Lehmputz - Bewegungsfuge an Dachschrägen

10.02.2020 fred777



Hallo allerseits,

als langjähriger stummer Mitleser und Profiteur des geballten Forenwissens habe ich nun auch mal eine Frage auf die hier noch nirgendwo eingegangen wird.

Ich habe unser Dachgeschoss neu gedämmt und Schrägen, Drempel und Decke mit Lehmbauplatten (Claytec Greentech 700, wird leider nicht mehr hergestellt) verkleidet. Diese sollen nun verputzt werden (Glasfaserarmierung + 3..4mm Claytec Klebe/Armierungsmörtel und dann später noch 3..4mm Feinputz).

Zu den Seitenwänden hin habe ich zwischen Lehmplatte und Wand einen Hanfstreifen eingeklemmt. Der Putzer macht hier dann nen Kellenschnit.

Nun suche ich noch nach einer guten und möglichst dezenten / unauffälligen Lösung für die Stöße/Übergänge zwischen Dachschrägen und Drempel sowie Decke. Die Bewegung im Dach soll nicht zu Rissen führen.

Für Rigips-Trockenbau gibt es diese "Magic Corner" Bewegungsprofile zum Einspachteln: https://www.protektor.de/de-old/unternehmen/news/news-details/504-profil-in-bewegung/

Was hier jedoch meiner Meinung nach fehlt für Lehmputz ist ein Gewebestreifen.

Mit Gewebe habe ich Bewegungsfugenprofile für das Verputzen von WDVS-Geraffel außen gefunden (Putzstärke 6mm), z.B. https://www.baukom-group.de/site/assets/files/1032/1041_---_bewegungsfugenprofil_6_mm.pdf

Würde das funktionieren?

Seht Ihr eine bessere Lösung?



Rißbefürchtungen



bei uns sind die Übergänge Wand/Decke nicht gerissen, wir habe das Gewebe auch nicht über die Ecken gelegt. Wahrscheinlich wird das je nach örtlicher Gegebenheit unterschiedlich sein. Zwischen Dachschräge und Drempel sollte eigentlich nichts arbeiten, dort kann man das Gewebe sicher über den Knick legen, vielleicht auch zwischen Schräge und Decke. Wird wohl auf ein Experiment hinauslaufen. Du könntest auch mal nach Udo Mühle aus Sohland/Spree googeln und ihn anrufen, der ist Lehmbauexperte.