nachträgliche Horizontalsperre In Kellwerwand aus Hohlblocksteinen (HBL)

24.02.2019



Hallo,
demnächst werden die Kellerwände unseres Hauses (Bj. 1963) außen freigelegt und abgedichtet (reaktivabbindende, 2-Komp. Dickbeschichtung, inkl. Hohlkehle, Dichtschlämme, Grundierung, Füllspachtelung, Egalisierungsspachtelung, Perimeterschutz etc.). Bisher hatte ich eigentlich noch nie aufsteigende Feuchtigkeit, sondern nur alle 4-5 Jahre mal ein bisschen Feuchtigkeit an den Wänden durch das bei uns vorkommende Schichtenwasser. Als es 2017 stark regnete, kam auch das Wasser rund um das Abwasserrohr und an einer Stelle im Heizungskeller rein. Das Rohr wird also auch inkl. einer neuen Wand-Durchführungsdichtung erneuert. Die Kellerwand ist ca. 30 cm stark und besteht aus Beton-Hohlblocksteinen (HBL) und hat eine Horizontalsperre aus Dachpappe, die sicherlich nicht noch viele Jahre intakt ist.
Wenn die Keller-Wände schon mal aufgeschachtet sind, möchte ich auch präventiv eine neue Horizontalsperre von außen einbringen lassen, da ich von Innen nicht an alle Kellerwandbereiche herankomme (Vorwand, Sockel etc.).
Soweit ich mir das anlesen konnte, könnten bei Hohlblocksteinen zwei drucklose Injektionssysteme in Frage kommen (weil mit Druck-Verpressung Unmengen von Material in die HBL reingeht oder erst mühsam die Hohlräume verfüllt werden müssten):
1) Lösemittelfreie Harz/Silan Injektionscremes (alias"Trockenzone" oder ...946 Injektionscreme oder alias "Kommissar Köster Crisin" Creme)
2) dünnflüssiges,konzentriertes, lösemittelfreies Kunstharz über Kapillarstäbchen eingebracht (alias "Kommissar Köster Crisin 76")
Hat jemand mit solchen nachträglichen Horizontalsperren in Kellerwänden aus Hohlblocksteine Erfahrungen und kann zu einem der beiden oben genannten Materialien (oder etwas anderes) raten oder abraten?



Nutzung



welche Nutzung ist denn für den Keller vorgesehen ?



Kellerabdichtung



Warum der ganze Aufwand, wenn die Feuchtebelastung nur alle paar Jahre vorkommt und sich ohnehin im. Rahmen zu halten scheint?
Kleinere partielle Undichtigkeiten können separat repariert werden.
Soll der Keller für Wohnnutzung verwendet werden?

Nur als Lagerraum genügt‘s in aller Regel zu lüften, ggf mit Ventilator.
Freie Finanzen besser in Gebäudeteile mit Wohnnutzung investieren.

Feuchte Keller sind bei alten Gebäuden ziemlich normal und unproblematisch.





Die Ausführung ist nicht empfehlenswert. Wenn partielle Undichtigkeiten im Keller für Regenwasser bestehen, dann sollten diese abgedichtet werden (Rohreinführung, Rückstauklappe, etc) Wenn es erhöhte Raumluftfeuchtigkeit gibt ist die sachgerechte Belüftung zu prüfen. Falls überzähliges Kapital vorhaben ist, sucht man dafür lohnendere Einsatzmöglichkeiten.

Die Betonsteine verfügen doch gar nicht über durchgängig leitfähige Kapillaren. Besorg dir doch mal so einen Stein, den kann man vorher wägen und dann in eine Wanne mit etwas Wasser stellen. Dann sieht man wo man da ist. Zumal noch zu aller Vorsicht schon eine mechanische (Querschnitts-) Abdichtung (Bitumenpappe) vorhanden ist.

Im übrigen stellt sich mit diesem Ergebnis gleichzeitig auch die Frage nach der Wirksamkeit und Anwendungssicherheit der vorgeschlagenen Bauchemikalien. Das muss ja eine tolle Rezeptur sein, deren Liter genauso kostspielig wie Premium-Champagner feilgeboten wird.