Gewölbekeller zuschütten

11.08.2004



Hallo,

wir haben folgendes Problem:

in unserem neu erworbenen Fachwerkhaus, ist unter den ehemaligen Stallungen ein kleiner Gewölbekeller,
ca. 2,5 x 4 Meter. Dieser kann nur durch eine Bodentüre und eine steile Holztreppe betreten werden.
Die Wände sind aus Sandstein, der Boden fester Mutterboden. Das Problem ist die Decke, hier wurden
Eisenträger mit Ziegelsteinen ausgemauert. Natürlich sind die Träger im laufe der Jahre auch durch die
Feuchtigkeit total marode.

Da wir die Decke zum oberen Stockwerk (die Holzbalken müsen zum Teil ersetzt werden) abstützen müssen,
brauchen wir natürlich nach unten auch ein festes Fundament. Auf der maroden Gewölbekellerdecke unmöglich.
Jetzt möchen wir den Keller zuschütten. 2 Betonpfeiler (für den neuen Boden) setzen und den Rest auffüllen.

Wer kann uns Tips geben: - mit was kann man Auffüllen?
- was tun gegen aufsteigende Feuchtigkeit? Die Wände im EG sind auch aus
Sandstein. Aber nicht feucht.#

Vielen Dank M.Schulz



Schade um den Keller



Wenn Sie den Keller nicht erhalten können/wollen, so gibt es eine ganz einfach Lösung ohne aufwendig aufzufüllen oder Betonpfeiler für den Boden zu errichten: Verfüllen Sie den Keller mit Schaumbeton (Transportbeton-Fa. Readymix) bzw. mit Dämmer (Siloware-z.B. Heidelberger). Beide Materialien fließen selbstständig und brauchen nicht verdichtet zu werden. An den Gewölbehochpunkten müssen Einfüll- bzw. Lüftungslöcher vorgesehen werden.
Für das Problem der aufsteigenden Feuchte sollte es im Forum einige brauchbare Beiträge zum nachträglichen Einbau von Horizontalsperren bzw. über Sanierputze bzw. über Sockelheizung geben.
Schöne Grüsse aus Franken.



*oooooooohhhhhhhhhh*



... überlegen Sie sich das gut, zugeschüttet ist gleich... Um so einen tollen Gewölbekeller beneiden Sie sicherlich einige Leute... Ich würd lieber in solche Stützdinger (wie heißen die nochmal gleich? Sprieße???) invetieren und den Keller erhalten. Wer weiß, vielleicht gibts mal was zu lagern (Bier, Wein, Lebensmittel) oder gar zu verstecken :-). Außerdem: SANDSTEIN... den könnten Sie zumindest noch gut verkaufen. Wir sind ganz froh um unseren kühlen Keller. Grüße Annette



Alternativvorschlag - Keller erhalten



Wie ist der Fußboden über dem Gewölbekeller? Tauschen Sie ihn eh aus oder wird evtl. sogar ein Estrich eingebaut?
Dann sollten Sie sich überlegen, ob es nicht sinnvoll wäre eine tragende Bodenplatte (ca. 16cm sollten reichen) aus Stahlbeton mit einzubauen und den Keller damit zu überspannen, so dass die maroden Eisenträger nur noch das Gewölbe zu tragen haben und die Auflast aus dem EG über die Platte getragen wird.
In diesem Fall sollte aber ein Statiker hinzugezogen werden, der vorher das Gewölbe begutachtet und die Platte bemisst.





halt, stopp!,...
bitte holt euch einen planer, hier handelt es sich nicht um einen gewölbekeller, sondern um eine kappendecke. kann ja sein, dass dieser nicht mehr gebraucht wir, aber deshalb wegen ein paar benötigter stützen gleich zuschütten??? wieviel cbm Beton soll den da rein? wenn benötigt, wie der kollege vorher schon sagte selbstragende decke oder zwei punktfundamente im keller, stützen (stahl) durch die decke und von dort weiterbauen. das ist mit sicherheit billiger als mischerweise beton unkontroliert in ein Loch kippen. die Stahlträger in der decke können u.U. selbst mit relativ wenig aufwand so saniert werden, dass diese nochmal hundert jahre halten. (diese sollten eigentlich nur auf zug beansprucht sein, ein bischen rost macht da nichts) auf jeden fall, nicht nur aus baurechtlicher sicht, einen fachmann einschalten!
schöne grüsse christian bernard




kappendecke

hier noch ein bild zur kappendecke



Danke, liebe Forumsmitglieder, aber......



wir haben uns reichlich überlegt, was wir mit dem Keller tun werden. Beschlossene Sache ist, zuschütten.

1. Muß man um in den darüberliegenden Raum zu kommen immer über diese Bodentüre laufen.
2. Wird der darüberliegende Raum als Waschküche verwendet, und muß die Waschmaschine und sonstige
Geräte tragen.
3. Es ist noch ein weiterer Kelleraum da, der zur Lagerung besser geeignet ist.

