Zwischensparrendämung mit Proklima und Isofloc

07.04.2007



Einen schönen Tag, wir haben das Dachgeschoss 1.und 2. DG einer denkmalgeschützten Villa 1898 erworben. Das 1 DG ist bereits von Anfang an zu Wohnzwecken (Personal) genutzt worden. 2 DG nicht ausgebaut, soll nun zu Wohnzwecken (Schlafzimmer) isoliert werden.
Folgender IST Aufbau:
Biberschwanz Dachneigung 45 Grad, Lattung, Unterspannbahn Teerpappe nur teilweise im oberen Bereich ??,Nadelholzverschalung 19mm komplett, Sparren Stärke 140mm Sparrenabstand ca 600mm. Dach war ursprünglich mit Schiefer gedeckt.
Problemstellung: da nur die Zwischensparrendämmung des 2 DG ausgeführt werden soll möchten wir einen möglichst diffusionsoffenen Aufbau wählen. Wir würden gerne mit Unterspannbahn von Innen proclima Solitex(zwischen den Sparren mit Anpressleiste an den Sparren und Distanzlatte an der Traglattung verschraubt) und Zellulose, Isofloc L 150mm. Dachlatten, proclimadb+ und Gibskarton, Lehmbauplatten oder Fermacell isolieren. Sollte nun Feuchtigkeit von außen eindringen, kann diese ja nicht bis zur Traufe abgeleitet werden sondern würde in die bestehende Isolierung des 1.DG laufen !! macht da eine Unterspannbahn überhaupt Sinn?
Unser beratender Architekt hält von der Klimamembran von Proclima gar nichts und meint durch diesen Aufbau würde der Taupunkt in die Isolierung verlagert werden, desweiteren ist uns sommerlicher Klimaschutz wichtig und der sei nur mit 250-300mm Isolierung sinnvoll zu erreichen. Er schlägt auch aus Kostengründen konventionelle Isolierung Steinwolle mit entsprechenden Folien vor.

Was sollen wir nun als sinnvolle Isolierung mit den beschriebenen Problemstellungen verwenden. Möchten verständlicherweise Bauschäden am Gemeinschaftseigentum Dach vermeiden und eine saubere und preiswürdige Isolierung mit angenehmem Raumklima haben
Ist Thermohanf eine Alternative? Viele Fragen, herzlichen Dank vorab für Unterstützung Jürgen Jaschko



Als alternative,



eignet sich bei Ihnen evtl. eine Jasmin Naturdämmung als Zwischensparrendämmung.
Diese Dämmung wird mit ca. 110 kg/m³ eingeblasen und bildet einen homogenen Dämmkörper im Gefache.
Jasmin Naturdämmung wirkt wie eine natürliche Klimaanlage,
sie besitzt eine sehr gute Wärmespeicherfähigkeit.
D.h. Kein "Hitzestau" unterm Dach, keine aufgeheitzten Räume im Sommer, dafür angenehm temperierte Räume im Winter.

österliche Grüsse
Thomas K.



Österlicher Rat



1. Den Architekten wechseln!
2. innen Diffusionsoffen und außen Teerpappe ist vorsichtig formuliert eher ungünstig..., es sollte auf jedenfall eine Lüftungsebene unter der Teerpappe vorhanden sein (siehe Forumsbeitrag "Muss die Hinterlüftung zirkulieren"), das geht nur mit einer wie auch immer gearteten Unterspannbahn.
3. statt "Folie" als USB eine Weichfaserplatte nehmen, die kann abtropfende Feuchtigkeit evtl. zum Teil aufsaugen
4. Dach am untern Ende der USB öffnen und Feuchtigkeit nach Außen oder zur Seite ableiten???
5. Sommerlicher Wärmeschutz ist mit Isofloc auch mit normalen Schichtdicken hinzubekommen, Mineralwolle kann das jedoch nicht leisten (zu geringe Masse), noch besser sind hier ClimatChips (Zementummantelte Holzspäne)...
6. Den Architekten wechseln...

Gruß Frank