Fachwerksanierung

30.06.2002



Hallo zusammen . Habe gerade meinen Fachwerkgiebel ( Wetterseite) freielegt.Nun habe ich eine Frage an euch.???
Ist es notwentig die Holzstösse zu verkitten und wenn mit was für einem Material????



Keinen Kitt!



Nein, keinen Kitt verwenden! Risse oder offene klaffende Stöße sollten mit der gleichen Holzart "ausgespänt" werden. Wir haben uns von unserem Schreiner diverse Fichtenkeile geben lassen, diese dann mit wenig Leim versehen, mit dem Holzhammer eingeschlagen, nach Tockenen abgebeitelt und beigehobelt. Abschließend: Leinölanstrich. - Besser wäre wohl noch Nageln gewesen (siehe bei Manfred Gerner: "Schäden an Fachwekfassaden", Fraunhofer IRB Verlag 1998) aber seit 3 Jahren sind wir zufrieden. Viele Grüße, Stefan Brühne



Fachwerksanierung



Möchte die Antwort von Herrn Brühne noch ergänzen.
Bei den Keilen könnten Missverständnisse auftreten. Besser sollte man Keilleisten verwenden,d.h. Langholz mit Langholz verleimen - auf jeden Fall die Faserrichtung beachten.
Weiterhin sollte es ein wasserfester Kleber sein.
Z.B. PU - Kleber-
Dabei ist anzustreben, dass die unvermeidlichen
Fugen so klein als möglich bleiben.
Lieber die Langholz-Keilleisten kürzen und mit einer kleineren oder größeren fortfahren , um die
Restfugen zu minimieren, da PU-Kleber vom UV-Licht
angegriffen wird.
Die vorhandenen Risse vorher mit Druckluft säubern
und mit Wasser anfeuchten, was den Abbindevorgang
von PU-Kleber - und dessen Haftung verbessert.
Nach dem Aushärten des Klebers die überstehenden
Leistenreste mit dem Stechbeitel und mit einem
Hobel verputzen.
M.f. G. Andreas Milling
www.tischlerei-milling.de










Faserrichtung



So war´s auch: Auch unser Schreiner hat uns Keilleisten gegeben, sodass die Faserrichtung für Risse vorgegeben war. Bei Stößen, wo z.B. Ständer und Riegel senkrecht aneinander stoßen kann man natürlich parallel zu einem Holz ausspänen. Grüße,