OSB-Platten auf Balken

17.08.2017 JK1974



Hallo zusammen,

wir haben einen (offenen) "Galerie"- und Dachzimmer-Bereich unter einem aufdachgedämmten Dach, bei dem ich den Boden (und die Decke für die darunter liegenden Zimmer) erneuern will/muss:
Wie u.a. bei http://fussboden.com/d/1330887/d/massiv_fussboden-fussbodenaufbauten-lagerholzer-3.jpg zu sehen, möchte ich auf bestehende Balken zunächst Nut- und Feder-Bretter als neue Decke für die Räume darunter legen, dann mit Lagerhölzern mit Kokosfaserstreifen die Basis für OSB-Platten schaffen, die einen Laminatboden tragen sollen.
Kurz zusammengefasst: Balken, dann NF-Latten, dann Kokosfaserstreifen, dann Lagerholz, dann OSB-Platten und schließlich Laminat mit Trittschalldämmung.

Trotz längerer Suche, habe ich noch ein paar Fragen - vielleicht könnt Ihr mir weiterhelfen:
- Die Balken liegen leider bis zu 1,10m auseinander. Ich würde daher 2x 15mm bzw. 2x 18mm OSB-4-Platten verwenden und nicht-schwimmend verlegen, d.h. zunächst die untere OSB-Platte mit der Balkenlage verschrauben, dann mit PU-Leim und weiteren Schrauben auch die obere OSB-Platte fixieren. Ich gehe davon aus, dass es egal ist, ob ich auch die obere OSB-Platte mit der Balkenlage fixiere oder nur an der unteren OSB-Platte?
- Ist es ein Problem, wenn Nut und Feder der OSB-Platten parallel zum Balkenverlauf z.B. bis zu 55cm zwischen zwei Balken in der Luft hängen und "nur" verleimt werden, oder sollte ich v.a. bei der unteren OSB-Schicht besser Nut und Feder entfernen und die OSB-Platten genau auf den Balken/Lagerhölzern enden lassen und damit verschrauben? Letzteres lese ich eher im Zusammenhang mit schwimmender Verlegung. Oder ist Eurer Meinung die Stabilität durch OSB-4, Leim und zweite Lage ausreichend, und ich profitiere eher vom Beibehalten von Nut und Feder?
- Sollte die zweite Lage um 90 Grad gedreht aufgelegt werden? Wenn nein, gehe ich davon aus, dass ich einen Versatz einbauen sollte, damit die jeweiligen Nut-Feder-Kanten der beiden OSB-Lagen versetzt sind, oder?
- Auf der verlinkten Zeichnung ist von einer Masseschüttung die Rede. Was würdet Ihr hier empfehlen? Wie erwähnt, ist es ein Galeriebereich und wir haben Aufdachdämmung, sodass es meiner Meinung nach beim Befüllen des Hohlraums in erster Linie um eine Trittschalldämmung, nicht um eine Wärmedämmung geht. Perlite oder etwas in diese Richtung scheinen mir zu leicht zu sein und eher in Richtung Wärmedämmung zu gehen...

Besten Dank im Voraus für Eure Tipps!



Aufbau



Verstehe ich nicht, anfangs schrieben Sie, dass Sie Dielung bzw. Rauhspund auf die Balken als Decke für drunter schrauben wollen, weiter hinten reden Sie plötzlich von OSB auf die Balken? Masseschüttung hat nichts mit Wärmedämmung zu tun, sondern mit Trittschall bwz. Vermeidung von Schwingung des Bodens.Wie soll der offene Dachbodenbereich genutzt werden und welche Zimmer sind unten drunter? Da würden dann ja die Deckenbalken sichtbar bleiben? Wie sieht die Gestaltung, insbesondere der Wärmedämmungsanschluss im traufseitigen Wandbereich aus?





Die Überschrift à la OSB auf Balken sehe ich als Gesamtzusammenfassung. Sollte ich das später nochmal so wörtlich wiederholt haben, war es ein Versehen, denn natürlich sollen die OSB-Platten auf die Lagerhölzer etc.
Wie zu Beginn erläutert, soll der Aufbau wie in der Grafik bzw. dem folgenden beschreibenden Text sein. Sinn ist es entsprechend auch, dass die Deckenbalken sichtbar bleiben.

Dass die Masseschüttung dem Trittschall dient, hatte ich ja geschrieben, aber ich hätte Tipps bzgl. Materialien -
eine Quelle ging in Richtung Blähton, eine andere in Richtung Blähschiefer, aber ich habe auch schon von Kies gelesen.

