Leitungen, Heizung, Temperaturen, Schäden, Punkt

30.12.2007



Guten Tag,

ich habe folgende Frage: Wir haben ein in diesem Winter unbewohntes und unbeheiztes denkmalgeschütztes Fachwerkhaus.
Wasserschäden sind nicht zu befürchten, da wir das Wasser aus allen Leitungen entfernt haben.
Die Temperaturen sind im OG (Fachwerk, Fenster mit Wärmeschutzglas) um die 0°, die Luftfeuchtigkeit liegt bei 75%. Die Wände sind 15 cm dick.
Im EG ist kein Fachwerk, die Mauern sind ca. einen halben Meter dick, die Einscheibenfenster bleiverglast. Die Temperatur liegt bei 4°, die Luftfeuchtigkeit ebenfalls bei ca. 75%. Ein Raumentfeuchtungsgerät hatte bei wärmeren Temperaturen ca. 10° der Raumluft Wasser entzogen und die relative Luftfeuchtigkeit bei dieser Temperatur auf 60% abgesenkt.
Sind unter diesen Voraussetzungen Schäden zu befürchten?


Mit freundlichen Grüßen

gez. Bauer



Schimmel...



...ist nicht unwahrscheinlich. Die Wände werden oft kälter sein als die zirkulierende Luft. Je nach Gegebenheiten können sie nur durch Kondensat sehr nass werden.

Grüße

Thomas



Temperaturen um die 0 Grad



Frost im Innenraum birgt immer ein Risiko, finde ich.

stt



Taupunkt



Durch die niedrige Temperatur und die hohe Luftfeuchtigkeit liegt die Taupunkt sehr nahe bei der Raum- bzw. Wandtemperatur (siehe Taupunkttabelle:
http://www.energieberater-lorsch.de/dokumente/taupunkttabelle.html)
Somit werden die Wände sehr feucht und nass werden.
Hier ein Link zu Taupunkterklärung:
http://www.energieberater-lorsch.de/index.php?menuid=23

Grüße aus Lorsch von
Tobias Bucher



Für gute Lüftung sorgen



dann sollte es keine Probleme geben. Die vielen alten Fachwerkscheunen stehen ja auch schon seit X-Jahren. Da sollte 1 Winter bei euerem Haus nicht das Problem sein.

Gruß Marko



Unter welchen Voraussetzungen?



4° 75% oder 10° 60% und in welchem Raum? Wichtig für eine Beurteilung wären vor allem noch die Bauteiloberflächentemperaturen.
Bei einer Raumlufttemperatur von 4° und einer Wandoberflächentemperatur von 2° besteht schon ein Schimmelproblem. Im Dachgeschoss so wie so, da die feuchtere Luft des Erdgeschosses (3,8 g/m³) sich mit der trockeneren Luft im Dachgeschoss (2,9 g/m³) austauscht.
Bei 10° Raumtemperatur und 60% Feuchte liegt der kritische Punkt der Oberflächentemperatur der Außenwand bei knapp unter 6°.



Leitungen



Ich würde mir auch darum Sorgen machen: "Wasserschäden sind nicht zu befürchten, da wir das Wasser aus allen Leitungen entfernt haben" - ist das 100%ig möglich? Wie ist das mit den Siphons, bleibt nicht auch in den Heizungsleitungen und Heizkörpern immer etwas zurück? Gibt es "tote" Stellen im Leitungsnetz, in denen noch Wasser verbleibt?

Grüsse
stt



Fachwerhaus ohne Heizung



Vielen Dank allen, die auf meine Frage geantwortet haben.
Wenn ich es richtig sehe, wäre es doch sicherer die Heizung in Betrieb zu nehmen, um das Risiko zu minimieren.

Herzliche Grüße

gez. Bauer



Wenn



ein guter Luftaustausch, z.B. durch alte undichte Fenster und Türen, gegeben ist, findet auch ein Feuchtigkeitsaustausch statt. Da sich Innen- und Aussentemperaturen recht schnell angleichen, ist auch nicht mit grösserem Kondenswasseranfall zu rechnen. Und wenn die Leitungen leer und drucklos sind, wird auch Restwasser nicht gleich zu Schäden führen, da in 2 Richtungen Ausdehnung erfolgen kann. Feldscheunen stehen über 100 Winter draussen, ohne Heizung.
MfG
dasMaurer



Bei Wassersäcken



mit Kompressor ausblasen und ggf. mit Schnaps spülen.:-)
Nicht dich sondern die Wasserleitungen...Diese Verschwendung!

Die Heizung könnte man mit Frostschutz je nach Herstellerfreigabe befüllen. Ich dachte aber, dass mit "unbeheizt" auch ohne Heizung gemeint ist. Habe ich mich wohl geirrt!

Prost

Marko