Gewölbekeller Bj.1899

20.12.2005



Hallo!

Habe bereits desöfteren in Eurem Forum gestöbert und schon einiges Hilfreiches gefunden.
Jetzt habe ich 2 Fragen die in diesem Forum noch (vermutlich) nicht beantwortet wurden.
Habe vor 3 Jahren ein Backsteinhaus mit Gewölbekeller ( ca. 300m vom Rhein entfernt)gekauft. Der Keller ist aus Bruchsteinen und Backsteinen gebaut und hat einen Lehmboden.
Nahe am Rhein gelegen ist der Keller dafür gebaut worden feucht zu sein.
Mein Problem ist, daß es durch den Keller hindurchzieht
zur Kellertür und in das Treppenhaus hinein ( Kühlturm ).
Da der Keller weiterhin gut gelüftet werden sollte, stellt sich mir die Frage:
1.Wenn ich die Kellertür so gut wie möglich abdichte, würde dies die Luftzirkulation verringern. Was wäre wenn ich so etwas wie ein Lüftungsrohr durch die Außenwand ( entgegengesetzte Hausseite )einbaue?

2.Möchte eventuell in den nächsten Jahren einen Holzofen
einbauen der mit dem Kamin möglichst im Zentrum des Hauses
postiert werden soll. Währe es denkbar einen Holzofen mit Kamin im Gewölbekeller einzubauen? Vorausgesetzt der Schornsteinfeger
bekommt keinen Anfall?

Grüße
aus Niederdollendorf/Königswinter!



Gewölbekeller am Rhein



Dachog. Der Keller wurde sicherlich so gebaut, den Wassern des Flusses sowenig wie möglich Widerstand entgegenzusetzen, aber die Funktionen für die menschliche Nutzung zu erhalten. Davon zeugt der Lehmboden im Keller. Bei Hochwasser steigt der Wasserspiegel. Das Wasser findet keinen oder geringen Widerstand und steigt über den Lehmboden. Geht das Wasser zurück, sickert es durch den Lehmboden ohne merkliche Schäden zu hinterlassen. Wäre anstelle des Lehms ein Betonfußboden, könnte er dem Wasserdruck eventuell nicht widerstehen und aufgebrochen und zerstört werden. Hat der Keller wirklich nur die Tür als Öffnung, keine Fenster? Wo soll denn der Zug herkommen? Kann auch sein, daß es sich mit der Zweiten Frage zusammen beantworten läßt? Der Bauzeit des Hauses entsprechend wird sicherlich ein Schornstein vorhanden sein oder wurde er entfernt. Ein Schornstein muß auf gewachsenem Boden gegründet sein. Entweder wurde der Schornstein im nichtunterkellerten Teil des Hauses hochgezogen oder auf dem Kellerfußboden. Überprüfen Sie doch bitte. Wenn im Keller, dann kann man einen Zug des Schornstein für die Kellerentlüftung nutzen. Einen Ofen kann bestimmt im Keller aufgestellt werden. Man sollte ihn jedoch wegen der Wassergefährdung auf einen Betonsockel bringen. Nun ja alles ist nicht beantwortet aber vielleicht hilfts. Mfg ut de Oltmark



Gewölbekeller Bj.1899



Vielen Dank für die Antwort! Habe ganz vergessen zu schreiben, daß der Keller zwei Lüftungsöffnungen ( ca.30x40cm vergittert, zur Straße ) an einer Längsseite hat.
Der Keller ist nur halbsogroß (Hälfte der Fläche in Längsrichtung )wie das Gebäude darüber.
Die Kellertreppe ist mittig auf der straßenabgewandten Seite
des länglichen ( ca 2,5x6m )Kellers und führt zur Außenwand
Hofseite (Straßenabgewande Seite des Gebäudes). Die Kellertür befindet sich vor der Hausaußenwand (Hofseite )
und führt nach rechts in den Hausflur. Im Flur schließt sich direkt die Hofeingangstür an.
Ich würde gerne die Kellertür abdichten, da die kalte Luft aus dem Keller direkt in den Flur ströhmt und dadurch erheblich die Heizkosten erhöht.
Eine Abdichtung der Kellertür würde m. E. dazu führen, daß der Keller feuchter wird und daß der verbleibende Luftzug
( Türabdichtung nicht 100%ig möglich )nur verstärkt durch die "verkleinerten Spalten" der Tür zieht, das Kälteproblem
somit kaum verringert ist.
Ich würde gerne in die Außenwand ( oberhalb der Kellertreppe)eine Lüftungsöffnung einbauen, die groß genug ist um den "Luftdruck der Zugluft"
von der Kellertür "abzulenken bzw. fernzuhalten bzw. umzulenken".
Ich wüßte gerne ob meine überlegung realistisch ist?

