lehmschüttung zwischen den sparren?

16.03.2003



ich habe die tage meine letzten drei euros umgedreht und mir überlegt, wie ich im dachgeschoß zwischen den Sparren dämmen könnte
da ist mir die idee gekommen: ich kann doch eine art Kasten bauen- von innen kommen eh paneele- dann halt noch zwischen die sparren knapp unter die Unterspannbahn ne lage bretter basteln und da dann Lehm reinschütten- trockenen- hab ich nämlich genug
warum bin ich da nicht eher drauf gekommen?
warum ist da noch (meines wissens) niemand anderes draufgekommen?
oder gibts da doch irgend nen haken?



gibts da doch irgend nen haken?



Nein, leider nicht. Den Haken könntest du brauchen da das Dach durch die Lehmschüttung wesentlich schwerer würde. Grüße, chris



Lehm



... die Frage ist, welche Art von Lehm da rein soll. Soll die Schüttung dämmen, ist es nicht ratsam den Dreck aus dem Aushub zu verwenden. Mit Holzhackschnitzel und Lehmleim läßt sich ein guter dämmender Leichtlehm herstellen, der an dieser Stelle sicher auch den statischen Rahmen nicht sprengt. Übrigens ist diese Art der Bauweise nicht neu. In Japan werden sogar die Dachziegel in Lehm verlegt und als Schüttung in Decken ist es seit je her usus.



brauch ich bloss noch das backrezept



ja- das klingt ja sehr gut
herr garkisch- wenn sie mir n tip geben können, was lehmleim ist? ich habe hier den lehm als grundstoff und dass man da noch irgendwas reinmixen kann, das hatte ich mir auch so vorgestellt. gehn sägespäne? oder stroh?
können sie mir über den daumen gepeilt sagen, wieviel kg der kubikdezimeter wiegen darf? (normale sparrendachkonstruktion, biberschwanz-kronendeckung, sparrenquerschnitt: 8 mal 16 cm



ne..



..kann ich nicht über den Daumen peilen. Mit Lehmleim ist eine Plempe aus Lehm und Holzhackschnitzeln gemeint. Stroh müsste sehr grob sein um die gleiche Qualität zu ergeben, ausserdem muss der Zuschlagstoff voll von Lehm ummantelt sein, um nicht zu verrotten. Sägespäne ergeben keinen befriedigenden Leichtlehm. Der Sparrenquerschnitt ist ja nicht schlecht, bloß der Abstand der Sparren steht nicht dabei. Einfach probieren! Gruß Berlin/Schiffmühle









Mit Lehm die Dachschrägen zu dämmen, wird wohl nicht so der Erfolg. Viele Leute verwechseln oft Wärme speichern und Wärme dämmen. Und Lehm pur speichert halt nur. Wirst also das ganze mit irgenwas strecken ( massiv ) müssen, damit dort eine Dämmwirkung entsteht.Wenn ich pleite wäre und ein Dach dämmen sollte, würde ich wie zu Ostzeiten Altpapier sammeln, durch den Schredderer schieben und ins Dach stopfen.Die Version gibt es auch kostenpflichtig unter dem Namen Homatherm. Als Flammenhämmer ( nur so zur Sicherheit ) muss da ein bischen Borax rein, wieviel, weiß ich aber auch nicht.
mfg.Zähr



ja- nee



daß nur lehm nicht geht, weiß ich inzwischen auch
die idee hatte ich unter anderem deswegen, weil ich im anderen teil meines hauses mit ebendem homatherm gedämmt habe- war ich unzufrieden mit, weil ich es problematisch finde, die mäuse fernzuhalten (ist n altes wiederaufgebautes haus)
ich hab mir jetzt überlegt, ich werde wohl platten aus stroh und lehm machen- was ich da von den dämmwerten ausgerechnet habe, geht, ja und mit mäusen- hat da jemand erfahrungen?



Und was ist mit Torf?



Moin,
Lehm reguliert zwar ganz toll den Wasserhaushalt im raum, ist aber ein miserabler isolierstoff, mit zuschlagstoffen ein mäßiger.
eine dämmwirkung beruht auf der "Gefangennahme" von Luft im dämmstoff, je mehr luft und daher weniger bindemittel, um so besser.

deshalb ist Styropor ein besserer Dämmstoff als kalksandstein.

um eine vergleichbare dämmwirkung zu erhalten (mit 10cm styropor oder glaswolle) muß man eine 90cm dicke Mauer bringen.

mir hat einer erzählt, in einem 200 jahre altem haus hat er torf als Sparrendämmung gefunden.

die Dämmung muß wahrscheinlich durch eine Dampfsperre vor Feuchtigkeit geschützt werden und durch Borsalz gegen Feuer und unliebsame tierchen

aber ansonsten ist das ein günstiges baumaterial

ersma,



Dämmung



Hallo!
Wie meine Vorredner schon sagten, Lehm allein dämmt nicht sooo gut. Ich hätte da auch Bedenken was die Statik angeht. (?)
Mein Vorschlag mag frevelhaft klingen, aber was ist mit Cellulose-Dämmung? Ein natürlicher Dämmstoff aus Altpapier-Flocken (ähnlich wie ein mitgewaschenes Papiertaschentuch), atmungsaktiv, und günstig. Bei Tonziegel funktioniert er sogar ohne raumseitige Dampfsperre. Kann man selber mit einem Leihgerät in alle möglichen Hohlräume einblasen. Wäremleitgruppentechnisch ähnlich Styropor u.ä.

Viel Glück!
R. Engelmann





HAllo Markus, vielleicht noch rechtzeitig? ämmen mit Zellulose, na ja, Mäuse, nicht so toll, aber Borax? Das war früher schon ein Nervengift und ist es auch heute noch. Es gibt Untersuchungen über belastete Baustoffe, ich würde da die Finger von lassen. Warum nicht mit Perliteschüttung? Die besteht aus einem granulierten Vulkangestein und eignet sich hervorragend zu Isolierzwecken, da geht auch keine Maus dran. Kontaktaufnaheme gern gesehen, siehe Profil. MfG U.DAhlbüdding



Dämmung !



Hallo,
meine Empfehlung ist Zellulose, welche es auch ohne Borax gibt. Perlite (Isoself) geht auch, aber rieselt sehr stark, außerdem ist es sehr teuer.
MfG
J. Frase



lehmschüttung



hallo, ich dämme mein dach auch mit lehm, allerdings aus statischen gründen nur die mansarde (unteres steildach; beim spitzdach nehme ich holzfaserplatten oder zellulose, je nach preis). die Lehmfüllung darf natürlich trotzdem nicht zu schwer werden; deshalb mit stroh oder flachshäcksel im Zwangsmischer (teigknetmaschine) leichtern und keinesfalls hinter die Verschalung stopfen, sondern nur leicht andrücken. bei einer dicke von etwa 12 cm ergeben sich doch ordentlich wärmedämmwerte und vor allem ein überragender Schallschutz und ein tolles raumklima, insbesonder in Verbindung mit einer wandheizung.
gruß günter flegel, wagenhäuschen in franken