Kauf eines Fachwerkhauses von 1879

06.10.2002



Hallo ich habe ein Fachwerkhaus besichtigt das von 1879 ist und etwa 30000 eur kosten soll. Der zustand des Hauses ist folgendermaßen: zum teil sind die ausfachungen defekt so das eine inninwand feucht ist,die schwellen sind zum teil vermodert und die deckenbalkenlagen sind sehr wurmstichig. Das Haus hat in etwa eine Grundfläche von 120 qm und erstreckt sich über zei ebenen plus dachboden. Ansonsten der wahrscheinlich Übliche zustand; keine Heitzung ,kein Sanitär,defekte Fenster,elektro muß neu Dach Dämmung usw. Ist das Haus sein geld wert? Wer kann mir tipps geben über die Erfahrungen die man selbst in einem ähnlichen fall gemacht hat und welche kosten auf einem zu kommen. Bin Handwerker und Plane zum gröstem Teil alles selbst zu machen.



ferndiagnosen!?



hallo robert
soeinfach ist dies nicht zu sagen. bei ferndiagnosen sollte man vorsichtig sein, denn wie will man ein konzept erstellen, wenn man sich das Gebäude immer einmal vor ort angeschaut hat; es sind keinerlei aussagen über den zerstörungsgrad, die statik, die baupysik und vieles mehr zu sagen. eine Sanierung sollte aber immer über einen sach- u. fachkundigen architekten oder planer führen; sie rufen bei körperlichen beschwerden wahrscheinlich auch nicht nur den arzt an und lassen sich am telefon eine diagnose erstellen, sowie einen heilungsplan verschreiben;
wenden sie sich bitte an einen architekten ihres vertrauen;
hoffe ihnen etwas weitergeholfen zu haben grüsse aus würzburg



ferndiagnosen 2 !?



kleiner schreibfehler;-(
... wenn man sich deas gebäude NICHT einmal vor ort angeschaut hat...



Gebäudekauf



Bin selbiger Meinung wie Herr Greb und möchte Ihnen zusätzlich noch mit auf den Weg geben, daß es sich bisher in meiner Erfahrung als selbständiger Lehmbauer immer gut getan hat, nicht nur den Architekten zu Rate zu ziehen, sondern, wenn mit dem Planer gleich einige Fachfirmen präsent sein könnten, um konstruktive gemeinsame Lösungen aufzuzeigen, die er wiederum in sein Planungskonzept integrieren kann. Und dann hat man ein vernünftiges Bild der Kosten und Machbarkeiten. MfG der Lehmbauer aus der Lausitz.



Kauf eines Fachwerkhauses --



Hallo, Robert -
Falls Sie das besichtigte Haus kaufen möchten,
und Fragen zu Fenstern und Türen haben, können Sie sich gerne an uns wenden.
www.tischlerei-milling.de
mfG. Andreas Milling



Ferndiagnose



Nach Ihren Ausfuehrungen zu den Bauschaeden, vor allem der Grundschwelle (oder meinten Sie die Dielung mit Schwellen), koennte ich mir vorstellen, dass sich die 30000 Euro auf den Wert des Grundstueckes beziehen und weniger auf das Haus.... Holen Sie sich einen Planer, der Ihnen sachverstaendig Auskunft ueber zu erwartende Kosten gibt!



Bei uns auch...



Hallo. Wir haben den Schlüssel für unser Fachwerkhaus Anfang September bekommen. Wir haben es auch mehr oder weniger ahnungslos gekauft. Zwar war 2 x ein Zimmermann und sogar ein mal ein Architekt mit uns dort, aber wie wir jetzt im Nachhinein feststellten, hatten die beide uns nicht richtig beraten. Aber wir hatten Glück und keinen "Schrott" gekauft. Fragen Sie bei Ihrem zuständigen Denkmalamt nach, die empfehlen Ihnen einen Architekten. Glauben Sie, dieser ist wirklich sein Geld wert (obwohl ich das Anfangs auch nicht wahrhaben wollte...). Gehen Sie mit dem Architekten und möglichst einem Zimmermann, denn der Architekt kennt, und machen Sie eine Besichtigung. Dann sagen die Ihnen, wie viel Geld die Sanierung kosten würde. In unserem Fall hat das große Haus auch nur 60 T Euro gekostet, auch die Schwellbalken sind marode (fast alle), aber der Zimmermann hat gemeint, es gäbe Schlimmeres, denn die kann man doch relativ einfach ausbauen, was für einen Laien natürlich schwer zu verstehen ist. Auch in unserem Haus gibt es keine Heizung/Elektrik und auch defekte Fenster, aber was solls? - Dann braucht man das alles schon nicht mehr rausreissen und hat sich einen Arbeitsgang gespart. Ist doch toll, dass das Haus in so einem Urzustand ist und noch nicht "kaputtgebaut". Sicherlich müssen Sie noch viel Geld investieren. Bei uns wird das Haus dann wie ein "Neubau" kosten (also summa Summarum dann insgesamt mit Anschaffungskosten 200 T Euro). Aber dafür haben wir ein einzigartiges Haus, das ökologisch und gesund ist. Überlegen Sie es sich nochmal. Wir sind sehr froh, diesen Schritt getan zu haben und würden mit niemandem tauschen wollen! Außerdem können Sie "gebrauchte" alte Türen und alles mögliche Antike bei www.ebay.de ersteigern, was bei einem Neubauhaus auch komplett fehl am Platze wäre. Und man kann doch relativ viel selber machen, weil ist doch wurscht, wenn's hier und da ein bischen krumm ist, passt doch zum Haus...



stand der dinge



hallo robert,
wir wollten uns nur mal nach dem stand der dinge erkundigen;
haben sie das objekt gekauft?
grüsse aus würzburg