Kelleraußenwand Traufstreifen oder nicht

20.05.2020 Maxey89

Kelleraußenwand Traufstreifen oder nicht

Hallo,

dies ist mein erster Beitrag hier im Forum. Mitlesen tue ich aber schon eine ganze Weile und konnte so schon viele hilfreiche Tipps mitnehmen.
Wir haben uns Anfang des Jahres ein altes Bauernhaus (Bj 1910 Backsteinbauweise) gekauft.
Mit der Sanierung beginnen wir aktuell. Zuerst haben wir den ganzen Bewuchs Efeu, Baume usw. direkt an der Hausfassade entfernt. Nun überlegen wir um das Haus einen Traufstreifen/Kiesstreifen anzulegen, damit das Erdreich nicht direkt an den Sandsteinsockel des unterkellerten Bereiches anliegt. Zumindest nicht an den ersten 50 cm der Wand tiefer wollen wir nicht.
Bei einem Teil des Hauses wurde dies bereits vor vielen Jahren gemacht.
Nachdem ich aber nun an dem Teil wo bereist dieser Streifen existiert mal den Kies entfernt habe um zu schauen ob dort eine Drainage oder ähnliches verbaut ist, habe ich festgestellt, dass in der Kieskannte nach ca. 10 cm einiges an Feuchtigkeit steckt. Je tiefer man den Kies entfernt umso feuchter wird es (nicht nass aber spürbar feucht). NEU: wie auf dem Bild zu sehen ist, habe ich eine Drainage gefunden. Aufgrund des vielen Drecks, Erde und Sand zwischen den Steinen vermute ich, dass die Drainge keine Funktion mehr hat und deswegen der Kiesstreifen so feucht ist. Daher kommen vermutlich auch die Salpeter Ablagerungen von außen auf dem Sandstein.
Ich denke mir bleibt nichts anderes übrig als alles aufzugraben und die Drainage zu erneuern oder?

Macht es überhaupt Sinn auch am restlichen Haus einen Kiesstreifen anzulegen? Was sollte alternativ gemacht werden? Erneute Bepflanzung?
Zum Keller: Ich habe das Dokument wann ist ein Keller feucht gelesen. Demnach ist unser Keller nicht feucht! Er riecht nicht muffig, hat keinen Schimmel und es stand nie Wasser darin. lediglich der alte Putz bröckelt hier und da etwas von der Wand. Der Keller soll auch nicht ausgebaut werden oder ähnliches. Es bleibt ein Lagerkeller.
Viele Grüße und Danke bereits.



Kellerfeuchtigkeit



Wenn der an den Keller anliegende Boden komplett versickerungsfähig ist kann das Schotterbett zumindest keinen Schaden anrichten.
Wenn jetzt offenbar die Feuchtigkeit zunimmt scheint sich die Feuchtigkeit/Oberflächenwasser dort zu stauen, sodass die Feuchtebelastung durch den gut versickerungsfähigen Schotter zunimmt.
Es ist also besser, diesen zB durch Lehm zu ersetzen.
Ihr könnt auch eine Noppenbahn an die Kellerwand stellen, um direkte Berührung des Bodens mit der Wand zu verhindern, ggf die oberen 50 cm mit einer Perimeterdämmung versehen- primär gegen Wärmebrücken der Kellerdecke, sofern diese bestehen.

Ob die Erdfeuchtigkeit überhaupt Schaden anrichten könnte hängt von der Bauweise und evt geplanten Sanierungen ab.



Bauweise und Details


Bauweise und Details

Hallo und schon mal vielen Dank. Anbei noch ein Bild wo kein Schotterbett vorhanden ist. Hier kann man auch den Aufbau gut sehen. Zwischen dem Sandsteinsockel und dem Ziegel ist einen Sperrschicht Teerpappe oder ähnliches eingebaut. Der Sandsteinsockel ist auch nicht massiv aus Sandstein (außen Sandstein innen im Keller Ziegel). In den Wohnräumen darüber haben wir keine Probleme mit Feuchtigkeit. Die Ziegelwand hat eine Hohlschicht, welche mit Steinwolle "ausgeblasen" wird. Die Fassade wird neu Verfugt und gereinigt. Deswegen musste auch der Pflanzenbewuchs weichen. Die Erde am Haus kommt mir gut versickerungsfähig vor. Es lässt sich auch gut graben und gefühlt ist die Erde trockener als der Schotter auf der anderen Seite am Haus. Das Schotterbett ist nur auf der Nordseite.