Der "Galeriebereich", der offen zum Wohnzimmer hin ist, soll "Büro" werden, dahinter, durch eine Wand getrennt, das Dachzimmer ein "Hobbyraum". Ich rechne somit mit den üblichen 200-250 kg/m².

Darunter liegen Schlafzimmer, Kinderzimmer und ein Bad.
Wobei ich durch die Existenz des Bades in dem einem Teil wohl den Rauhspund zumindest leicht behandeln muss. Ich gehe aber nicht davon aus, dass ich in diesem Bereich darüber mit Dampfsperren oder Dampfbremsen arbeiten muss, da die OSB-Platten bereits bremsen/sperren, der Hohlraum darunter etwas belüftet sein wird und eine Dampfsperre über dem Rauhspund vielleicht eher dazu führt, dass Tröpfchen unter der Folie entstehen und damit der Rauhspund eher feuchter wird als trocknet. Oder doch nicht?

Es gibt links und rechts eine ca. 60cm hohe Wand, d.h. der neue Boden wird nicht direkt an das Dach anschließen. Wir haben keine Außendämmung, sondern "lediglich" eine Aufdachdämmung.



Bodenaufbau



Entschuldigung , dass mit der Dämmung habe ich falsch verstanden. Schwingt der Boden jetzt sehr? Wie ist die Spannweite der Balken? Ein Rieselschutz und Kies ist machbar und preiswert. Zwischen beheizten Räumen ist keine Dampfbremse nötig.Die UK für die OSB in einem Raster rechtwinklig zur Balkenlage montieren, welches so gewählt ist, dass der NF-Stoß der OSB (diese wiederrum rechtwinklig zur UK und untereinander verleimt) auf einer Latte zu liegen kommt. Eine OSB-Lage (22) sollte reichen, wenn der UK-Abstand (40x60 Latten) um die 50cm beträgt. ich würde als Decke ordentliche Diele verlegen, die mit Leinöl behandeln, gern auch farbig lasierend oder deckend, sollte auch im Bad reichen. Die Feuchte Luft sollte durch Weglüften verschwinden, nicht durch die Bauteile!



Bodenaufbau



Entschuldigung , dass mit der Dämmung habe ich falsch verstanden. Schwingt der Boden jetzt sehr? Wie ist die Spannweite der Balken? Ein Rieselschutz und Kies ist machbar und preiswert. Zwischen beheizten Räumen ist keine Dampfbremse nötig.Die UK für die OSB in einem Raster rechtwinklig zur Balkenlage montieren, welches so gewählt ist, dass der NF-Stoß der OSB (diese wiederrum rechtwinklig zur UK und untereinander verleimt) auf einer Latte zu liegen kommt. Eine OSB-Lage (22) sollte reichen, wenn der UK-Abstand (40x60 Latten) um die 50cm beträgt. ich würde als Decke ordentliche Diele verlegen, die mit Leinöl behandeln, gern auch farbig lasierend oder deckend, sollte auch im Bad reichen. Die feuchte Luft sollte durch Weglüften verschwinden, nicht durch die Bauteile!





Hallo Pope,

zunächst einmal besten Dank für Deine Antwort und Deine Bemühungen!

Das mit dem schwingenden Boden ist aktuell etwas schwer zu sagen: Aktuell liegen auf den Balken alte, vielleicht 3-4cm dicke alte Holzbohlen mit zahlreichen Löchern etc. Sie halten schon einiges aus, aber liegen auch nicht komplett Plan bzw. sind nur angenagelt, sodass sie sich sich beim Begehen leicht nach links oder rechts bewegen und tatsächlich leicht schwingen. Für das Lagern unserer Umzugssachen im Dachzimmer reicht es.

Die Spannweite der Balken dürfte bis zu 4,50m sein, teilweise liegen sie (fast) komplett auf Mauern auf.

Verstehe ich richtig, dass Du das Lagerholz (ich hätte evtl. 58x78 genommen) im Gegensatz zu den bisher mir vorliegenden Zeichnungen rechtwinklig zur Balkenlage legen würdest? "Raster" klingt zudem nach rechtwinkliger Stabilisierung, aber eine Quelle schrieb, dass man wegen der Hinterlüftung das Lagerholz nur parallel anordnen soll.