Mein Haus hat zwei Schornsteine an den Seitenwänden, die nicht bis zum Keller reichen. Einer ist von innen an die Seitenwand gesetzt und wurde in den 70er Jahren unterhalb des Daches abgebaut. Der andere Schornstein ist auf der gegenüberliegenden Hausseite in der Hauswand eingebaut und lt. Schornsteinfeger funktionstüchtig. Leider liegen beide
Schornsteine an Stellen des Hauses die für mich bezüglich eines Ofens uninteressant sind. Das Haus hat drei Ebenen die geheitzt werden sollen. EG,1.Etage und das Dach.Dies würde drei Holzöfen bedingen die zudem noch an Stellen stehen an denen ich sie aus verschiedenen Gründen nicht haben will.Zb. meist an der hintersten Ecke des Raumes oder in der Küche.Mir Währe es lieber einen (1) großen Holzofen in den Keller zu stellen und einen doppelzügigen Kamin einzubauen. Einen Kaminzug für die Abluft und einer
um die Konvektionsluft des Ofens auf die "3 Heizebenen" über
Klappenöffnungen zu verteilen. Vorausgesetzt das dieses bautechnisch überhaupt möglich währe gäbe es viele Vorteile.
-Kamin an sinnvoller Stelle
-nur ein Holzofen für die drei Ebenen
-Keller trockener und auf der Hälfte des Erdgeschoßes warmer
Boden über dem Gewölbekeller
-Die Lüftungsöffnungen im Keller könnten verringert werden,
somit auch weniger Zugluft ( durch Einbau vonFenstern,die jedoch nicht ganz geschloßen werden)

Was haltet Ihr davon? Ich hoffen ich habe mich verständlich ausgedrückt ( bis zur Erschöpfung ).

Viele Grüße aus Niederdollendorf

Bernd



Ofen im Keller



Dachog. Möglich ist Vieles, wenn die Kasse stimmt. Ihrer Beschreibung nach macht sich der Bau eines neuen Schornsteins erforderlich, der die Gewölbedecke des Kellers durchstößt. Dies ist möglich. Aber die Realisierungspläne müssen von einem Fachmann ausgearbeitet werden. Sie müssen bedenken, es muß ein vollkommen neuer Schornstein errichtet werden, von Fundamentsohle im Keller bis ca. 40 cm über Dachfirst. Da verschiedene Decken zu durchbrechen sind, wird der Schornstein auch eine stattliche Höhe haben. Schätzungsweise wird der Schornstein einen Querschnitt von 60*40 cm haben. Auf seiner ganzen Höhe darf er nicht in andere Bauteile einbinden, muß vollkommen allein stehen. Bauvorschriften, die etwa in der Vergangenheit gegolten haben, können heutzutage nicht mehr als Grundlage genommen werden. Hier sollte unbedingt Rat von einem Fachmann vor Ort geholt werden. Mfg ut de ole Mark



Gewölbekeller Bj.1899



Hallo und viele Grüße aus Niederdollendorf. Ich hoffe Ihr hattet alle ein frohes Fest und einen Guten Rutsch ins neue Jahr!
Vielen Dank für die Antworten auf mein Anliegen. Bin gerade aus dem Urlaub zurück und hoffe ich habe Euch nicht zu lange warten lassen.
Mich beschäftigt zur Zeit noch die Frage, ob es wohl sinnvoll währe im Keller wie beschrieben, eine Lüftungsöffnung auf der Hofseite einzubauen, um so zu verhindern, dass die Zugluft durch die Kellertür in das Treppenhaus gelangt.
Kann eine Lüftungsöffnung die flächenmäßig größer ist als die "Wege"(Spalte) um die Kellertür ( zwischen Zarge und Kellertür )den Luftstrohm genügent ablenken? Ein Abdichten der Kellertür ist nur bedingt möglich ( schon versucht ), da es sich um eine "verbogene" Tür unter der Treppe zum ersten Stock handelt, vom Schreiner ca.1970 eingebaut (Sondergröße). Die Tür ist in unter der Treppe in einer Holzwand eingebaut.

Grüße aus Ndd.