Innendämmung durch Leichtlehmschale mit Pelit

14.04.2010



Hallo liebe Mitstreiter,

In meinem am Hang stehenden Eichenfachwerkhaus, soll eine möglichst isolierende Innendämmung angebracht werden. Derzeit steht lediglich in einem Raum, eine 200mm dicke Leichtlehmziegelwand vor dem 160mm Fachwerk, was wahrscheinlich ebenfalls mit Lehm ausgefacht ist.
Eine Seite besteht in der ersten Etage aus einer 400mm Tonziegelwand, auf die das Fachwerk der zweiten Etage mittig aufgesetzt wurde.

Meine erste Idee war die Vorgesetzte Wand abzubauen, und an den gesamten Außenwänden eine 150mm tiefe Verlorene Schalung anzubringen. Die Leichtlehmziegel einsumpfen, aufrühren mit Blähton und Stroh versetzen und hinter die Schalung Stampfen.
Da das errechnete Gesamtgewicht der Innendämmung allerdings, das der jetzigen vorgesetzten Wand verdoppeln würde hege ich Zweifel was die Statik anbelangt.(Fundamente, bzw. Fachwerk)
Dagegen spräche zwar, dass sich das Gewicht später auf das gesamte Haus verteilt, aber ist das wirklich ausschlaggebend wenn man die Hälfte davon in die 2 Etage bringt?

Option B wäre statt Blähton ca.: 400-1000 kg /m³, Perlit (Isoperl 5), ca.: 85 kg /m³ als Zuschlagstoff zu verwenden.
Leider ist Isoperl nicht Hydrophob.
Was passiert also mit dem anfallenden Tauwasser, ganz zu schweigen von der Feuchte beim einbringen der Mischung…?

Beim Übergang von der Tonziegel- zur aufstehenden Fachwerkwandwand bin ich mir auch unsicher.
Was kann ich gegen den Dämmwertunterschied und die dadurch entstehende Wärmebrücke tun?
Hat jemand Praxis Erfahrung damit?

Vielen Dank schon mal im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen
René



innendämmung



hallo ich persönlich würde eher eine innendämmung aus kalkperlit Putz wählen die vorteile , monolitisch ,kapilar aktiv. lambda wert 0,08. difusions wiederstand 6 und das gewicht ca 300kg/m³ was bedeuten würde das sie bei einer schichtstärke von 6cm ca 16 kg gewicht an die wand bringen
Grüße u.d.



Vorsatzschale aus Hanf - Stampflehm als Wärmedämmung



Hallo Rene, eine Vorsatzschale aus Lehm an eine Fachwerkwand mit Lehmausfachung ist einfach das beste: für Wasser - Diffusion, für die Wärmeübergänge, für die alte Substanz Holz und Gefachung und so weiter. Mit einer Hanf-Lehm-Vorsatzschale hat man ein geringes Gewicht und eine wirklich gute Wärmedämmung. Im Bild siehst du genau diese Vorsatzschale an einem Fachwerk in Sachsen. Die Latten dienten als Montagehilfe für eine Kletterschalung. Die Schalung wurde gleich nach dem Einbringen des Hanf-Lehm-Stampflehms wieder entfern. Jetzt können auch noch die Latten entfernt werden. Nach der Trocknung kommt noch ein Lehmputz oben rauf und fertig. Gruß Felix



Danke, schon mal für die Hilfe.



Das klingt auch ganz gut, da ich aber die vorhandene Lehmwand nutzen möchte bleibe ich bei der Perlit-Leichtlehmschale.

Also wenn mir wenigstens Jemand sagen könnte, ob das nicht Hydrophobe Perlit, das beim mischen aufgenommene Wasser schnell wieder abgibt wäre mir schon geholfen…???

René





Hallo,

Das Isoperl 5 nicht hydrophob ist für die Trocknung der Baufeuchte und die spätere Feuchteregulierung ja gut.
Nur frage ich mich was Sie zu einer derartigen Sonderlösung bewegt.
Isoperl 5 ist eine TROCKEN Schüttung für Böden.
Womit wollen Sie es binden?

Grüße aus Schönebeck



Isoperl muß es nicht sein,



Perlit soll es sein, wegen des geringen Lambdawertes und binden möchte ich es wie schon beschrieben in einer Schlämme aus den aufgelösten Lehmsteinen + Strohhäcksel oder Tierhaar.

MfG
René