Aufsparrendämmung mit Holzfaser oder "Pustedämmung"?

24.08.2009



Mnjaaa... es geht LANGSAM vorwärts bei uns. Insbesondere die Bürokratie macht zu schaffen. Aber auch unser Architekt räumt uns nicht unbedingt oberste Priorität ein.

Die Frage vor der wir jetzt stehen: Aufsparrendämmung mit Einblasdämmung (200 mm) oder mit Holzfaserweichplatten (Steico roof, 220 mm). Ich habe irgendwo gelesen, dass die Holzfaserweichplatten bei Sommerhitze besser sind.



Dachdämmung



Das ganze ist vor allem eine Gewichtsfrage. Was können Sie denn einlegen, ohne die Statik zu ruinieren ?

Grüße



Spezifische Wärmekapazität



Wenn es um Überhitzungsschutz bei Sonneneinstrahlung geht ist das Material entscheidend. Alle Dämmstoffe sind verhältnismäßig leicht, weil sie sonst kaum Wärme dämmen. Speichermasse ist also immer gering. Jetzt kommt das Material ins Spiel: Bei hoher spezifischer Wärmekapazität kann ein Dämmstoff den sommerlichen Wärmeschutz verbessern, weil er die Sonnenwärme abpuffert. Holzweichfasern haben eine recht hohe = gut Kapazität. Wenn die Einblasdämmmung aus Zellulosefasern besteht, ist die Kapazität mit Holzfasern vergleichbar. Andere Stoffe sind da schlechter. In der Regel finden Sie in den Produktunterlagen der Hersteller die Angabe zur Wärmekapazität. Wird mit "c" abgekürzt. Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold



Hallo Jens Grabowski,



ich habe öfter mal mit dieser Einblasdämmung (Isofloc) im Dachstuhlbereich gearbeitet, ehe ich mir aber hier den Wolf schreibe zuvor eine Frage: Sollen die Sparren sichtbar bleiben?

Gruß...j.



Sparren und Gewicht



Danke für die Antworten!

@ Dietmar Beckmann: Beide Varianten sind für die Statik unbedenklich.

@ Jürgen: Ja, die schönen Sparren sollen sichtbar bleiben.

Ich habe etwas Sorge mit dem handwerklichen Umgang mit der Einblasdämmung (man nimmt hier "Ekovate", www.ekovate.lv). Ich habe von Fällen gehört, in denen das Dämmmaterial "weggerutscht" sein soll.



Ausbildung Dachüberstand....



Bei der Zellulose braucht es ja noch einen Blindsparren. Dieser kann dann auch für den Dachüberstand genutzt werden. Der eigentliche, sichtbare Sparren endet auf der Mauerbank und wird hinterdämmt.

Ich frage mich, wieweit das bei dem Altprojekt umsetzbar ist und auch wirklich Sinn macht. Wenn der Sichtsparren von der Warmseite auf die kalte Außenseite durchgeht, dann sind Bauschäden vorprogrammiert.

Vermute mal, dass eine leichte Aufsparrendämmung mit Holzdämmplatten und eine gleichzeitige Zwischensparrendämmung mit Zellulose die bessere Lösung wäre.

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de