Schlacke zum Schallschutz heute noch verwenden?

01.03.2011



Hallo!

Ich wende mich heute mit einer Frage bzgl. der Verwendung von Schlacke im Bodenaufbau an Euch. Wird diese heute noch zum Schallschutz verwendet oder ist davon eher abzuraten? Hintergrund: Meine Nachbar hat eben eine ganze Menge davon ausgebaut. Ich könnte das Zeugs umsonst bekommen. Was könnt ihr mir dazu raten?
Dort, wo ich bisher in die Böden schauen konnte, sind Schütthöhen von ca. 1-2 cm Schlacken in meinen Böden. Ich weiß es aber nicht, wie es an anderen Stellen ausschaut, wo der Schallschutz eine größere Rolle spielt. Kann sein, dass dort mehr drin ist. Oder ist es besser ein anderes Material zu verwenden? Wenn ja, welches?
Ich weiß natürlich auch nicht, wo die Schlacke ursprünglich herkam. Ich nehme aber an aus der Erzverarbeitung, da Erzgebirge.

Vielen lieben Dank!



Schlacke



bringt hauptsächlich Masse, bei 2cm vermutlich nicht übermäßig viel, besser als nichts aber sicher - alleine schon, daß die Böden nicht mehr hohl liegen ist ein großer Vorteil. Wenn es keine "amtlichen" Anforderungen an Schallschutz gibt, würde ich persönlich die Gratis-Schlacke auf jeden Fall nehmen, es ist nur die Frage, ob man zusätzliche Maßnahmen ergreift.





Hau wech den Scheiß,
in Siemens-Martin Schlacke ist Blei, Cadimium, Arsen in festen und zu hohen Anteilen enthalten.
In Stahlwerksschlacke kommen Nickel und andere Schätzchen dazu. Dann staubt das zeug auch noch durch die Ritzen, lecker, baby freut sich.

Ersatz ist Lehm oder gebundene Schütttung /Thermozell)oder selbstgemachte Mischung:
Blähton oder Blähsplitt, Sand, Weisskalkhydrat, ein paar Schippen Wasser.
Die Konsistenz nach gusto einstellen.

Ich hab das gerade zum wärmedämmenden Verschütten von Installationsschlitzen probiert. Es ist wärmedämmend, schallschluckend, leicht zu Verarbeiten und einigermaßen natürlich.

Grpße vom Niederrhein





je nach dem, woher das Erz kam, aus dem die Hochofenschlacke stammt, kann die Schlacke auch in geringem Maße radioaktiv sein. Heute wird das geprüft, aber früher?
Im Erzgebirge gibt es größere Vorkommen von Uran, das dort auch lange abgebaut wurde. Wer weiß, was alles in der Schlacke drin ist.

Ich würde die Finger davon lassen.

G. Ehlerding



Schlackefüllung



Es gibt noch eine andere Quelle, das was in alten Fachbüchern mit "Coacsasche" tituliert wurde.
Das waren abgesiebte Rückstände aus Dampfkesselanlagen.

Viele Grüße





Die Hinterlassenschaften der Industrie werden ja immer bunter.

Grüße