Laibung nicht vorbereitet für Fenstereinbau mit Compriband



Laibung nicht vorbereitet für Fenstereinbau mit Compriband

Liebe Community, ich habe durch einen Schreiner sieben neue Fenster einbauen lassen, aber zweifle an der Ausführung (siehe Fotos). Das wird doch niemals dicht?! Stellenweise kann ich an dem Compriband vorbei die flache Hand durch die Fuge schieben. Deshalb meine Frage: Wie ist die Laibung vorzubereiten, damit das Compriband seine Funktion erfüllen kann. Meine bisherige Recherche führt zu dem Ergebnis "Glattstrich". Das hätte natürlich vor dem Einbau geschehen müssen.
Stand der Verhandlungen jetzt: Der Schreiner ist bereit, die Fenster wieder auszubauen. Aber ich soll dann sagen, wie wir "die Kuh vom Eis kriegen", sprich, die Laibung entsprechend verbessern.
1.: Soll ich jetzt Mörtel auf die Balken bringen, um die zu große bzw. unsaubere Fuge zu glätten? Oder nicht besser Aufdoppeln mit Holz? (Leider habe ich kein Foto von der Laibung ohne Fenster.)
2.: Zumindest das Streckmetall müsste man doch entfernen, sehe ich das richtig?
3.: Was ist mit den Holzklötzchen unter dem Rahmen? Der Schreiner schwört, die müssten bleiben. Aber ich kann es nicht glauben, weil dort das Compriband doch nicht dicht anschließen kann.
Ich wäre sehr dankbar kompetente Hinweise.



noch ein Foto


noch ein Foto

hier ein weiteres Foto



So wie es aussieht,



sind die Fenster zu klein.

Ihr Schreiner hätte sorgfältiger ausmessen müssen.



Danke, Herr Schobig,



Sie haben sicher recht. Aber was folgt daraus? Was ist jetzt zu tun?



Es



handelt sich also um ein Fachwerkhaus? Dann scheidet Mörtel meiner Meinung nach aus und Aufdoppeln mit Holz wäre das Mittel der Wahl. Vermutlich auch schon mit Kompriband, damit es zwischen altem und neuem Holz nicht zieht.

Messen bei Fenstertausch wird überbewertet, solange die Schrauben noch irgendwo Halt finden, den Rest erledigen Bauschaum und Putz...

Achtung: Dieser Beitrag kann Spuren von Ironie enthalten!



Ja, Maß genommen wurde an den alten Fenstern,



und die waren möglicherweise auch schon zu klein. Oder sie standen auf der Fensterbank und diese wurde nicht mit gemessen.
Man hätte wohl erst die alten Fenster ausbauen und dann die Öffnung messen müssen. Dann wäre das Haus einige Wochen ohne Fenster gewesen. Mit dem heutigen Kenntnisstand hätte ich das in Kauf genommen ... .



Fenstereinbau ..



..mit der Anforderung "Glattstrich" gilt lt. zB RAL für stumpfe Mauerwerksmontage ua. bei Porotonmauerwerk .

Bei Einbau in Fachwerkkonstruktionen muß das Dichtband entsprechend der Montagefuge gewählt werden .

Beim Einbau sollte die gesamte Konstruktion freiliegen , damit sowohl Substanzprüfung wie Anschlüsse möglich sind .



Compriband unterm Fenster



Hallo

beim Fenstereinbau hat mein Schreiber von einem Compriband unterm Fenster abgeraten.
Anscheint soll das Band Wasser aufnehmen können. Dann wäre der Balken zu feucht.Die Bänder sind zwar schlagregendicht, nehmen aber geringe Mengen Wasser auf und trocknen schlecht ab.
An der Seite und oben läuft das Wasser grundsätzlich wieder raus und ist daher weniger das Problem.
Wir haben die untere Seite mit Fensteranschlußband (Offenes für Außen) abgeklebt und dann die Fensterbank mit Hinterlüftung vorgebaut. Unterm Fenster haben wir dann nur Lehm/Hanf, damit evtl. auftretendes Wasser sich auch gut verteilen und abtrocknen kann.

Ich wollte keine neue Diskussion anfachen, finde aber die Frage passt auch gut zu dieser Einbausituation.

Also: gehört das Compriband unters Fenster ja oder nein?

Gruß Jochen



Forderung gerechtfertigt?



Danke, Herr Kube.
Halten Sie also meine Forderung, die Fenster wieder auszubauen, für gerechtfertigt? Oder sehen Sie eine andere Möglichkeit, die Sache zu retten? - Der Schreiner hatte mir angeboten, innen Dichtband über die Fuge zu kleben, vom Fensterrahem rüber auf den Putz, wo es noch einmal übergeputzt wird. Übrigens kommt noch eine Innendämmung und in einem Raum eine Wandheizung auf die Wand.
Sollte ich also die zu große Fuge akzeptieren ???



@Jochen



Ihre Frage ist leider auch unbeantwortet geblieben. Ich habe mittlerweile den Eindruck, dass bei diesem Thema große Unsicherheit herrscht. Die optimale Lösung ist offenbar noch nicht gefunden.
Meine Fenster sollen morgen wider ausgebaut werden. Bin sehr gespannt, ob es beim zweiten Anlauf besser wird.
Gruß
Katrin



Ausbauen ..


Ausbauen ..

..ja !
Alles Freilegen , geeignete Bänder anordnen , rundherum den Untergrund zum andichten/-kleben vorbereiten und wieder rein .
Ich sehe den Bildern nicht an , ob da was zu klein ist , befürchte eher , daß das anarbeiten bei der gewählten Fensterausführung aufgrund teils schmaler Montagefuge schwierig wird :
Wie schließt die Innendämmung an ? ist da genug Platz für eine Laibungsplatte und Putz ?
Gruß
Jürgen Kube



Wie schließt die Innendämmung an?



- So genau weiß ich das noch nicht. Auf jeden Fall sollte sie, vermutlich in Form der Laibungsplatte, bis auf den Fensterrahmen reichen. Wie sie dort verklebt wird, weiß ich noch nicht, erhoffe aber Auskunft dazu von meinem kompetenten Baustoffhändler.
Die Innendämmung ist im EG als Kalziumsilikatplatte, im OG als Holzweichfaserplatte geplant, plus Kalkputz.
Ich weiß, dass man da sehr sorgfältig arbeiten muss und werde mir alle Mühe geben.
Vielen Dank für Ihre Antwort!