Insolvenzverfahren, zwangsversteigerung, Makler seriös?




Hallo,
wie in anderen Beiträgen schon beschrieben, möchten wir ein altes haus( vermütlich fachwerk/ Bruchstein) erwerben.
Dem Makler scheint der Kaufpreis egal zu sein. der ist ohne weiteres nachfragen schon von 45.ooo auf 38.000 ( Verkehrswert 86.000)runter gegangen. Der Eigentümer steht im Insolvenzverfahren und die dritte Zwangsversteigerung ist für November geplant.
Wir sind jetzt am rätseln warum das Haus so verschleudert wird, und ob nicht doch mehr Schäden dran sind, als im Gutachten angegeben.
Ist es nun ein Schnäpchen, oder ziehen die uns über den Tisch? Ist diese Art üblich bei Insolvenz?Über jede art der Erfahrung mit zwangsversteigerungen und Insolvenzverfahren und Makler, wäre ich dankbar.



der Insolvenzverwalter sichert sein Honorar,



indem er am besten alles was noch da ist schnell in Geld verwandelt. In der Regel ist beim 3ten Zwangsversteigerungstermin jeder Kaufpreis möglich,völlig unabhängig vom Verkehrswertgutachterpreis.



Wenn



das Haus zwangsversteigert wird, kann der Makler Euch doch keinen Preis zusagen. Das stellt sich doch dann erst am Tag der Zwangsversteigerung heraus... Und wenn Ihr mißtrauisch seid, solltet Ihr einen eigenen Gutachter beauftragen.

Grüße



Insolvenzverfahren



Hallo,
Nachbarn fragen!!! und dann filtern!
Die besten Infos gibt es immer direkt vor Ort und auf der Gemeinde! Natürlich sind nicht alle Aussagen korrekt (zumindest die der Nachbarn), aber wenn man einige befragt, bekommt man ein gutes Gesamtbild der ganzen Gelegnheit! Ich würde zudem versuchen, Kontakt zum "Eigentümer" aufzunehmen, falls sich dieser gesprächsbereit zeigt(was bei Zwangsversteigerungen nicht immer der Fall ist).
Zudem würde ich Baulstenbuch und Grundbucheinsicht verlangen, um zu prüfen, ob und welche Belastungen (z.B. geh- und Fahrrecht oder Wohnrecht) bestehen...
Liebe Grüße, Friederike Kämmerer,
Maklerin f. historische und ländliche Anwesen



wir nähern uns



danke für alle nachrichten.

wir sind immernoch in der Verhandlung.Aber der ganzens sache schon was näher.
WIr haben dem Makler einfach mal ein Angebot gemacht von 20.000 Euro. Nun hat er es mit der anwältin abgesprochen, und sollen der Gläubigerbank ein schriftliches und verbildiches angebot von 24.000 Euro machen.
Jetzt ist nochmal warten angesagt. Mal sehen ob es klappt.
Mittlerweile bin ich auch nicht mehr ganz so skeptisch, was den makler angeht, da ich mich auch ein bisschen kundigt gemacht hab, was insolvenz und zwangsversteigerungen angeht.



Die Gläubiger,



meistens also die finanzierende Bank, haben bei der Zuschlagserteilung ein gewichtiges Wort mitzureden. Wenn die Bank eine gewisse Forderung hat, braucht Sie den Zuschlag nicht zu erteilen, und kann auf ein besseres Gebot warten. Der Zuschlag darf auch nicht zu jedem beliebigen Preis erfolgen, da das Eigentum der Schuldners nicht verschleudert werden darf. Man kann sich die Sache also nicht beliebig schön rechnen. Ein Makler kann keinen Kaufpreis nennen, wenn es tatsächlich zur ZV kommt, denn die dort abgegebenen Gebote kann er schwerlich beeinflussen. Denkbar ist lediglich, daß der Makler vor dem termin der ZV mit dem Gläubiger eine Einigung zu erzielen versucht, dann kann er den Preis natürlich beeinflussen. Als Faustregel gilt, daß der Zuschalg nicht für weniger als ein Drittel des Verkehrswertes erteilt wird. So haben wir es mal erlebt,als wir auch ein Objekt aus einer ZV erwerben wollten. Und amn kauft die Katze im Sack, Reklamation, Wandlung, Schadenersatz usw. fällt alles flach, wenn das haus eine Kaschemme ist, Pech gehabt. Dafür entfallen Notarkosten. Also, Augen auf beim Eierkauf und lieber einen fähigen Notar fragen. Auf Makler hört man besser nicht, wir haben ausnahmslos schlechte Erfahrungen gemacht. Viel Glück, nichts überstürzen, Mario