Innendämmung Badezimmer

05.01.2013 Petagoras



Hallo Fachwerk Gemeinde,

Es ist soweit und ich habe mich an das Badezimmer getraut. Ein Holzfachmann (der Vorbesitzer) hat in den 80er Jahren an die Aussenwand von innen eine Schicht Gipskarton- Verbundplatten (4cm Styropor) angebracht. Diese habe ich jetzt entfernt und kann mit freude feststellen dass das Fachwerk noch gut ausieht :-). Jetzt stellt sich die Frage was ich für eine Innenisolierung anbringen soll? Leider ist keine Insolierung von aussen möglich. Das Haus ist zu dieser Seite bereits von aussen mit einer Holzverschalung versehen. Das Fachwerk ist ausgemauert. Was für einen Innendämmung soll ich nun nehmen?
Ich bin für alle Tips sehr dankbar.
Schönen Gruß, Peter





Sie meinen sicherlich eine Wärmedämmung, isoliert werden eher andere Bauteile. Wie sieht der genaue Wandaufbau aus?
Ist die Holzschalung mit Hinterlüftung? Was für ein Ausfachungsmaterial ist vorhanden.
Ist der Innenputz noch vorhanden? Wenn ja, was für ein Material? Mit Farbbeschichtung oder Tapete? Angaben zu den jeweiligen Abmessungen sind auch immer hilfreich.
Kann die Art des Gefachputzes (aussen) ermittelt werden?

Bernd Kibies



Eine Innendämmung ...



... ist i. d. R. nicht ohne Weiteres zu konzipieren - gerade in Bädern und Küchen gilt dies im Besonderen!

Wie es Bernd Kibies schon so treffend formuliert hat, sind grundlegende Kenntnisse zum Bestand unbedingt erforderlich.

Hinzu kommt, dass auch die Art der Beheizung von Bedeutung, d. h. bei der Planung zu berücksichtigen ist.
Prinzipiell kommen dabei drei Typen in Betracht:
1. Luft- oder Konvektionsheizung
2. Strahlungsheizung mit vor der Wand sitzenden Heizelementen (z. B. Hell- oder Dunkelstrahler sowie Heizleisten)
3. Strahlungsheizung mit im Wandaufbau sitzenden Heizelementen (Wandheizung)

Bei Typ 1 ist die Raumlufttemperatur höher als die Wandoberflächentemperatur.
Der Typ 2 ist dadurch charakterisiert, dass die Raumlufttemperatur niedriger als die Wandoberflächentemperatur ist.
Im Fall des Typs 3 ist die Raumlufttemperatur ebenfalls niedriger als die Wandoberflächentemperatur, wobei letztere jedoch wiederum niedriger ist, als die Heizungselementebene im Wandaufbau.

In Abhängigkeit von den v. g. Randbedingungen sind die Dampfdiffusionsberechnungen durchzuführen.

Mit den herkömmlichen Verfahren ist dies allerdings nicht leistbar. In Frage kommen nur spezielle Simulationsprogramme wie z. B. WUFI, die einerseits kapillare Parameter einfließen lassen, zum anderen die Möglichkeit bieten, die Temperaturen im Raum, auf der Wandoberfläche und im Wandaufbau individuell anzusetzen.

Wer auf Nummer Sicher gehen möchte, kommt um eine fundierte Berechnung nicht herum.
Nachweise über nach dem Glaser-Verfahren arbeitende Programme führen zu wollen, ist von Vornherein zum Scheitern verurteilt und kann auf deutsch gesagt "in die Hose gehen".

Grüße

i. V.
Dirk Meisinger



Bilder zum Wandaufbau



Hallo und danke erstmal für die Antworten.
Hier ertmal ein paar Bilder um sich ein besseres Bild machen zu können.



Bilder zum Wandaufbau - 2



Hier das zweite Bilde.
Von aussen ist eine Holzverschalung mit Hinterlüftung angebracht.
Ich bin für jeden Tipp sehr dankbar.