Wir sind uns bewußt, daß mancher uns um diesen Keller beneiden würde. Aber es hilft nichts. Sicher ist,
nur mit Beton auffüllen, kommt nicht in Frage (20 Kubik).



Beim Auffüllen unbedingt verdichten!



In ihrem letzen Beitrag schließen Sie das Einbringen von selbstverdichtenden Beton (Aaton/Schaumbeton) bzw. wohl auch Dämmer aus.
Bedenken Sie aber bitte, daß, egal welches Material Sie einbringen, es verdichtet einzubauen ist. Ansonsten drohen später erhebliche Schäden am gesamten Gebäude, falls die alten I-Träger ihren Dienst versagen und es zu Setzung kommt.
Mein Vorschlag mit Schaumbeton/Dämmer ist vom Arbeitsaufwand weniger aufwendig, als das Auffüllen mit verdichtungsfähigem Material. Die Mehrkosten für den Schaumbeton werden den eingesparten Arbeitsaufwand nicht übersteigen. Zudem ist mit diesem Material gewährleistet, daß auch schlecht erreichbare Stellen (wie die Kappen/außer Sie brechen das Gewölbe zum Auffüllen ein) ausgefüllt sind.



Beton



Nach info in einem Betonwerk, wären die Lasten, die auf den Boden aufliegen mit Beton zu hoch. Es könnte
Probleme mit der Statik geben, wenn der Mutterboden nachgibt. Wir werden 2 Betonsäulen in Fundamente von
60x60x60 cm setzen ( 2 PVC Rohre 40 cm mit jeweils 4 Betonstahlsäben von 16 mm die um ca. 1 Meter länder sind
als die Rohre). Nach dem auffüllen werden die überstehenden Stahlstäbe seitlich umgeknickt, die dann
zusammen mit Betonstahlmatten zu einer tragenden Decke mit Beton aufgegossen werden. Vorher wird die alte Decke durchge-
schlagen und zusammen mit dem aufgefüllten Material verdichtet (Rüttler).

Nur, was kann man zum auffüllen nehmen. Wir entfernen gerade die alten Putzschichten an den Wänden. Haben viel
Abfall, alte Leitungen, Steine und Ziegel. Kann man das auch zum auffüllen nehmen?

Und, muß man vor dem betonieren eine Dichtschicht legen, wegen der Feuchtigkeit?



Betongewicht



Nur zur Info - Ihre Entscheidung ist wohl schon getroffen
Schaumbeton bzw. Dämmer kann auf eine Dichte von 600-1400kg/m³ eingestellt werden, normaler Boden hat im Vergleich ca. 1800kg/m³, Normalbeton 2500 kg/m³.
Viel Erfolg bei Ihrer Auffüllaktion.



Gewölbekeller zuschütten



Hallo Frau Schultz,
der vorteil des kellers ist die vorhandene verdunstungszone.
schütten sie nun diesen zu,beeinflussen Sie automatisch die transportzone und die feuchtigkeit hat die möglichkeit höher zu steigen;das heisst,Ihr trockenes Erdgeschoss wird(nicht heute auf morgen,aber bald)feucht werden.
mit freundlichen Grüssen
Klepac Mladen



Zuschütten - bitte vorher nachsehen (lassen)



Hallo Frau Schulz - mag sein, dass der Keller nicht zu retten ist - aber bevor sie ihn letztlich zuschütten sollte unbedingt jemand nachschauen, ob überwinternde Fledermäuse in den Fugen sind - und zwar jemand, der weiß, wie und wo er suchen muß!
Mit Artenschutzrecht zu kommen hat erfahrungsgemäß keinen Sinn - auch wenn ich ehrlich sagen muß: wer ein Quartier von geschützen Arten unerlaubt vernichtet, kann böse Ärger bekommen - aber damit kommt man ja nicht weiter: aber lassen Sie vielleicht vorhandenen Tieren bitte wenigstens die Chance, den Keller lebend zu verlassen oder geborgen zu werden. Wenn es da Fragen gibt: einfach mal melden !
Freundliche Grüße!
Ihr A.Hagenguth

ok - der Hinweis mit dem Datum macht jeden Kommentar unnötig - aber vielleicht denken ja auch andere mal in eine neue Richtung...schaut mal auf das Foto - hättet ihr das Tierchen dort gefunden???? (vor allem, wenn ihr nicht mal danach gesucht hättet???) - Tiere sterben nicht nur wegen fehlender Nahrung aus - sondern auch mangels geeigneter Unterschlupfmöglichkeiten - und dabei haben Fledermäuse es besonders schwer, denn sie finden im Winter keine Nahrung (Insekten) und müssen daher in ungestörten, frostfreien aber kühlen, feuchten Räumen tief schlafen.. und solche Räume nehmen leider immer noch beständig ab..



Moin Monika,



mein Einwand kommt wohl zu spät.....





Schon mal aufs Datum des Eingangsbeitrages geschaut ?



@Thomas



...danke fürs aufwecken....

:-) Boris