Dielen als Option hatte ich noch nicht in Betracht gezogen - ich dachte, 2x OSB wäre günstiger - und in Anbetracht der 1,10m Abstand auch stabiler... Ich denke das nochmal durch - danke für den Tipp!



Mißverständnisse



Ich kapiers nicht. Ich beschreibe mal den von mir verstandenen Aufbau von unten nach oben:
-Balkenlage
-Dielung ( beides wäre dann von den unteren Zimmern sichtbar, sprich bilden deren Zimmerdecke) auf Balken verschraubt
- Rieselschutz
- Unterkonstruktion ( geht auch 58x78), dazwischen planeben abgezogenen Massefüllung) auf Balken durch die Dielung geschraubt
- OSB
-Trittschal und Laminat schwimmend

Mit Raster meine ich einen definierten UK-Abstand untereinander und zwar so, dass die Stirnseitenstöße der OSB auf der UK zu liegen kommt.





Hi Pope,

ich meine es so, wie im Link oben angegeben - ich habe das Bild jetzt mal angehängt. Statt der "Holzschalung" würde ich FiTa-Profilholz nehmen (als neue Decke für den Raum darunter), also keine massiven Dielen. Statt des "Massivholz" hätte ich zwei Lagen OSB-4-Platten sowie Laminat mit Trittschalldämmung vorgesehen.



Konstruktion



ja, aber Du hast Balkenabstände von 1,10m, da legt man die UK quer zum Balken, damit man ein passendes Raster für die OSB-Platte erzielt, nämlich so, dass die Stirnstöße der Platte auf der UK zu liegen kommt.Ich kann jetzt keine Maße nennen, weil ich die Längenmaße einer OSB jetzt nicht aus dem Hut weiß.Der Lattenabstand müsste so geschätzt um die 50 cm liegen.





Das mit den 90 Grad macht Sinn. Ich werde dann allerdings evtl. z.B. für Lichtleitungen, die dann rechtwinklig zu den Lagerhölzern verlaufen, eine kleine Lücke zwischen den Lagerhölzern auf einem Balken lassen müssen bzw. sie "einkerben", damit ich die Leerrohre unterbringe. Bei paralleler Verlegung entlang der Balken hätte ich das Problem nicht.
Darüber hinaus schreibt http://fussboden.com/fussbodenaufbauten: "Jede Lage muss 90° versetzt zur unteren Lage verlegt werden." Und http://www.holz.at/osb_platten.de.40.htm gibt in den Belastungstabellen für eine Parallelverlegung von OSB4 bei 110cm eine Verkehrslast von 2,0 bei 30cm an - ich wollte auf 36cm gehen.
Allerdings wäre damit tatsächlich das Problem nicht gelöst, dass Nut und Feder nicht auf den Balken liegen. Vorgesehen hätte ich Platten von 1250x2500 cm Breite und Länge. Daher auch meine Ursprungsfrage, ob ich Nut und Feder überhaupt brauche, wenn ich es eh mit den Lagerhölzern verschraube und nicht schwimmend verlege...
Insofern muss ich jetzt nochmal alle Punkte durchdenken - Vorschläge und Klärungen weiterhin gerne erwünscht...

Davon abgesehen: Wie ist die Meinung zu meinen anderen Fragen des Ausgangsposts? Also: Verlege ich die die zweite Schicht ebenfalls parallel, oder besser 90 Grad verdreht? Wie sieht es mit einem Versatz aus? Und welche Masseschüttung wäre zu empfehlen?



OSB-Verlegung



ich habe immer noch nicht verstanden, warum Du 2 Lagen OSB verlegen willst. Mit einem Abstand der UK-Latten von 50 cm mitte Latte und einer Verlegung der Platte nun wieder im rechten Winkel zur UK kommst du bei 2,50 m genau mit dem Stoß auf die 5. Latte. Die nächste Bahn fängst Du mit einer 1,00 langen an und stößt wieder auf der UK. So legst Du im Verband und es entstehen keine kreuzfugen, sondern nur T-fugen. Und eine 28-iger OSB sollte fett reichen.





Hi Pope,

danke nochmal für die Mühe und die Tipps.

Der Groschen ist gefallen, zumal ich vorhin nochmal nachgemessen habe, um das richtige Baumaterial besorgen zu können, und feststellen musste, dass der Balkenabstand nicht 1,10m ist, sondern zumeist ziemlich genau 1,25m. Damit würden zwar Nut und Feder genau passen, aber die Dicke des OSBs müsste jetzt noch höher sein.
Da passt mir Deine Lösung wegen Stabilität, aber auch Kosten, wohl eher.

