Kaminofen Anschluß durch den Schornsteinfeger - welche Vorraussetzungen?




Hallo!
Wir haben einen Kaminofen ersteigert, der nicht zu Heizzwecken - es wird eine Wärmepumpe geben - eingesetzt werden soll, sondern nur um schön vor dem Feuer zu sitzen.
Der Ofen: Hersteller: Oriental Kingsworld Industrial, Typ 601-Franklin, Nennheizleistung 8KW,Prüfbericht $-81. Der Ofen ist gußeisern ohne jede Schamotte drumrum oder irgendwas. Er ist vorne mit einer 4 flügeligen Klapptür versehen, die den gesamten Brennraum verschließt, was man so verschließen nennt... Das Problem: Der Brennraum ist nicht dicht abgeschlossen, sondern nur so lala. Man könnte ihn eventuell aber noch besser dichten. Im Vergleich zu den modernen Öfen im Baumarkt, wird dieser Ofen nicht die Dichtheit erreichen, die diese haben.
Einen freien Zug im Schornstein haben wir mit einem Querschnitt von ca 16,5x18,5.
Was müssen wir tun, um den Ofen zugelassen zu bekommen???
Vielen Dank für jede Info oder Vermittlung eines kundigen Auskenners!
Susi Fey



Der Schornsteinfeger muß her!



Am besten ist es, den Bezirksschornsteinfegermeister (das ist fast wie Donaudampfschifffahrtsgesellschaftskapitän) kontaktieren! Der muß den Ofen samt Anschluß abnehmen und kann womöglich auch anschließen oder sein Hiwi oder er kennt jemanden. Falls am Ofen etwas umgebaut werden muss, weiß er auch Bescheid.
Wichtig: die Herrschaften sind in der Regel umgänglich, wenn man sie gleich von Anfang an in das Projekt mit einbezieht.
Schönes Wochenende!
franz.



...aber wie sind denn die Ausschlußkriterien???



Hallo Franz,
vielen Dank für Deine Antwort. Schlußendlich ist es klar, wird der Bezirksschornsteinfegermeister :-) gerufen. Aber es ist meist sinnig, erst einmal die rechtlichen Seiten zu kennen und die quasi projektverhindernden Eigenschaften des Ofens vorab zu bearbeiten mit Hilfe eines unabhängigen Ofensetzers ZB. Dann ist auch dem kritischen Auge des Schornsteinfegers eher Genüge getan und er sagt nicht einfach nur: Der Ofen... nie!!! Und das wäre ja sehr schade.
Susi



egal was ein evtl. Ofensetzter machen würde, in jedem Fall



hat der Schorni das letzte Wort. Deshalb rate auch ich, den "Dampfschiffkapitän" von Anbeginn hinzuzuziehen.



Vielleicht mal vorfühlen...



Falls Euch ein Nachbar einen Ofensetzer empfehlen kann, wär das bestimmt auch eine Vorgehensweise.

Ich würde aber vielleicht einmal vorfühlen, den "Schorni" anrufen (er muß ja den Ofen nicht gleich sehen), ihm erzählen, was Sache ist, und fragen, wie man am besten vorgehen soll. Der Brandenburger ist zwar schroff, möchte aber gerne auch ein bisschen bauchgepinselt werden.

Viel Erfog und schönen Sonnen-Sonntag!
franz.



Der BSFM



sollte bereits gaaaaanz am Anfang mit einbezogen werden. Grund : Normalerweise kennt er das Gebäude, bzw. hat alte Betriebsdaten und Fegeprotokolle. Er kann aus diesen bereits sagen welche Leistung und welche Ofenbauart an der Rauchabzugsanlage betrieben werden kann. Da du ja die Ofendaten hast (Kingsworld Industrial, Typ 601-Franklin, Nennheizleistung 8KW,Prüfbericht $-81) sollte er vorab eine unverbindliche Aussage über die grundsätzliche Betreibbarkeit dieses Ofentyps an Eurem Abzug machen können. Egal erstmal wie der Ofen selber aussieht.....

Gruss Udo