Innenwandfundamente




Ich brauche Euren Rat. Unser Maurer hat ohne Absprache drei kurze Innenwände untermauert. Leider hat er dazu keine großen Feldsteine genommen, sondern lauter kleine und die mit Kalkmörtel verbunden. Den Kalkmörtel hat er dabei bis nach unten ans Erdreich gezogen.

Wir sehen folgende Probleme:

1. die kleinen Steine könnten die Last eventuell nicht ausreichend aufnehmen.
2. der verwendete Kalkmörtel (NHL-5 mit feinem Putzsand gemischt) erreicht ebenfalls nicht die nötige Tragfähigkeit.
3. da der Kalkmörtel bis zum Erdboden reicht, könnte an den Stellen aufsteigende Feuchtigkeit ein Problem für die Schwellen werden (Kalkmörtel ist dick bis unter die Schwellbalken lückenlos geführt worden)

Geplant war, die Schwellen, so wie es bei den anderen Innenschwellen noch vorhanden ist, mit großen Feldsteinen zu unterfüttern und nur da wo nötig zwischen Oberkante Feldstein und Unterkante Balken mit TrassKalkMörtel auszugleichen.

Die Räume sind bereits ausgekoffert und sollen mit Glasschaumschotter aufgefüllt werden, der verdichtet wird. Das geht natürlich nicht unter den alten Fundamenten, sodass da sowieso Feuchtigkeit aufsteigen könnte. Wir befürchten nun, dass die Feuchtigkeit durch den Kalkmörtel, der bisn ans Erdreich geführt wurde, direkt an die Schwellbalken geleitet wird. Insgesamt steht das Haus aber ziemlich trocken. Schwellbalken haben wir nur dort wegen Feuchteschäden teilweise ersetzen lassen müssen, wo die Feuchtigekeit wohl von außen eingedrungen ist.

Was denkt Ihr darüber? Sollen wir die Fundamente mit kleinen Steinen und Kalkmörtel so lassen oder lieber entfernen?

Vielen Dank und ich bin gespannt auf Eure Gedanken!



Innenwände



Ich rate Ihnen dazu Ihre Intentionen noch einmal zu überdenken.
Ob die Untermauerung der Schwellbalken in der jetzigen Form ausreicht hängt vom Baugrund darunter ab, nicht von der Untermauerung. Ich denke es funktioniert, die Sohlpressungen unter solchen Wänden halten sich in Grenzen. NHL 5 ist ein hydraulisches Bindemittel das für den Zweck sicher funktioniert; Zementmörtel wäre dafür allerdings besser geeignet. Zur Sicherheit würde ich die Aufstandsfläche zum Baugrund vergrößern, das geht durch eine trapezförmige Anarbeitung von Beton. Der Boden sollte in dem Bereich vorher per Hand nachverdichtet werden, dann erdfeuchten Beton antragen.
Wenn möglich noch rundliche Feldsteine sind für solche Unterfütterungen durch ihre Form denkbar schlecht geeignet, egal ob groß oder klein.
Besser ist es solche Unterfütterungen
1. Abschnittsweise im Pilgerschrittverfahren und
2. mit Foamglassteinen vorzunehmen.
Diese dafür entwickelten Steine werden in steifen Zementmörtel gesetzt, dämmen und dichten zusätzlich.
Das mit dem Glasschaumschotter war m.E. keine gute Idee.
Das tiefe Ausschachten hat die Mantelreibung an den Streifenfundamenten zerstört (deshalb Verbreiterung), die Verdichtung bringt Schwingungen in ein altes Haus die Schäden verursachen können. Die Dämmwirkung ist mäßig bis schlecht, die Diffusionsdichtigkeit praktisch nicht vorhanden. Vom manuellen und finanziellen Aufwand ganz zu schweigen. Für einen neuen, wärmegedämmten, abgedichteten Fußbodenaufbau genügen etwa 20 Zentimeter Einbauhöhe.





Vielen Dank! Ich bin erst einmal erleichtert, dass Sie schreiben, dass das ganze nicht völlig unzeichend ist.
Die Variante mit den Foamglassteinen ist interessant. Die meisten Innenwände sind aber noch vollständig mit Feldsteinen mit gerader Kante unter den Schwellen vorhanden. Die wollen wir schon aus Kostengründen so belassen. Ich weiß auch gar nicht, ob da der Denkmalschutz mitgespielt hätte, wenn wir die Feldsteinfundamente austauschen wollten.



Fundamente



Diese Fundamente auszutauschen ist normalerweise völlig gaga...
Da Sie aber sehr tief gegraben haben wurde die FUNKTION der Streifenfundamente gestört, wahrscheinlich zerstört, durch Wegnahme der Mantelreibung.
Wer keine Arbeit hat macht sich welche.