das kostet nur ein Bruchteil von dem was Ihr sonst planlos ins Kraut schießen würdet.

In die Details gehe jetzt hier noch nicht - vielleicht habe ich später etwas mehr Zeit und es werden garantiert noch Antworten kommen.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de



Bastelitis



Der U-Wert-Rechner auf Bastelitis.de, über dessen Seriosität ich mir kein Urteil erlauben kann, sagt, dass bei dieser Konstruktion Tauwasser in der Perlitschicht anfallen würde. Wegen der Bitumenbahn kann aber im Sommer weniger Feuchtigkeit abtrocknen, als auf Dauer hinein kommt. Also wird die Isolierung feucht werden.
Styropor Innen würde nach dem Rechner an diesem Problem wenig ändern, es müsste schon eine "richtige" Dampfbremse eingebaut werden, um weniger Feuchte hineinzubringen.
Ich habe gerade ein ähnliches Problem unter einem Bitumendach zu lösen.




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