Hast Du noch einen Praxistipp, wie ich bei dieser Konstruktion Stromleitungen v.a. für die Beleuchtung, ggf. auch Sat unterbringe, oder ist es weniger kritisch, wenn man in diversen Abständen die Lagerhölzer bis zu 2cm (z.B. für ein 20er Wellrohr) einkerbt bzw. Löcher reinbohrt?
Ich bin mir nicht sicher, ob es ausreicht, wenn ich zwischen zwei Lagerhölzern eine (kleine) Lücke lasse - da gibt´s drei Leitungen für das angrenzende Wohnzimmer-Licht, die Lichtleitungen für Schlafzimmer, Bad und Gang und noch die 8 Leitungen des Sat-Multiswitches...



für stromleitungen



die Lattung zu unterbrechen, oder einen ausschnitt machen, sollte kein problem sein, wenn man nicht über 10cm lücken baut, also schlimmstenfalls ehr die leitungen auffächern und mehrere unterbrechungen machen, als eine grosse.
schwieriger wird übrigens ehr das anschrauben, da KEINE Leitung zu treffen, als die latten wegen leitungen zu unterbrechen :-)
hatte sogar schonmal (bürogebäude) einen teppichleger der mit seiner Sockelleiste an der wand genau mit dem Nagel eine leitung getroffen hat, da ging dann das licht nimmer aus und der nagel stand unter strom. das zu finden war garnicht so einfach, so nach dem motto: mensch gestern ging das doch noch alles, ham wir doch extra probiert und ein Teppich kann da ja nix kaputt machen ;-) ....



leitungsführung



das geht, wenn Du dann beim OSB-schrauben nicht grad ne Schraube in die Lücke juchtelst





Hallo zusammen,

nochmals besten Dank für Eure Hinweise - Ihr habt mir sehr weitergeholfen...



Hohlraumbefüllung



(sorry, Doppelposting - siehe nächsten Eintrag)



Hohlraumbefüllung



Etwas verspätet bin ich jetzt endlich am Projekt dran, allerdings hat sich eine neue Frage ergeben, auf die ich trotz intensiverer Suche jetzt noch keine wirklich passende Antwort gefunden habe.

Wie im Eingangspost beschrieben, liegt ein Teil der neuen Decke über dem Bad. Wie sorge ich jetzt für eine gute Hinterlüftung mit dem im Bild gezeigten Aufbau? Wenn ich eine Masseschüttung habe und darauf die Zellulose packe, dann sehe ich keine Möglichkeit mehr, wie die Badluft dort zirkulieren soll, die über Fugen nach oben gelangt ist.

Wie beschrieben, ist über dem Bad einen beheizter Galeriebereich, d.h. die Feuchtigkeit würde m.E. nur "moderat" an den OSB-Platten kondensieren - gelüftet wird natürlich.

Ich tendiere momentan eher dazu, zumindest hier, vielleicht aber auch im Bereich über dem Schlafzimmer, die Zelluloseschüttung wegzulassen - das Bad ist nur leicht höher beheizt (auf Galerie bzw. Dachzimmer folgt das Dach mit Aufdachdämmung). Und es geht mir daher in erster Linie beim Füllen des Hohlraums um die Schallreduzierung.
Eure Meinung?
Was spricht grundsätzlich dagegen, den Hohlraum nur teilweise zu füllen (vielleicht Vibrationen, die das Füllmaterial zum Schwingen bringen), oder ist das kein Muss ?
Und welche Masseschüttung ist für diesen Badbereich zu empfehlen? Immer noch z.B. Kies, oder eher nicht, da dieser Feuchtigkeit überhaupt nicht aufnimmt?
Oder hier doch eher auf Zellulose gehen, da diese die Feuchtigkeit speichert - und somit dann eben weniger Wert auf die Masse legen?

Besten Dank!



Baddecke



Welche Hinterlüftung meinst Du? Wie sieht denn nun Deine Baddecke aus. N+F Profilholz sichtig von unten? Die Decke braucht keine Hinterlüftung.





Die "Original"-Decke (=Boden der Galerie) bestand "nur" aus alten kaputten Dielen, die auf die Balken genagelt worden sind.

