Klinkermauerwerk und Fachwerk - verträgt sich das?

19.01.2012 Ralf



Hallo zusammen,

bin noch ganz neu in diesem Forum und hätte aus akutem Anlass zu Beginn gleich mal eine Frage an die Experten: Ein von drei Seiten außen mit Klinkermauerwerk 'abgedichtetes' Fachwerkhaus ist doch schon von Grund auf zum Faulen und Schimmeln verbannt, oder sehe ich das etwas zu pessimistisch? Wenn ich davon ausgehe, dass in den unteren Mauerbereichen keine Horizontalsperren eingearbeitet wurden, von unten Feuchtigkeit ins Fachwerk aufsteigt, diese größtenteils nur nach innen austreten kann und ich das Haus dann noch 'schön' heize, schaffe ich doch den idealen Lebensraum für Schimmel, oder?

Würde mich sehr über Eure Antworten freuen.

Viele Grüße
Ralf



Ihre Annahme ...



... wird wohl ziemlich genau zutreffen. Nach 20-30 Jahren Standzeit und einer eventuellen zusätzlichen Innenverkleidung des Fachwerkes (GK-Vorsatzschale oder N+F-Bretter) wird vom Fachwerk ggf. nicht mehr viel übrig geblieben sein, wenn nicht per Zufall Belüftungsmöglichkeiten im Klinkermauerwerk eingearbeitet worden sind.



Ich habe es fast befürchtet...



Vielen Dank für Ihre Rückmeldung, Herr Pickartz. Damit haben Sie mir schon mal sehr weitergeholfen. Morgen werde ich das betreffende Haus besichtigen. Bin schon gespannt. Werde vielleicht Fotos machen und hier einstellen, um noch mehr Antworten zu bekommen. Wäre für mich auch interessant, zu erfahren, ob sich bei solchen Problemen halbwegs erschwingliche Rettungsmöglichkeiten anbieten. Vorausgesetzt natürlich, dass überhaupt noch zu rettendes Fachwerk vorhanden ist. So weit ich weiß, wurde das Klinkermauerwerk bereit in den 50er-Jahren errichtet. Aber mal sehen, morgen bin ich hoffentlich schlauer...

Gruß
Ralf





Hallo, [pubimg 19402]

mich würde ja erstmal der aktuelle Anlass zur Frage, und was Sie unter “Klinker” verstehen interessieren.

Grüße





Hallo Herr Struve,

vielen Dank für Ihren Beitrag. Der akute Anlass tut wohl nicht so viel zur Sache, aber ich hoffe, dass ich morgen Fotos des betroffenen Hauses einstellen kann, damit man sich ein Bild von der Klinkerfassade und eventuell auch von den bereits entstandenen Schäden machen kann.

Viele Grüße



Wenn Sie ...



... nach der erstbegehung nicht wieder rückwärts hinausgegangen sind, dann nehmen Sie sich beim 2. Termin 2-3 Stunden Zeit, möglichst ohne Makler oder Eigentümer und begehen das Objekt mit einem Sachverständigen.

Oder Sie bitten, bei wirklich konkretem KAufinteresse den Besitzer zumindest innen, nach Möglichkeit, einen Teilbereich der Verkleidung (sofern vorhanden) zu demontieren, damit der Zustand des Fachwerkes ansatzweise beurteilt werden kann.





Die Klinkerfassade (die ich nur von einem Foto her kannte) hat sich bei der Besichtigung mit einem Bausachverständigen als Plastikverkleidung herausgestellt, die bereits in den 50er-Jahren außen am Haus angebracht wurde. Eine Entfernung einzelner Teile war auf Anhieb nicht möglich und anscheinend auch nicht erwünscht, aber bereits die Tatsache, dass die Wände bereits seit so langer Zeit in meinen Augen nicht wirklich 'atmen' konnten, dass der Dachstuhl recht angegriffen war und dass sich im Kellerraum des Gebäudes ordentlich Wasser am Boden gesammelt hatte, das angeblich nur durch eine "schadhafte Dachrinne" in den Keller gelangen konnte, lässt mich vermuten, dass an dem Haus noch Einiges zu machen wäre und dass die in diesem Fall anstehenden Sanierungskosten meinen Geldbeutel sprengen würden. Hat sich somit für mich eh erledigt. Fotos konnte ich leider nicht schießen, da das vermutlich angegriffene Fschwerk ja wie gesagt nicht sichtbar war. Egal jetzt im Nachhinein, hab mich in Gedanken bereits von dem Haus gelöst. Mal sehen, was die Zukunft noch bringt. Wenn ich mal wieder einen guten Ratschlag gebrauchen könnte, meld ich mich bestimmt mal wieder. Bis dann und danke noch einmal für Eure/Ihre Beiträge