Neue Bodenplatte

15.11.2015 Hobbysanierer



Hallo zusammen,

ich habe in Ostfriesland ein älteres Fehnhaus (BJ 1954), welches ich am Sanieren bin. Im Laufe der Zeit habe ich festgestellt, dass der Betonboden in Küche und Wohnzimmer erneuert werden muss, da er von unten her feucht ist und die Feuchtigkeit sich auch in die Wände niedergeschlagen hat, weil die Bodenplatte bis über die Horizontalsperre der Wände gegossen wurde. Nach Recherchen und Nachfragen beim Vorbesitzer habe ich rausgefunden, dass ursprünglich in diesen Räumen ein Holzdielenboden war (Balkenlage auf dem Erdreich und darauf Fichtendielen). Anfang der 70er wurde dieser Boden durch diesen Betonboden ersetzt.
In puncto Bodenerneuerung schwanke ich jetzt hin und her:
Soll ich den ursprünglichen Boden wieder einbauen (Schotterschicht anrütteln, Gehwegplatten als Unterlage für die Balken, 120er Balken, zwischen den Balken Trockenschüttung als Isolierung, Bodendielen) oder soll ich eine neue Betonbodenplatte einbringen mit vernünftigem Aufbau (10 cm Schotter, Folie, 15 cm Beton mit Bewehrungseisen). Was ist für das Haus die bessere Lösung?



Bodenaufbau



Eine bewehrte Betonplatte in der Stärke ist bei üblicher Belastung vollkommen überflüssig- es ist ja keine Fundamentplatte.
Je nach Grundwasserstand ist auch die Schotterschicht verzichtbar.

Allerdings sollte auf der Tragschicht, die aus Estrich oder Betonplatten bestehen kann, eine Feuchtigkeitsabdichtung aufgebracht werden, bevor Holzbalken und Schüttung eingebaut werden.

Andreas Teich