Die Dielen reiße ich gerade raus und ersetze sie gegen N+F-Bretter. Die Decke (=der Boden) soll danach so aufgebaut werden wie in der Grafik oben (Post vom 20.08., unter http://www.woodline.de/fu-boden-aufbauten/holzdecke-sichtbar/ auch in Farbe und unter "Verlegehinweis" auch nochmal in einer fotografierten Seitenansicht) - aktuell bin ich noch ganz am Anfang bei den N+F-Platten, die man von unten sieht (in der Grafik mit "Holzschalung" beschriftet). Nach der Anbringung der Lagerhölzer wäre dann die Schüttung dran, bevor ich die OSBs anbringe.

Nach meiner Suche im Web gibt´s zwei Ansätze im Bad: Die einen sagen/schreiben, dass man mit einer Dampfbremsfolie arbeiten soll (vor allem in Fällen mit unbeheiztem Raum darüber, was mir wegen der erhöhten Kondensierung des Wassers logisch erscheint), andere wiederum empfehlen den Weg der Hinterlüftung bzw. Luftzirkulation (inkl. Schattenfuge, siehe z.B. auch https://www.baumarkt.de/ratgeber/a/holz-im-badezimmer-das-ist-zu-beachten/), was ich bevorzugen würde, da wie erwähnt die Temperaturdifferenz nicht allzu groß ist und die OSBs selbst wie eine Dampfbremse wirken (wobei die Meinungen hier wohl auch auseinander gehen - eventuell würde ich unter den Bodenbelag darüber "zur Sicherheit" nochmal mit Folie arbeiten).

Wie es dann aber mit einer Schüttung bzw. Dämmung in diesem Bereich aussieht, bleibt in allen Artikeln und Threads, die ich gefunden habe, ausgespart.



Hinterlüftung



Überlege doch mal selbst: Was soll die Hinterlüftung bewirken? Der Sinn einer Hinterlüftung ist doch, Luftfeuchte abzuführen, z.B. bei einer Vorhangfassade. Wo soll denn in Deinem Bad die feuchte Luft hingeführt werden ? Von links nach rechts? Was soll die in der Zwischendecke? Die Decke im Bad ( was denn nun Bretter oder Platten?) muss geschlossen sein. Der Mulm nach dem Duschen muss rausgelüftet werden, da helfen auch keine Wunderbaustoffe. Und da die Galerie auch ein warmer Raum ist, gibt es kein Dampfdruckgefälle. Als Schüttung, falls Schalldämmung wichtig ist,kann z.B. Blähton, wie bereits von Dir selbst erkannt, genommen werden oder einfach trockenen Sand. Soviel Füllhöhe hast Du doch gar nicht, je nachdem ob Du 60-iger oder 78-iger Kanthölzer nimmst als Unterkonstruktion. Was aber immer noch nicht klar ist: ob Deine Balkendecke insgesamt überhaupt so sehr schwingt, und Du deshalb soviel Masse überhaupt brauchst.





Hi Pope, erstmal besten Dank für Deine Antworten.

Meine Vorstellung war/ist die: Wenn ich direkt über die N+F-Bretter eine Dampfsperrfolie lege, dann bleibt die Feuchtigkeit an der Folie hängen und gelangt somit auch direkt an die N+F-Bretter direkt darunter.
Habe ich stattdessen einen (kleinen) Hohlraum und sind die OSB-Platten (in der Zeichnung der Ersatz für das "Massivholz") die Dampfbremse/Sperre, so kann durch die Luftzirkulation bei (Stoß-)Lüftung das N+F-Holz etwas besser/schneller trocknen. Oder doch nicht?

In meinen Ausführungen meine ich mit der Decke des Bades und den Boden der Galerie das Gleiche: Wie in der Zeichnung zu sehen, sind die N+F-Bretter die Decke des Bades, während die Massivholzbretter (bei mir in Form von OSB-Platten+Laminat) den Boden der darüber liegenden Galerie darstellen.

Bzgl. Masseschüttung: In die Böden der Räume im ersten Stock hatten wir zunächst auf Empfehlung Isoself Perlite als Zwischensparrendämmung eingekippt. Neben der Isolierung hatten wir auch auf eine Schalldämmung gehofft. Leider hört man deutlich im Erdgeschoss, wenn jemand darüber läuft. Aber: Ein Grund ist eindeutig die fehlende Entkopplung: Die OSB-Platten wurden direkt auf die Balken geschraubt und nicht schwimmend verlegt. Ein kapitaler Fehler, den ich nicht noch einmal machen möchte. Zudem ist es schöner, die Balken zu sehen - daher jetzt die Idee mit dem Aufsparren-Bodenaufbau.